Die Aszitespunktion ist ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, bei dem Flüssigkeit aus der Peritonealhöhle entnommen wird. Indikationen umfassen die Abklärung unklarer Aszitesursachen sowie die Behandlung von Beschwerden durch massiven Aszites. Vor der Punktion ist eine gründliche mündliche und schriftliche Aufklärung erforderlich. Die Durchführung erfolgt unter sterilen Bedingungen und in der Regel ultraschallgestützt. Mögliche Komplikationen sind unter anderem Infektionen, Blutungen oder Organverletzungen.

Definition
- Diagnostische Aszitespunktion: Entnahme von 20–50 ml Ergussflüssigkeit zu diagnostischen Zwecken, um die Ursache des Aszites zu klären
- Therapeutische Aszitespunktion: Entnahme einer größeren Ergussmenge zur Linderung von Beschwerden bei symptomatischem Aszites
- Großvolumige Aszitespunktion: Entnahme von mehr als 5 Litern Punktat, meist bei massivem Aszites erforderlich
- S2k-Leitlinie Komplikationen der Leberzirrhose, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS), Stand 2018, Abrufdatum 18.01.2025
- Herold: Internistische Intensivmedizin. FIM Herold (Verlag) 2016, ISBN: 978-3-000-32949-4.
- Braun, Dormann: Klinikleitfaden Innere Medizin. 10. Auflage Elsevier 2006, ISBN: 3-437-22292-9.


