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Droperidol

13 Minuten Lesezeit
Droperidol Ampulle

Droperidol ist ein Antiemetikum aus der Gruppe der Dopamin-D2-Rezeptorantagonisten, das zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. 

Der Wirkstoff blockiert D2-Dopaminrezeptoren im Brechzentrum der Area postrema, wodurch die Auslösung des Brechreizes gehemmt wird und eine antiemetische Wirkung entsteht. 

Der Wirkeintritt erfolgt nach i.v.-Gabe innerhalb von etwa 2–3 Minuten, die Wirkdauer beträgt etwa 2–4 Stunden. Klinisch besonders relevant ist das Risiko einer QT-Zeit-Verlängerung, weshalb bei Elektrolytstörungen, Bradykardie oder gleichzeitiger Gabe anderer QT-verlängernder Medikamente eine strenge Indikationsstellung und EKG-Monitoring empfohlen werden. 

Lernkarte Droperidol
  • Wirkstoffklasse: Antiemetika, D2-Rezeptor-Antagonisten
  • Handelsnamen: z.B. Droleptan®, Droperidol-hameln®, Droperidol Panpharma®, Xomolix®
Droperidol
Etikett: Droperidol
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Überempfindlichkeit
  • Long-QT-Syndrom
  • Bradykardie (<55 Schläge/min)
  • Morbus Parkinson
  • Phäochromozytom
  • Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
  • Erwachsene: 0,625–1,25 mg i.v
  • Kinder: 10–50 μg/kgKG i.v. (maximal 1,25 mg)
  • Aufgrund einer möglichen QT-Verlängerung besteht eine strenge Indikationsstellung bei Elektrolytstörungen und der Gabe anderer Medikamente, die die QT-Zeit verlängern können EKG-Monitoring
  • Die gleichzeitige Anwendung von anderen Dopaminantagonisten (z.B. Antipsychotika, Domperidon, Metoclopramid) kann zu extrapyramidal-motorischen Störungen (z.B. Zungenkrämpfen, unwillkürlichen Gesichtsbewegungen, Tremor) führen 
  • Wirkeintritt: 2–3 min
  • Wirkdauer: 2–4 Std
  • Metabolisierung: überwiegend hepatisch über CYP-Enzyme (v. a. CYP3A4 und CYP1A2) zu überwiegend inaktiven Metaboliten
  • Ausscheidung: überwiegend renal über den Urin
  • Droperidol ist ein Antagonist am D2-Dopaminrezeptor
  • Diese Rezeptoren befinden sich insbesondere im Brechzentrum (Area postrema)
  • Durch die Hemmung kann die Auslösung des Brechreizes verhindert werden → Antiemetische Wirkung
  • Wirkung verstärkt bei gleichzeitiger Gabe von (synergistische Effekte):
    • QT-verlängernde Medikamente (z. B. Amiodaron, Haloperidol)Erhöhtes Risiko für QT-Verlängerung und ventrikuläre Arrhythmien
    • Weitere Dopaminantagonisten (z. B. Metoclopramid, Domperidon)Erhöhtes Risiko extrapyramidal-motorischer Störungen
    • Zentral dämpfende Substanzen (z. B. Benzodiazepine, Opioide)Verstärkte Sedierung und Hypotonie
    • CYP1A2- und CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Erythromycin, Ketoconazol)Erhöhte Droperidol-Plasmaspiegel und verlängerte Wirkung
  • Wirkung abgeschwächt bei gleichzeitiger Gabe von:
    • CYP-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin)Beschleunigter Metabolismus und verminderte antiemetische Wirkung
  • Schwindel
  • Hypotonie
  • Verwirrtheit
  • Verlängerte QT-Zeit
  • Tachykardie
  • Temperatur: Nicht über 25 °C lagern
  • Lichtschutz: Ampullen vor Licht schützen, im Umkarton aufbewahren
  • Antiemetika
  • Carinopharm GmbH: Fachinformation Droperidol Carinopharm 2,5 mg/ml Injektionslösung, Stand: September 2021
  • Aktories K, Förstermann U, Hofmann FB, Flockerzi V (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 13. Auflage, 2022. ISBN: 978-3-437-42622-3
  • Wanka V, Weiß S: Medikamente im Rettungsdienst. Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2019. ISBN: 978-3-13-242824-9
Zuletzt aktualisiert am 13.03.2026
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