Darmpolypen sind Schleimhautvorwölbungen im Kolon, die meist asymptomatisch sind und oft zufällig bei Koloskopien entdeckt werden. Sie treten häufiger bei Männern und mit zunehmendem Alter auf. Das wichtigste diagnostische Verfahren ist die Koloskopie. Die Behandlung erfolgt durch endoskopische Abtragung und histologische Untersuchung, gefolgt von regelmäßigen Kontrollkoloskopien. Polyposis-Syndrome wie die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) erhöhen das Risiko für kolorektale Karzinome erheblich. Darmpolypen sind klinisch relevant, da sie potenziell zu bösartigen Tumoren entarten können, was eine sorgfältige Überwachung und frühzeitige Therapie erfordert.
- S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und Deutschen Krebshilfe



