Zusammenfassung
Antidiarrhoika sind Medikamente, die zur Behandlung von Durchfall
DefinitionDiarrhö
Von einer Diarrhö
spricht man bei Vorliegen von mindestens einem der folgenden Symptome:
- Häufige Stuhlentleerungen ≥ 3 ungeformte Stühle pro Tag
- Verminderte Stuhlkonsistenz (Wassergehalt >75%)
- Erhöhtes Stuhlgewicht (>250 g pro Tag)
- Akute Diarrhö
: ≤4 Wochen - Chronische Diarrhö
: >4 Wochen
Übersicht
Nicht-medikamentöse Therapie
Häufig ist die nicht-medikamentöse Therapie bestehend aus ausreichender Flüssigkeitszufuhr, Schonkost (Suppen, geriebener Apfel, etc.) und der Applikation von einer Wärmflasche bei Krämpfen ausreichend.
Medikamentöse Therapie
Da Antidiarrhoika bei falscher Anwendung die Erkrankungsdauer und -schwere verlängern können, wird ein routinemäßiger Einsatz nicht empfohlen.
Bei Nachweis eines bakteriellen Erregers können zusätzlich Antibiotika
| Wirkstoffe | Wirkung | Besonderheiten |
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Orale Rehydratations-lösungen
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Motilitätshemmer
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Nebenwirkungen:
Kontraindikationen:
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Probiotika
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Enkephalinase-Inhibitoren
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| Nebenwirkungen:
Kontraindikationen:
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Verdauungsenzyme
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Weitere Mittel:
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Lernkarten: Gastrointestinaltrakt

Quellen
- Freissmuth et al.: Pharmakologie und Toxikologie. Springer 2012, ISBN: 978-3-642-12353-5.
- Karow, Lang-Roth: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2012
- Lüllmann et al.: Pharmakologie und Toxikologie. 15. Auflage Thieme 2002, ISBN: 3-133-68515-5
- Wehling: Klinische Pharmakologie. 2. Auflage Thieme 2011, ISBN: 978-3-131-60282-4

