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Dehydratationsprophyalxe

JG
12 Minuten Lesezeit

Bei einer Dehydratation besteht ein Mangel an Flüssigkeit im Extrazellulärraum, der den Raum zwischen den Zellen umfasst und wichtig für den Austausch von Nährstoffen und Abfallprodukten ist. Es wird eine Einteilung in drei Formen vorgenommen: isotone, hypotone und hypertone Dehydratation. Diese Einteilung ist für die Behandlung von enormer Wichtigkeit, da sie hilft, die Ursache der Dehydratation zu identifizieren und die Therapie gezielt anzupassen. Die Hauptrisikofaktoren für eine Dehydratation sind eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr und ein erhöhter Flüssigkeitsverlust, aber auch einige Erkrankungen, wie Diabetes mellitus oder eine Herzinsuffizienz, können zu einer Dehydratation führen.
Um das Risiko einzuschätzen, kann ein Hautfaltentest bei den betroffenen Patient:innen gemacht werden. Dabei wird die Haut an einer Stelle, wie dem Handrücken, vorsichtig angehoben und losgelassen. Bleibt die Hautfalte länger stehen, deutet dies auf einen verminderten Hautturgor und damit auf eine Dehydratation hin. Es gibt aber auch Hilfsmittel, wie ein Trinkprotokoll, welche die Einschätzung erleichtern. Um alle Risikofaktoren im Blick zu haben, sollte eine Pflegeanamnese der Patient:innen und eine individuelle Maßnahmenplanung erstellt werden. 

Die Dehydratationsprophylaxe betrifft also vor allem die Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr: Lieblingsgetränke regelmäßig in Sichtweite platzieren, an das Trinken erinnern durch Wecker oder Apps, und Flüssigkeit durch wasserreiche Nahrungsmittel, wie Melonen, ergänzen oder Nahrungsmittel, wie Zwieback oder Bananen, anbieten.

Der menschliche Körper besteht zu 70 % und das Blut sogar zu 90 % aus Wasser. Wasser ist demnach eine essentielle Grundlage für das Leben und erfüllt viele wichtige Aufgaben in unserem Körper:

  • Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten
  • Transportvorgänge im Körper und Stoffwechselabläufe
  • Reaktionspartner für biochemische Reaktionen
  • Regulation der Körpertemperatur, z. B. durch Schwitzen
  • Fließeigenschaften des Blutes
  • Ausscheidung von Schadstoffen

Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir über den Tag verteilt genug Flüssigkeit zu uns nehmen, damit die verschiedenen Aufgaben erfüllt werden können. Denn wir verlieren ca. 2,5 L Wasser am Tag über den Harn, den Atem und die Haut. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Flüssigkeitsaufnahme: die Aufnahme von Elektrolyten, wie Natrium und Kalium. Nehmen wir zu wenig Flüssigkeit zu uns, ist auch der Elektrolythaushalt gestört, was die Weiterleitung von neuronalen Signalen, die Muskelkontraktion und die Regulierung des Wasserhaushalts im Körper beeinträchtigen kann. Dies kann zu Symptomen wie Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen, Schwäche und Konzentrationsproblemen führen.

Eine Dehydratation bezeichnet eine Abnahme der Flüssigkeit im Extrazellulärraum (um die Zellen herum), aber manchmal auch in den Zellen selbst. Dieser Zustand kann sich je nach Ursache schleichend oder schnell einstellen.

Die Dehydratation kann in verschiedene Formen unterteilt werden: isotone, hypertone und hypotone Dehydratation. Jede dieser Arten unterscheidet sich durch das Verhältnis von Wasser- und Natriumverlust sowie die Auswirkungen auf die Zellen und die Flüssigkeitsverteilung. Die Kenntnis darüber ist vor allem für die Behandlung der Dehydratation von großer Bedeutung. Allerdings kann man die Arten nicht anhand ihrer Symptome unterscheiden, sondern nur durch eine Blutuntersuchung (Veränderung des Serumnatriums bzw. der Serumosmolalität).

FormMerkmalUrsachenKlinische ZeichenLabor

Isotone Dehydratation

Wasser und Natrium fehlen im gleichen Verhältnis, sodass die Flüssigkeitsmenge außerhalb der Zelle abnimmt
  • Blutungen
  • Verbrennungen
  • Durchfall

Hypovolämie mit

  • Durst
  • Tachykardie
  • Hypotonie
  • Kollapsneigung
  • Erhöhungen von Hämatokrit, Serumeiweiß, Hämoglobin und des spezifischen Uringewichts
  • Normale Serumosmolalität

Hypotone Dehydratation

Es fehlt mehr Natrium als Wasser, sodass die Zellen vermehrt Flüssigkeit aufnehmen und dadurch anschwellen (intrazelluläre Ödembildung)

Gefahr: Zellen können durch den hohen Wasserdruck im Inneren platzen

  • Erkrankungen der Nieren oder Nebennieren
  • Versuch, einen Flüssigkeitsmangel durch zu viel Wasser und zu wenig Salze auszugleichen
  • Symptome der Hypovolämie (siehe isotone Dehydratation)
  • Zerebrale Symptome, wie Benommenheit, Verwirrungszustände und Krampfanfälle (beginnendes Hirnödem)
  • Erhöhung von Hämatokrit, Serumeiweiß und Hämoglobin
  • Erniedrigung von Serumnatrium und Serumosmolalität
  • Natriumausscheidung im Urin: renaler (>20 mmol/l) und extrarenaler (<20 mmol/l) Natriumverlust

Hypertone Dehydratation

Es fehlt mehr Wasser als Natrium, sodass die Flüssigkeitsmenge innerhalb und außerhalb der Zelle verringert ist.
  • Starkes Schwitzen
  • Diabetisches Koma
  • Diabetes insipidus
  • Extremer Durst
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Oligurie
  • Evtl. Fieber
  • Symptome der Hypovolämie fehlen bzw. sind nicht stark ausgeprägt
  • Erhöhung von Hämatokrit, Serumeiweiß und Hämoglobin sowie Serumnatrium und Serumosmolalität
  • Normale Nierenfunktion: Erhöhung der Harnosmolalität
  • Diabetes insipidus: Erniedrigung der Harnosmolalität

CAVE: Aufgrund des zellulären Wasserverlustes nimmt das Volumen der Erythrozyten ab und trotz schwerer Dehydratation kann der Hämatokrit gering sein

Risikofaktoren und Ursachen von Dehydratation
 Info
Exkurs: Sportler

Sportler verlieren aufgrund der zusätzlichen Belastung mehr Flüssigkeit (ca. 0,5-3 L pro Stunde). Der Körper reguliert den sinkenden Wassergehalt mit dem antidiuretischen Hormon (ADH), das von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) ausgeschüttet wird. Dieses Hormon bewirkt, dass die Niere mehr Wasser in den Sammelrohren zurückresorbiert und dadurch weniger Urin gebildet wird. Zudem nehmen Sportler manchmal ihr Durstgefühl nicht wahr, da die körperliche Anstrengung und der Fokus auf die Leistung das Durstempfinden unterdrücken können. Um leistungsfähig zu bleiben und einer Dehydratation vorzubeugen, ist es daher entscheidend, dass sie ausreichend trinken. Ein guter Trainingszustand verbessert die Temperaturregulation, steigert jedoch auch die Schweißproduktion und damit den Flüssigkeitsverlust.

Tipps zur Prävention einer Dehydratation:

  • 15-30 Minuten vor dem Sport: Sportler sollten 0,3-0,5 L Flüssigkeit zu sich nehmen → Eine kleine Flasche Wasser oder ein isotonisches Getränk kann dabei helfen, den Flüssigkeitshaushalt frühzeitig auszugleichen.
  • Bei einer Sportdauer von über 60 Minuten: alle 15 Minuten in kleinen Schlucken Flüssigkeit zuführen (Empfehlung: ca. 0,5-1 Liter pro Stunde) → Isotonische Getränke oder leicht gesüßte Tees sind besonders geeignet, um zusätzlich Mineralstoffe zuzuführen.
  • Nach dem Sport: Regenerationsphase ist entscheidend → Flüssigkeitszufuhr sowie die Aufnahme von Mineralstoffen (z. B. Natrium und Kalium) und Kohlenhydraten, die den Energiespeicher wieder auffüllen und die Regeneration der Muskulatur unterstützen.
AltersgruppeAuswirkungen

Kinder

  • Ausscheidung: weniger und konzentrierter Urin à Windel bleibt trocken
  • Unwohlsein
  • Wirken weinerlich oder lethargisch
  • Tachypnoe (schnelle Atmung):
    • Mehr als 50 Atemzüge bei Babys
    • Mehr als 40 Atemzüge bei Kindern über einem Jahr
  • Tachykardie (erhöhte Herzfrequenz):
    • Über 160 Schläge pro Minute bei Babys
    • Über 150 Schläge pro Minute bei 1- bis 2-jährigen
    • Über 140 Schläge pro Minute im Kindergartenalter
  • Eingesunkene Fontanelle (die weiche Stelle am Kopf eines Babys)
  • Eingesunkene Augen mit seltenem Lidschlag

Erwachsene

  • Milde Symptome:
    • Kopfschmerzen
    • Konzentrationsstörungen
    • Verringerte Leistungsfähigkeit
    • Augenringe
    • Durst
    • Fahle, schlaffe, trockene Haut
    • Trockenes Mundgefühl, spröde Lippen
  • Moderate Symptome:
    • Weniger und konzentrierter Urin (Hinweis auf eingeschränkte Nierenfunktion durch Flüssigkeitsmangel)
    • Übelkeit, Appetitlosigkeit, allgemeine Kraftlosigkeit
    • Muskelkrämpfe
    • Kreislaufbeschwerden
  • Schwere Symptome:
    • Tachykardie (erhöhter Puls, Hinweis auf Kreislaufbelastung)
    • Neurologische Beschwerden: z. B. Benommenheit, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, Gangunsicherheit

Weitere Auswirkungen:

  • Andickung des Blutes: Einschränkung des Blutkreislaufs → Thrombosegefahr erhöht (durch die verringerte Flüssigkeitsmenge im Blut wird es dicker und fließt langsamer)
  • Kompensation der Niere: weniger Ausscheidung von Flüssigkeit (um den Wasserverlust auszugleichen, reduziert die Niere die Urinproduktion)
  • Obstipation (Verstopfung durch fehlende Flüssigkeit im Darm)
  • Begünstigung von Infektionen und Stürzen (z. B. durch Schwäche und Schwindel)
  • Nach wenigen Tagen: ein starker Flüssigkeitsmangel kann zu Nierenversagen und Kreislaufversagen führen (lebensgefährliche Zustände, die eine sofortige Behandlung erfordern)
 Merke
Exsikkose

Ohne Ausgleich des Flüssigkeitsmangels entsteht eine Exsikkose (Austrocknung des Körpers).

Klinische Zeichen einer Exsikkose:

  • Durstgefühl
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Verminderter Hautturgor (stehende Hautfalte, die Haut glättet sich nicht sofort beim Lösen)
  • Tachykardie (erhöhter Puls) und Hypotonie (niedriger Blutdruck, oft verbunden mit Schwindel und Schwäche)

Zur Einschätzung des Flüssigkeitshaushalts bei Patient:innen gibt es verschiedene Ansätze. Diese helfen, Flüssigkeitsmangel frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

  • Hautfaltentest: am Handrücken oder Unterarm wird die Haut zu einer Hautfalte zusammengedrückt
    • Negativ: Haut glättet sich unmittelbar wieder → es ist genug Flüssigkeit im Körper vorhanden
    • Positiv: Hautfalte bleibt mehrere Sekunden stehen → es ist nicht genug Flüssigkeit im Körper vorhanden
  • Berechnung der benötigten Trinkmenge und Vergleich mit der tatsächlichen Trinkmenge:
    • Normaler Flüssigkeitsbedarf ca. 30-45 ml/kg Körpergewicht (abhängig vom Hautzustand der Patient:innen, z. B. trockene oder geschädigte Haut kann den Bedarf erhöhen)
    • Gesamtflüssigkeitsmenge abzüglich der Flüssigkeitszufuhr über feste Nahrung (geschätzt ca. 600-1000 ml bei einer durchschnittlichen Ernährung)
    • Führen eines Trinkprotokolls bzw. eines Ein-/Ausfuhrbogens (eine Tabelle zur Dokumentation von aufgenommener und ausgeschiedener Flüssigkeit)
  • Erstellung der Pflegeanamnese:
    • Wie viel trinken Patient:innen am Tag?
    • Was trinken Patient:innen gerne?
    • Können Patient:innen den Wunsch äußern, etwas trinken zu wollen?
    • Greifen Patient:innen ohne Aufforderung nach bereitgestellten Getränken?
    • Trinken Patient:innen zügig oder konsumieren sie nur geringe Mengen in kleinen Schlucken?
RisikofaktorenPräventive Maßnahmen

Unzureichende Flüssigkeitszufuhr

Durst
  • Flüssigkeitszufuhr sicherstellen:
    • Erwachsene: mind. 1,5-2 Liter am Tag
    • 10-jähriges Kind: etwa 1 Liter am Tag
    • Kindergartenkind: etwa 800 ml am Tag
    • Hinweis: Personen mit Herz- oder Niereninsuffizienz sollten ihre Trinkmenge mit ärztlicher Rücksprache anpassen.
  • Trinkgewohnheiten schaffen:
    • Direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinken
    • Immer eine Flasche Wasser in die Tasche stecken, wenn man das Haus verlässt
    • Gläser und Flaschen in Sichtweite und an strategischen Punkten aufstellen, z. B. am Arbeitsplatz, neben dem Drucker, auf dem Couchtisch
  • Erinnerungen etablieren:
    • Bunte Klebezettel verwenden oder einen Wecker stellen
    • Kinder und Angehörige zu jeder Mahlzeit, in Spielpausen oder bei Aktivitäten draußen ans Trinken erinnern.
  • Motivation steigern:
    • Lieblingsgetränke anbieten oder Wasser mit Früchten oder Fruchtsäften mischen
    • Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt verzehren, wie frisches Obst, Gemüse und Suppen
  • Bilanzierung und Hilfsmittel nutzen:
    • Führen eines Trinkprotokolls oder eines Ein-/Ausfuhrbogens, um die Flüssigkeitsaufnahme zu überwachen
    • Eine Trinkhilfe anbieten, falls Personen Schwierigkeiten haben, selbstständig zu trinken
    • Trinkmenge für den ganzen Tag morgens bereitstellen, um die Zielmenge sichtbar zu machen

Erhöhter Flüssigkeitsverlust

  • Flüssigkeitszufuhr in kleinen Schlucken und in Ruhe (besonders hilfreich bei Übelkeit oder Kreislaufproblemen).
  • Stabilisierung des Elektrolythaushaltes:
    • Salzstangen (liefern Natrium zur Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts)
      • Zwieback (leicht verdaulich und unterstützt die Regeneration bei Magen-Darm-Problemen)
      • Gezuckerter Tee (liefert Glukose und Flüssigkeit)
      • Bananen (reich an Kalium, wichtig für die Muskelfunktion)
  • Immer Getränke griffbereit haben, um das Trinken zu erleichtern
  • Trinkprotokoll führen: Zeiten und Mengen der Flüssigkeitsaufnahme notieren, um den Überblick zu behalten
  • Wasserreiche Nahrungsmittela anbieten: z. B. Melonen oder Gurken → unterstützen die Flüssigkeitsaufnahme, ohne dass viel getrunken werden muss
  • Überprüfung und ggf. Anpassung einer Diuretika-Therapie: Entwässerungsmedikamente können den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen, daher sollte die Dosierung regelmäßig ärztlich überprüft werden

Starke Sonneneinstrahlung und Hitze

  • Flüssigkeitsbedarf steigt bei höheren Temperaturen, insbesondere bei Temperaturen über 30°C oder bei intensiver körperlicher Aktivität, mindestens auf das Doppelte an → immer etwas zu trinken dabeihaben und regelmäßig in kleinen Schlucken trinken
  • Aufenthalte in der direkten Sonne: so kurz wie möglich gehalten werden, idealerweise nicht länger als 15 bis 30 Minuten, um eine Überhitzung des Körpers zu vermeiden
  • Ausreichender Schutz vor der Sonne: essenziell, um einen Sonnenstich oder Hitzschlag zu verhindern und eine Austrocknung des Körpers vorzubeugen
    • Sonnenstich: entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf und äußert sich oft durch Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel
    • Hitzschlag: eine schwerwiegendere Überhitzung des gesamten Körpers, die zu Kreislaufkollaps, Verwirrtheit oder sogar Bewusstlosigkeit führen kann
    • Maßnahmen: Tragen von Schutzkleidung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und das Aufsuchen von Schatten

Erkrankungen

  • Trinkprotokoll führen: Überblick über die aufgenommene Flüssigkeitsmenge behalten und ggf. Anpassungen vornehmen
    • Angaben: Uhrzeit, die Art der Flüssigkeit (z. B. Wasser, Tee, Suppe) und die Menge in Millilitern enthalten
  • Flüssigkeitsbeschränkungen beachten: insbesondere bei Erkrankungen wie bei Herz- oder Nierenerkrankungen
    • Typische Beschränkungen umfassen z. B. eine maximale Flüssigkeitszufuhr von 1,5 Litern pro Tag bei Herzinsuffizienz oder eine Reduktion der Flüssigkeitsaufnahme, um die Nierenfunktion bei chronischer Nierenerkrankung nicht zu belasten
  • Grunderkrankungen behandeln: haben oft Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und erfordern eine angepasste Therapie
    • Diabetes mellitus: führt durch häufigen Harndrang zu Flüssigkeitsverlust
    • Herzinsuffizienz: es kann zu Flüssigkeitsansammlungen im Körper kommen, die eine sorgfältige Anpassung der Therapie notwendig machen

Risikogruppen

 

  • Kinder möglichst früh an das Trinken gewöhnen, da sie schneller dehydrieren als Erwachsene
  • Anbieten von Getränken zu den Mahlzeiten und zwischendurch
    • Geeignete Getränke können Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Kräutertees sein
    • Pro Mahlzeit sollten etwa 200 bis 300 ml angeboten werden, zusätzlich zu Getränken zwischen den Mahlzeiten
    • Evtl. Trinkhilfen, wie einen Strohhalm, anbieten, um die Flüssigkeitszufuhr zu erleichtern
  • Lieblingsgetränke anbieten: Motivation zum Trinken erhöhen
    • Befragung über bevorzugte Getränke oder durch Beobachtung der Getränkewahl bei vorherigen Mahlzeiten
  • Mischen von Wasser mit Saft oder ungesüßte Tees als schmackhafte Alternativen anbieten
    • Mischverhältnis von 1:3 (ein Teil Saft, drei Teile Wasser) ist häufig ideal
    • Geeignete Säfte sind beispielsweise Apfel- oder Traubensaft, während Kräutertees wie Pfefferminze oder Kamille besonders gut geeignet sind
  • Angst vor zu häufigen Toilettengängen → Sicherheit schaffen durch:
    • Blasen- oder Toilettentraining: regelmäßige Toilettengänge zu festgelegten Zeiten, um die Kontrolle über die Blasenfunktion zu verbessern und die Häufigkeit unkontrollierter Toilettengänge zu reduzieren
    • Sturzprophylaxe: Verwendung von rutschfesten Matten, Haltegriffen im Badezimmer oder gut ausgeleuchteten Wegen, um das Sturzrisiko zu minimieren
    • Begleitung bei Toilettengängen
    • Hilfsmittel anbieten: wie z. B. Inkontinenzmaterial
  • Döbele, M. & Becker, U. (2016): Dehydratationsprophylaxe. Aus: Ambulante Pflege von A bis Z. Springer, Berlin, Heidelberg. ISBN: 978-3-662-49884-2
  • AOK Gesundheitsmagazin (2023): Was eine Dehydration so gefährlich macht, https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/dehydration-symptome-erkennen-und-behandeln/
  • AOK Gesundheitsmagazin (2021): Trinken: Wie viel Wasser braucht der Mensch? https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/wie-viel-wasser-muessen-wir-am-tag-trinken/
Zuletzt aktualisiert am 26.06.2025
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