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Ventrikuläre Rhythmusstörungen

7 Minuten Lesezeit

Einteilung der ventrikulären Rhythmusstörungen

Zu den ventrikulären Rhythmusstörungen gehören die ventrikulären Extrasystolen, die ventrikulären Tachykardien und das Kammerflattern sowie das Kammerflimmern.

 Merke
  • Ventrikuläre Extrasystole (VES): Vorzeitige, aus dem Ventrikelmyokard stammende Erregung außerhalb des Sinusrhythmus, die im EKG als breitkomplexiger, vorzeitiger QRS-Komplex (meist ohne vorangehende P-Welle) mit typischer kompensatorischer Pause erscheint
  • Ventrikuläre Tachykardie (VT): Rhythmusstörung mit schneller, meist regelmäßiger ventrikulärer Erregung, bei der im EKG in der Regel noch einzelne, breitkomplexige QRS-Komplexe erkennbar sind (typisch ~100–250 Kammeraktionen/min)
  • Kammerflattern: Extrem schnelle ventrikuläre Rhythmusstörung mit meist >250 Kammeraktionen/min, bei der die Erregung häufig nahezu sinusoidal („wellenförmig“) erscheint und QRS-Komplexe nicht mehr klar voneinander abgrenzbar sind; Übergang in Kammerflimmern ist häufig
  • Kammerflimmern (VF): Chaotische, desorganisierte elektrische Aktivität der Kammern ohne effektive Pumpfunktion; im EKG sind keine geordneten QRS-Komplexe mehr abgrenzbar und es besteht unmittelbare Reanimationspflicht
Ventrikuläre Rhythmusstörungen
Zuletzt aktualisiert am 04.02.2026
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