Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD, aus dem Englischen „chronic obstructive pulmonary disease“) ist gekennzeichnet durch eine anhaltende und meist fortschreitende Atemwegsobstruktion, begleitet von einer verstärkten Entzündungsreaktion in den Atemwegen.
Eine akute Exazerbation der COPD (AECOPD) zeigt sich durch folgende Merkmale:
Auftreten oder Verschlimmerung von Atemnot (Dyspnoe)
Veränderungen des Hustens und/oder
Eine Zunahme der Sputummenge sowie eine veränderte Sputumbeschaffenheit (z.B. Verfärbung)
Infektionen der Atemwege zählen zu den Hauptauslösern einer akuten Exazerbation.
Neben medikamentösen Maßnahmen spielen auch die Sauerstoffgabe und die nicht-invasive Beatmung eine zentrale Rolle in der präklinischen Versorgung.
Um den Einstieg in das Thema akut exazerbierte COPD etwas zu erleichtern, wird im Folgenden ein Fall beschrieben, wie er sich präklinisch ereignen könnte.
Das Szenario
Einsatzmeldung:
Stichwort: Akute Atemnot
Ort: Wohnung, 3. Stock
Alarmzeit: 10:42 Uhr
Anrufer: Ehefrau des Betroffenen
Anzahl der Betroffenen: 1
Zusatzinfo:
Männlich, 67 Jahre alt
Bekannte COPD
Berichtet über zunehmende Atemnot seit 2 Tagen und produktiven Husten
Lageeinweisung vor Ort:
Der Patient wird bei Eintreffen des Rettungsdienstes sitzend, nach vorne gebeugt auf einem Stuhl, vorgefunden. Er nutzt sein Heim-Sauerstoffgerät. Die Ehefrau berichtet, dass der Patient seit 2 Tagen über zunehmende Atemnot klagt und erkältet sei. Heute Morgen war die Atemnot besonders schlimm. Daraufhin habe sie den Notruf gewählt.
Die Lage ist wie folgt:
Auf Ansprache reagiert der Patient, ein exspiratorischer Stridor ist wahrnehmbar
Der Patient wirkt stark ängstlich und ringt sichtlich nach Luft
Eine Lippenzyanose ist deutlich sichtbar
Ersteinschätzung nach xABCDE-Schema
Um sich einen ersten umfassenden Eindruck von einer Patientin oder einem Patienten in einer Notfallsituation zu verschaffen, bietet sich das xABCDE-Schema an. Um die Arbeit mit dem Schema zu veranschaulichen, ist hier ein xABCDE-Schema abgebildet, wie es im Falle einer Ersteinschätzung bei einer Patientin oder einem Patienten mit einer akut exazerbierten COPD aussehen könnte.
Es handelt sich dabei um die Befunde, die innerhalb der ersten paar Minuten erhoben werden können. Erweiterte Diagnostik und Abfragen sind natürlich von Bedeutung, jedoch würde zum Beispiel die Messung des Blutzuckers (außer bei Bewusstlosigkeit ungeklärter Ursache) in diesem Fall hinten angestellt und taucht zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf.
x
Kein aktiver äußerer Blutverlust sichtbar
A
Atemwege frei, exspiratorischer Stridor bereits bei Eintreffen hörbar
Schleimhäute blass
Patient spricht selbstständig, allerdings in sehr kurzen Sätzen
Kein A-Problem
B
Inspektorisch:
Thoraxexkursion beidseits physiologisch
Keine Halsvenenstauung sichtbar
Lippenzyanose sichtbar
Tachypnoe, 27/min
Sichtbarer Einsatz der Atemhilfsmuskulatur ("Kutschersitz")
Auskultatorisch:
Beidseits Giemen
Palpatorisch:
Thorax insgesamt stabil
SpO2: 81 %
Akutes B-Problem
C
Hautkolorit blass
Rekap-Zeit: 2 Sekunden
Große Blutungsräume ohne Zeichen auf akute Blutungen
Palpation des Pulses am Handgelenk:
Rhythmisch
Gut tastbar
Tachykard, 115/min
Mittelbares C-Problem
D
Wach, orientiert, ansprechbar
GCS 15
Öffnen der Augen: 4
Beste verbale Reaktion: 5
Beste motorische Reaktion: 6
Pupillenkontrolle:
Isokor
Mittelweit
Lichtreagibel
Kein D-Problem
E
Keine Verletzungen ersichtlich
Temperatur: 39,1 °C
Symptome:
Atemnot seit 2 Tagen, heute Morgen akut verschlimmert, Lippenzyanose
Exspiratorischer Stridor
Erkältungssymptome
Allergien/Infektionen: Keine Allergien bekannt, Erkältungssymptome
Ereignis: seit 2 Tagen zunehmende Atemnot, heute Morgen akute Verschlimmerung
Risikofaktoren: Herzinsuffizienz, Atemwegsinfekt
Kein E-Problem
Achtung
Das hier gezeigte Assessment vermittelt nur einen exemplarischen ersten Eindruck von einer Patientin oder einem Patienten. Im Verlauf der Behandlung müssen weitere Maßnahmen ergriffen und Informationen gesammelt werden. Das Schema erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich einen praktischen Einstieg in das Thema ermöglichen.
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Definition
Eine Exazerbation einer COPD wird als akute Verschlechterung der respiratorischen Symptome definiert, die über mindestens zwei Tage anhält und eine Intensivierung der bestehenden Therapie erfordert.
Ursächlich sind meist eine entzündlich bedingte Zunahme der Bronchokonstriktion und/oder eine gesteigerte Schleimproduktion, die mit einer Überblähung der Lunge einhergehen kann.
Klinisch äußert sich dies typischerweise durch eine verstärkte Atemnot, vermehrten Husten, ein erhöhtes Sputumvolumen oder eine veränderte Beschaffenheit des Sputums.
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Akute Verschlechterungen der COPD treten insbesondere in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung auf und sind häufiger im Winter zu beobachten. Zu den Auslösern zählen unter anderem:
Systemische Kortikosteroide: Obwohl sie kurzfristig zur Behandlung von einer Exazerbation eingesetzt werden, können sie langfristig das Risiko für Osteoporose und Infektionen erhöhen. Infektionen können zu einer COPD-Exazerbation führen
Kardiale Dekompensation
Info
Die häufigsten Ursachen einer Exazerbation sind virale und bakterielle Infektionen der Atemwege. In etwa einem Drittel der Fälle bleibt die Ursache ungeklärt.
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Merke
Reminder: Physiologische Grundlagen
Anatomie & Funktion der kleinen Atemwege:
Die kleinen Atemwege (Bronchioli) besitzen keinen Knorpel
Sie werden durch elastische Fasern des Lungenparenchyms stabilisiert
Im physiologischen Zustand verursachen sie nur einen geringen Strömungswiderstand
Elastische Retraktionskraft der Lunge:
Die Lunge enthält Elastinfasern → verantwortlich für Dehnbarkeit und Rückstellkraft
Alveoläre Septen strukturieren die Lungenbläschen undermöglichen eine große Gasaustauschfläche
Ein feines Bindegewebsnetz stabilisiert das Lungenparenchym
Die Exspiration ist überwiegend passiv →erfolgt durch die elastische Retraktionskraft der Lunge
Durch den radialen Zug halten sie die kleinen Atemwege während der Exspiration offen
Mukoziliäre Clearance:
Die Selbstreinigung der Atemwege erfolgt durch:
Becherzellen → Schleimproduktion
Flimmerepithel (Zilien) → Transport des Schleims nach kranial
Gasaustausch (alveoläre Ventilation):
In den Alveolen diffundiert Sauerstoff (O₂) aus der Atemluft in die pulmonalen Kapillaren und damit ins Blut
Kohlenstoffdioxid (CO₂) diffundiert aus dem Blut der Kapillaren in die Alveolen und wird anschließend abgeatmet.
Ventilations-Perfusions-Verhältnis (V/Q):
Ventilation und Perfusion sind aufeinander abgestimmt
Hypoxische Areale führen zur lokalen Vasokonstriktion (Euler-Liljestrand)
Regulation der Atmung:
Atemantrieb erfolgt über:
CO₂-Anstieg (Hauptantrieb)
pH-Wert
O₂-Abfall (untergeordnet)
Freigesetzte Hauptmediatoren:
Histamin: Vasodilatation, Erhöhung der Gefäßpermeabilität, Bronchokonstriktion, Juckreiz
Ähnlich wie beim Asthma bronchiale entsteht die COPD durch eine chronische Entzündung der kleinen Bronchien. Diese wird überwiegend durch inhalative Noxen (z.B. Tabakrauch) ausgelöst. Es resultiert eine irreversibleObstruktion (Verengung) der kleinen Atemwege und eine Überblähung der Alveolen mit verminderter Gasaustauschfläche (= Emphysem). In der Folge kann weniger Sauerstoff ins Blut aufgenommen (Hypoxämie) und Kohlenstoffdioxid abgegeben (Hyperkapnie) werden. Anfangs kommt es zu einer Kompensation durch den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur. Bei Erschöpfung oder Exazerbation (Verschlechterung z.B. durch einen zusätzlichen bronchopulmonalen Infekt) kann eine Akuttherapie notwendig werden.
Inhalative Noxen
Inhalation schädlicher Stoffe, z.B. Tabakrauch (Teer, Nikotin, freie Radikale) → Reizung der Atemwege
Chronische Entzündung der kleinen Atemwege (Bronchiolen) → führt über die Aktivierung von Makrophagen und neutrophilenGranulozyten zu:
Freisetzung von Zytokinen → Bronchokonstriktion + Ödematisierung der Bronchialwände
Ungleichgewicht von Proteasen und Proteaseinhibitoren → vermehrter Abbau von Elastin und Strukturproteinen → Zerstörung der Alveolen und Verlust der elastischen Retraktionskraft→ bronchiale Instabilität
Überproduktion von Schleim → chronische Bronchitis mit produktivem Husten
Schädigung der Flimmerhärchen (Zilien) → Mukoziläre Clearance ↓
Lumenverengung der Atemwege → Obstruktion der distalen Atemwege → gestörte Exspiration (unvollständige Ausatmung = Air-Trapping) → Hyperkapnie
Airway Remodeling beschreibt den strukturellen Umbau der Atemwege infolge der Gesamtheit entzündlicher Prozesse. Durch die chronische Entzündung kommt es zu einer Verdickung und Fibrosierung der Bronchialwände, was eine dauerhafte Verengung der Atemwege zur Folge hat.
Info
Oxidativer Stress:
Oxidativer Stress entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und körpereigenen Schutzmechanismen (Antioxidantien). Freie Radikale (z.B. aus Tabakrauch) sind hochreaktiv und schädigen Zellen und Gewebe. In der Lunge verstärken sie die Entzündung und tragen zur Zerstörung des Lungengewebes bei.
Lungenemphysem
Definition
Das Lungenemphysem ist eine pathologische, irreversible Erweiterung der Lufträume distal der Bronchioli terminales, die mit einer Zerstörung der Alveolarwände einhergeht. Dadurch kommt es zu einer Vergrößerung der luftgefüllten Räume bei gleichzeitiger Reduktion der funktionellen Gasaustauschfläche.
Es stellt eine typische Spätkomplikation der COPD dar und ist maßgeblich für die zunehmende Überblähung der Lunge sowie die Einschränkung der elastischen Retraktionskraft verantwortlich.
Pathophysiologie:
Noxen + oxidativer Stress → Inaktivierung von α1-Antitrypsin (AAT) → Ungleichgewicht zwischen Proteasen und Antiproteasen → Proteasen schädigen das Lungenparenchym → Zerstörung der elastischen Fasern und Alveolarsepten
Entwicklung eines Lungenemphysems
Info
α1-Antitrypsin (AAT)
α1-Antitrypsin (AAT) ist ein in der Leber gebildetes Proteaseinhibitor-Protein, das vorwiegend die neutrophile Elastase hemmt. Es schützt das Lungengewebe vor einer überschießenden proteolytischen Zerstörung
Wichtige Funktionen:
Hemmung von Proteasen: AAT neutralisiert Enzyme wie Elastase, die elastische Fasern im Lungenparenchym abbauen
Schutz der Alveolarstruktur: Es verhindert die Zerstörung der Alveolarsepten und erhält die elastische Retraktionskraft der Lunge
Strukturelle Folge
Mechanische Konsequenz
Spätfolgen
Auflösung der Alveolarsepten
Verschmelzen mehrerer Alveolen zu großen, luftgefüllten Räumen
Verlust der Gasaustauschfläche
Verlust der elastischen Retraktionskraft
Verminderter radialer Zug auf kleine Atemwege
Dynamischer Kollaps der Bronchioli bei der Exspiration → Air-Trapping → Überblähung der Alveolen
Verminderte Diffusionskapazität
Hypoxämie
Bei fortgeschrittener Erkrankung:
Hyperkapnie
Respiratorische Azidose
Lungenfibrose
Definition
Die Lungenfibrose ist eine chronisch progrediente interstitielle Lungenerkrankung, die durch eine vermehrte Einlagerung von Bindegewebe im Lungeninterstitium gekennzeichnet ist. Dadurch kommt es zu einer Verdickung der Alveolarsepten, einer verminderten Diffusionskapazität und einer zunehmenden restriktiven Ventilationsstörung.
Folge ist eine progressive Einschränkung des Gasaustauschs mit Dyspnoe und Hypoxämie.
Pathophysiologie:
Verringerter Sauerstoffgehalt → Hypoxie → Aktivierung TGF-ß (Transforming growth factor Beta) → übermäßigeProduktion von Kollagen durch Fibroblasten → Ansammlung von BindegewebeinLunge → Umbau von elastischemzubindegewebigem, „starrem“ Gewebe → zunehmender Funktionsverlust
Pulmonale Hypertonie und Cor Pulomonale
Definition
Die pulmonale Hypertonie ist eine pathologische Erhöhung des Drucks im pulmonalarteriellen Gefäßsystem. Sie führt zu einer erhöhten Nachlast des rechten Ventrikels und kann unbehandelt eine Rechtsherzbelastung bis hin zur Rechtsherzinsuffizienz verursachen → Cor Pulmonale
Pathophysiologie:
Chronische Hypoxie führt zur Vasokonstriktion der Lungenarterien (Euler-Liljestrand-Mechanismus) → erhöhterWiderstand im Lungenkreislauf belastetdasrechte Herz (erhöhte Nachlast) → Dilatation und Hypertrophie des rechtenVentrikels (Cor pulmonale) → Entwicklung von Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz z.B. mit peripheren Ödemen, gestauten Halsvenen
Merke
Zusammenfassung: Die kritischen Probleme der COPD
Chronische Entzündung der kleinen Atemwege
Irreversible Obstruktion
Schleimüberproduktion & Clearance-Störung
Air-Trapping & Überblähung
Emphysem (Alveolarzerstörung)
Verlust der elastischen Retraktionskraft
Gasaustauschstörung → Hypoxämie
Spät: Hyperkapnie & respiratorische Azidose
Pulmonale Hypertonie → Cor pulmonale
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Info
Bei der akuten Exazerbation der COPD kommt es zu einer VerschlechterungderSymptomeeinerCOPD.
Mehr Informationen zu den Symptomen findest du hier: chronisch obstruktive Lungenerkrankung.
Typische Zeichen
Zunehmende Atemnot
Verschlimmerung der Atemnot, auch in Ruhe
Vermehrter Husten
Häufiger oder stärker als gewöhnlich, oft mit vermehrter Schleimproduktion
Thorakales Engegefühl
Exspiratorischer Stridor (durch Obstruktion der kleinen Bronchien), verlängertes Exspirium
Hinweise auf Hyperkapniezeichen? → Hautrötung, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Tachykardie
Generalisierte Zeichen
Tachypnoe
Oft als Reaktion auf eine Hypoxie und die beeinträchtigte Atmungskapazität
Zyanose
Bläuliche Verfärbung der Haut und Schleimhäute, insbesondere der Lippen
Angst und Unruhe
Hypotonie
Tachykardie
Merke
Patient:innen mit einer AECOPD sind nicht nur durch eine beeinträchtigte Sauerstoffversorgung im Rahmen einer pulmonalen Insuffizienz gefährdet, sondern auch durch eine Dekompensation der Atemmuskulatur, die zu einer ventilatorischen Erschöpfung führen kann.
Info
„Blue Bloater“ /„Pink Puffer“
Diese Begriffe beschreiben zwei unterschiedliche klinische Präsentationen der COPD.
Der „Blue Bloater“ leidet eher unter respiratorischer Insuffizienz mit zyanotischer Hautverfärbung
Der „Pink Puffer“ leidet eher unter Atemnot sowie einer Lungenüberblähung und hat trotz Atemproblematik einen rötlichen Hautton
Diese Einteilung gilt heute als überholt, da es sich meist um Mischformen handelt.
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Anamnese
S (Symptome): Zunahme der Atemnot, Tachypnoe, Zyanose, exspiratorischer Stridor/Giemen, produktiver Husten, Tachykardie, Fieber
Hinweise auf eine schwere Exazerbation? → Einsatz der Atemhilfsmuskulatur, Zyanose, Kreislaufinstabilität, thorakale Einziehungen, Zeichen der ventilatorischen Erschöpfung
A (Allergien, Infektionen): Gibt es Hinweise auf eine Infektion der Atemwege?
M (Medikation):
Beta-2-Sympathomimetika
Anticholinergika
Glukokortikoide (oft als inhalative Therapie)
Heimsauerstofftherapie
P (Patientengeschichte):
Bekannte COPD
Bekannte Herzinsuffizienz
Häufige Exazerbationen in der Vergangenheit?
L (Letzte…):
Letzte Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme?
Einnahme der Medikation?
E (Ereignis): Verschlechterung innerhalb der letzten 2 Tage
R (Risiko): Raucherhaushalt? Herzinsuffizienz? Infektion der Atemwege?
S (Schwangerschaft): Mögliche Schwangerschaft bei weiblichen Patientinnen
Tipp
Nutze Schemata
Um die Anamnese strukturiert durchzuführen, bietet es sich an, Schemata, wie das SAMPLERS oder OPQRST-Schema zu nutzen. Am obigen Beispiel haben wir Fragen und Befunde dargestellt, die bei dem Verdacht auf eine akut exazerbierte COPD abgefragt werden sollten und vorliegen könnten.
Klinische Untersuchung
Inspektion:
Zeichen der Hypoxie: Zyanose, Trommelschlägelfinger, Uhrglasnägel
Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz: Ödeme, Aszites, Pleuraergüsse, Halsvenenstauung
Vermehrte Atemarbeit, Verwendung der Atemhilfsmuskulatur, exspiratorisches Giemen, Fassthorax
Palpation:
Der Palpationsbefund sollte physiologisch ausfallen. Ist das nicht so, muss differenzialdiagnostisch gedacht werden
Perkussion:
Hypersonorer Klopfschall: Hinweis auf übermäßigen Luftgehalt in der Lunge
Auskultation:
Trockene Nebengeräusche wie Giemen, Pfeifen, Brummen, verlängertes Exspirium (verlängerte Ausatmung)
Maximalbefund „Silent chest“: Atemgeräusche aufgrund einer massiven Lungenüberblähung und ausgeprägter Obstruktion stark abgeschwächt oder nicht mehr hörbar
Obstruktive vs. restriktive Ventilationsstörung:
Störung
Obstruktive Ventilationsstörung
Restriktive Ventilationsstörung
„Es ist schwierig Luft auszuatmen“
„Es ist schwierig Luft einzuatmen“
Definition
Einschränkung des Atemflusses durch Einengung der Atemwege
Reduktion der totalen Lungenkapazität (TLC) und Vitalkapazität (VC) durch eine reduzierte Dehnbarkeit (Compliance) des Lungengewebes oder der Thoraxwand
Ursachen
Asthma bronchiale
COPD
Andere Atemwegsstenosen
Extrapulmonale Restriktion:
Thoraxdeformitäten
Atemmuskelschwäche
Neuromuskuläre Erkrankungen
Pulmonale Restriktion:
Lungenfibrose
EKG-Diagnostik
Das EKG kann differenzialdiagnostische Hinweise auf koronare Herzkrankheiten (KHK) und Herzrhythmusstörungen geben
Bei fortgeschrittener COPD können im EKG zudem Zeichen einer Rechtsherzbelastung zu finden sein, wie:
Rechts-Lagetyp
Rechtsschenkelblock
P-pulmonale bzw. P-dextroatriale: erhöhte Amplitude der P-Welle >0,25 mV in II, III oder aVF
Differenzialdiagnosen
Die Differenzialdiagnosen bei Atemwegserkrankungen sind entscheidend, um eine gezielte Behandlung einzuleiten und lebensbedrohliche Zustände frühzeitig zu erkennen. Eine fehlerhafte Einschätzung kann zu einer inadäquaten Therapie führen. Daher ist eine gründliche Anamnese und Untersuchung unverzichtbar
Erkrankung
Auskultationsbefund
Perkusionsbefund
Asthma
Verlängertes Exspirium, Giemen/Brummen, evtl. abgeschwächt oder Silent Chest
Hypersonor
Atemwegsobstruktion der oberen Atemwege
Inspiratorischer Stridor
ggf. gedämpft
Lungenödem
Feuchte, grobblasige Rasselgeräusche
Gedämpft
Pneumonie
Feuchte, feinblasige Rasselgeräusche
Gedämpft
Pneumothorax
Abgeschwächtes Atemgeräusch auf der betroffenen Seite
Hypersonor
Lungenemphysem
Abgeschwächtes Atemgeräusch
Hypersonor
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Info
Die dargestellten Maßnahmen orientieren sich an den Empfehlungen des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst (DBRD) und werden durch weitere spezifische, leitliniengerechte Maßnahmen ergänzt, um eine strukturierte und evidenzbasierte Versorgung von Patient:innen sicherzustellen.
Basismaßnahmen
Kutschersitz
Patient:innen in sitzender Position lagern (Kutschersitz)
Patient:innen beruhigen und beim Atmen anleiten (Atemkommandos)
Lippenbremse einsetzen lassen
Sauerstoffgabe:
Ziel-SpO2 beachten: 88-92 %
Auf Hyperkapniezeichen achten, beispielweise:
Vigilanzminderung
Schwindel/Kopfschmerzen
Gerötetes Gesicht („CO₂-Flushing“)
Info
Lippenbremse
Bei der Lippenbremse wird ein möglichst positiver Druck aufrechterhalten, um die Bronchien auch bei der Ausatmung zu erweitern. Der Mechanismus besteht darin, dass die Ausatmung gegen die fast geschlossenen Lippen erfolgt. Dadurch wird einerseits ein positiver Atemwegsdruck in der Ausatemphase erzeugt, andererseits wird die Konzentration auf eine lange Ausatmung erhöht, was der Panik bei Atemnot entgegenwirken kann.
Spezifische Maßnahmen
Angepasste Volumentherapie mit kristalloiden Infusionslösungen
Inhalation per Verneblermaske von β2-Sympathomimetikum, z.B. Salbutamol 2,5 - 5 mg + Anticholinergikum, z.B. Ipratropiumbromid 0,5 mg
Glukokortikoid-Gabe, z.B. Prednisolon40-50 mg i.v.
Bei starker Dyspnoe/Unruhe: ggf. Morphin 2 mg i.v., ggf. erneute Gabe nach 10 min (CAVE: Atemdepression möglich)
Bei Fieber: ggf. Fiebersenkung mit Paracetamol: Erwachsene: 1 g i.v. als Kurzinfusion
Bei zusätzlicher kardialer Dekompensation/Lungenödem: ggf. Furosemid 20-40 mg langsam i.v.
Bei fortbestehender Symptomatik oder schwerer Exazerbation:
Nichtinvasive Beatmung mit Druckunterstützung (z.B. CPAP-PS)
Ggf. invasive Beatmung (nur als Ultima Ratio)
Merke
Die Indikation zur NIV-Therapie ist bei schwerer Dyspnoe mit Zeichen der Atemerschöpfung frühzeitig zu stellen. Patient:innen profitieren hier besonders von einer Unterstützung der Atemmuskulatur (CPAP-PS).
Tipp
Medikationskonflikt bei Patient:innen mit bekannter Tachyarrhythmia absoluta und Bedarf an β-Sympathomimetika (z.B. bei COPD-Exazerbation):
β2-Sympathomimetika können (über beteiligte β1-Wirkung) die Herzfrequenzzusätzlichsteigern und die Tachykardie verstärken. Ist eine Frequenzkontrolle erforderlich, sollte Verapamil 5 mg i.v. langsam unter EKG-Monitoring, bei Bedarf kann die Gabe nach 10 Minuten wiederholt werden eingesetzt werden, da Betablocker die Wirkung der β2-Sympathomimetika abschwächen und die Bronchodilatation beeinträchtigen können.
Achtung
Bei akut erkrankten Patient:innen mit terminaler COPD kann eine invasiveBeatmungzueinerdauerhaftenBeatmungsabhängigkeitführen → daher ist eine sehr strenge Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich!
Weitere Maßnahmen
Nicht-invasive Kapnografie verwenden
Auskunft über Atemtätigkeit der Patient:innen (Atemfrequenz, Atemmuster, etCO₂-Werte)
Frühzeitiges Erkennen einer Hyperkapnie möglich
Engmaschige Überwachung der Vitalparameter während der Fahrt
Achtung
Beurteilung von etCO₂-Werten bei spontan atmenden Patient:innen
Die absoluten etCO₂-Werte müssen mit Vorsicht betrachtet werden, da die Messung in einem nicht geschlossenen System stattfindet.
Von primärem Interesse ist der zeitliche Verlauf der absoluten Werte:
Steigende Werte im Verlauf: → Hinweis auf hyperkapnisches, respiratorisches Versagen
Sinkende Werte im Verlauf: → Hinweis auf Therapieerfolg
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Info
Für weitere Informationen siehe auch Blutgasanalyse → Sauerstoffsättigung.
Zielwert der Sauerstoffsättigung bei COPD-Patient:innen
Bei Patient:innen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) ist besondere Vorsicht bei der Sauerstoffgabe geboten. Bei COPD-Patient:innen besteht häufig eine chronischeHypoxie(O2↓) und Hyperkapnie(CO2↑).
Eine unkontrollierte, hochdosierte Sauerstoffgabe bei Patient:innen mit COPD kann zu einem Anstieg des CO₂-Spiegels (Hyperkapnie) führen und in schweren Fällen eine Bewusstseinsminderung verursachen.
Früher wurde angenommen, dass der Atemantrieb bei fortgeschrittener COPD überwiegend durch niedrige Sauerstoffwerte (hypoxischer Atemantrieb) gesteuert wird.
Nach dieser Lehrmeinung führt eine hochdosierte Sauerstoffgabe zum Wegfall dieses Reizes:
Atemfrequenz und Atemtiefe nehmen ab
CO₂ wird schlechter abgeatmet
Hyperkapnie kann entstehen oder sich verstärken
Merke
Diese Erklärung ist pathophysiologisch korrekt, beschreibt jedoch nur einen Teil des Gesamtmechanismus.
Nach heutigem Verständnis beruht der CO₂-Anstieg vorwiegend auf einer Verschlechterung des Ventilations-Perfusions-Verhältnisses.
Physiologisch:
Der Euler-Liljestrand-Mechanismus (hypoxische pulmonale Vasokonstriktion) sorgt dafür, dass schlecht belüftete Alveolen weniger durchblutet werden
Dadurch wird die Durchblutung bevorzugt in gut ventilierte Lungenabschnitte umgeleitet und der Gasaustausch optimiert
Bei hochdosierter Sauerstoffgabe:
Die hypoxische Vasokonstriktion wird teilweise aufgehoben
Hierdurch werden auch die schlecht ventilierten Lungenareale stärker durchblutet, obwohl dort weiterhin nur wenig Ventilation stattfindet
Das Ventilations-Perfusions-Verhältnis verschlechtert sich, und es kommt funktionell zu einem Rechts-Links-Shunt, wodurch weniger CO₂ abgeatmet werden kann und der CO₂-Spiegel im Blut ansteigt.
Relevanz der Blutgasanalyse
Bei COPD-Patient:innen sollte daher regelmäßig Blut für eine BGA entnommen werden, um die Sauerstoffsättigung und den pCO2-Wert zu kontrollieren. Eine Erhöhung der Sauerstoffgabe kann erfolgen, solange der pCO2 Werte von 60-70 mmHg nicht übersteigt bzw. die Hyperkapnie nicht zu einer respiratorischen Azidose oder Bewusstseinstrübung führt. Steigt der pCO2-Wert bei einer zu geringen Sauerstoffsättigung an, spricht dies für eine Erschöpfung der Atemmuskulatur. Zur Unterstützung wird eine Beatmung (z.B. NIV – nicht-invasive Beatmung) notwendig. Im Falle einer relevanten Hypoxie sollte auch bei Patient:innen mit COPD eine Sauerstoffgabe erfolgen. Die Sauerstoffgabe sollte von einer engmaschigen Kontrolle der pCO2-Werte begleitet werden. Bei einer zunehmenden Hyperkapnie sollte die Indikation für eine NIV-Therapie evaluiert werden.
BGA-Fallbeispiel: respiratorische Azidose bei COPD
Achtung
Konsequenzen für die Sauerstofftherapie
Bei akuter Hypoxie sollte Sauerstoff zur Stabilisierung gegeben werden, bei Bedarf auch initial hochdosiert
Eine dauerhaft unkontrollierte, hochdosierte Sauerstoffgabe sollte vermieden werden
Die Sauerstofftherapie sollte zielgerichtet titriert werden, mit einem SpO₂-Zielbereich von etwa 88–92 % sowie einer klinischen Verbesserung
Bei respiratorischer Insuffizienz und steigendem Sauerstoffbedarf sollte frühzeitig eine nichtinvasive Beatmung (NIV) in Betracht gezogen werden. Dies auch bereits im präklinischen Setting
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Endotracheale Intubation von Patient:innen mit akut exazerbierter COPD
Zeigt die vorherige Therapie keine ausreichende Wirkung, müssen Patient:innen intubiert und kontrolliert beatmet werden.
Zu den wichtigsten Indikationen zählen:
Zunehmende Erschöpfung der Atemmuskulatur mit drohender oder manifester respiratorischer Insuffizienz
Persistierende Hypoxie trotz maximaler, medikamentöser Therapie und nicht-invasiver Beatmung
Aufgrund der klaren Vorteile der nicht-invasiven Beatmung (NIV) stellt die invasive Beatmung bei COPD eine Therapie zweiter Wahl dar. Dennoch kann bei absoluten Kontraindikationen oder einem Versagen der NIV eine invasive Beatmung mittels Endotrachealtubus notwendig werden.
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Die Wahl des Zielkrankenhauses richtet sich nach dem individuellen Fall. Idealerweise wird eine Klinik angesteuert, die sowohl eine internistische Versorgung als auch die Möglichkeit einer intensivmedizinischen Versorgung bietet
Es sollte auf freie Atemwege geachtet werden und eine ständige Überwachung der Vitalparameter, insbesondere von SpO2 und der etCO₂-Werte erfolgen. Bei instabiler Kreislaufsituation sollte der Transport unter kontinuierlicher Kreislaufüberwachung und gegebenenfalls medikamentöser Unterstützung erfolgen.
Info
Indikationen für eine Aufnahme auf Intensivstation bzw. Intermediate Care:
Bewusstseinsstörung
Hämodynamische Instabilität
Anhaltende Hypoxie trotz Sauerstoffgabe
Schwere oder unter Sauerstofftherapie zunehmende Hyperkapnie
Erfolgt der Transport unter nicht-invasiver oder invasiver Beatmung, müssen die Beatmungseinstellungen gründlich überwacht und auf den jeweiligen Patient:innenzustand angepasst werden.
Hier ist eine telefonische Voranmeldung auf der Intensivstation oder dem Schockraum zwingend notwendig.
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Zur Zusammenfassung hier die Hard Facts, die bei der Examensvorbereitung oder im Einsatz helfen können:
Definition:
Verschlechterung der respiratorischen Symptome < 2 Tage + Intensivierung der bestehenden Therapie erforderlich
Ursachen:
Infektion der Atemwege
Medikamente (z.B. NSAR)
Kardiale Dekompensation
Pathophysiologie:
Bei Rauchexposition:
Einatmen von Tabakrauch: Enthält zahlreiche schädliche Substanzen wie Teer, Nikotin, Kohlenmonoxid und freie Radikale
Reizung der Atemwege: Tabakrauch führt zu einer chronischen Entzündung der Bronchialschleimhaut
Freisetzung von Entzündungsmediatoren: Makrophagen und neutrophile Granulozyten setzen Entzündungsmediatoren wie Zytokine und Proteasen frei → Bronchokonstriktion + Ödematisierung der Bronchialwände
Schleimüberproduktion und Zilienfunktionsstörung (Mukoziläre Clearance verringert): chronische Entzündung führt zu einer Überproduktion von Schleim und zur Schädigung der Flimmerhärchen (Zilien), was die Selbstreinigung der Atemwege beeinträchtigt → Chronische Bronchitis mit produktivem Husten
Zerstörung des Lungengewebes: Proteasen bauen Elastin und andere Strukturproteine im Lungengewebe ab, was zur Zerstörung der Alveolen (Lungenbläschen) und bronchialer Instabilität führt
Oxidativer Stress: Freie Radikale aus dem Tabakrauch und durch Entzündungsreaktionen verstärken den oxidativen Stress, der das Lungengewebe weiter schädigt
Lumenverengung und Obstruktion der Atemwege: im weiteren Verlauf kommt es zu einer entzündlichen Verdickung und Fibrosierung der Bronchialwände („airway-remodeling“) sowie einer Ansammlung von Schleim → Lumenverengung der Atemwege → Exspiration behindert → Obstruktion
Air-Trapping und Überblähung der Lunge: Aufgrund der Obstruktion der distalen Atemwege wird die Luft nicht vollständig ausgeatmet, was zu einer Überblähung der Lungenalveolen führt → Air-Trapping → Hyperkapnie
Lungenemphysem:
Noxen + oxidativer Stress → Inaktivierung von α1-Antitrypsin (AAT) → Ungleichgewicht zwischen Proteasen und Antiproteasen → Proteasen schädigen das Lungenparenchym → Zerstörung der elastischen Fasern und Alveolarsepten
Lungenfibrose:
Verringerter Sauerstoffgehalt → Hypoxie → Aktivierung TGF-ß (Transforming growth factor Beta) → übermäßigeProduktion von Kollagen durch Fibroblasten → Ansammlung von BindegewebeinLunge → Umbau von elastischemzubindegewebigem, „starrem“ Gewebe → zunehmender Funktionsverlust
Pulmonale Hypertonie + Cor pulmonale:
Chronische Hypoxie führt zur Vasokonstriktion der Lungenarterien (Euler-Liljestrand-Mechanismus) → erhöhterWiderstand im Lungenkreislauf belastetdasrechte Herz → Dilatation und Hypertrophie des rechtenVentrikels (Cor pulmonale) → Entwicklung von Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz z.B. mit peripheren Ödemen, gestauten Halsvenen
Symptome:
Zunehmende Atemnot
Vermehrter Husten/Schleimbildung
Thorakales Engegefühl
Exspiratorischer Stridor (durch Obstruktion der kleinen Bronchien), verlängertes Exspirium
Hinweise auf Hyperkapniezeichen? → Hautrötung, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Tachykardie
Diagnostik:
Fokus auf SpO2 und etCO₂-Werte
Auskultationsbefund
Expiratorischer Stridor
Maximalbefund: „Silent chest“
Hypersonorer Klopfschall
Differenzialdiagnosen beachten
Therapie:
Lippenbremse
Sauerstoffgabe (Ziel-SpO2: 88-92 %)
Inhalation von β2-Sympathomimetikum (Salbutamol) + Anticholinergikum (Iptratropiumbromid)
Glukokortikoid-Gabe (Prednisolon)
Bei fortbestehender Symptomatik:
Nicht-invasive Beatmung (CPAP-PS)
Ggf. invasive Beatmung (Ultima Ratio)
Transport:
Zielklinik mit internistischer Versorgung, je nach Schweregrad mit intensivmedizinischer Versorgung
Kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter
Auf Hyperkapniezeichen achten
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