Achalasie beschreibt eine Motilitätsstörung des Ösophagus, die durch eine dysfunktionale Ösophagusperistaltik und eine verminderte Erschlaffung des unteren Ösophagussphinkters gekennzeichnet ist. Dies führt zu Dysphagie, langsamer Nahrungsaufnahme und Regurgitation von nicht-sauren Nahrungsbestandteilen. Diagnostisch ist die Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) mit Biopsie wichtig, um ein Ösophaguskarzinom auszuschließen, ergänzt durch Manometrie als Goldstandard, die erhöhten Sphinktertonus und Aperistaltik nachweist. Die Therapie umfasst pneumatische Ballondilatation, Botulinumtoxin-Injektionen, chirurgische Myotomie und in weniger wirksamen Fällen medikamentöse Behandlung mit Nitraten oder Calciumkanalblocker.
- S3-Leitlinie: Intestinale Motilitätsstörungen: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM)
- S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS)



