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Eierstock (Ovarium)

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Die Ovarien (Eierstöcke) sind wichtige Organe des weiblichen Fortpflanzungssystems. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Fortpflanzung und Hormonproduktion.

Eierstock (Ovarium)
  1. Produktion von Eizellen (Oogenese)
    1. Ort der Eizellbildung: In den Ovarien werden die Eizellen gebildet und herangereift
    2. Follikelreifung: Die Eizellen reifen in Follikeln, kleinen Flüssigkeitsbläschen, die in den Ovarien vorhanden sind
    3. Ovulation: In der Mitte des Menstruationszyklus platzt ein Follikel, und eine reife Eizelle wird in den Eileiter freigesetzt
  2. Hormonproduktion
    1. Östrogen und Progesteron: Diese Hormone werden von den Ovarien produziert und sind essenziell für den Menstruationszyklus sowie für die Vorbereitung der Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft
    2. Regulation des Menstruationszyklus: Die Hormone regulieren den Zyklus, indem sie den Aufbau und die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut steuern
  • Form: Die Ovarien (Eierstöcke) sind bei geschlechtsreifen Frauen pflaumenförmige, plattovale Organe. Sie haben folgende Dimensionen:
  • Länge: 3–4 cm, Breite: 1–2 cm, Dicke: ca. 1 cm
  • Aufbau:
    • Extremitas tubaria: Der obere (apikale) Pol des Ovars, der sich in Richtung Eileiter (Tuba uterina) orientiert
    • Extremitas uterina: Der untere (kaudale) Pol, der in Richtung Uterus (Gebärmutter) gedreht ist
    • Margo liber ovarii: Die freie Seite des Ovars, die dem Eileiter gegenüberliegt.
    • Hilum ovarii: An dieser Stelle treten Blutgefäße und Nerven in das Ovar ein bzw. aus, und hier setzt das Mesovarium an
  • Lagebeziehungen der Ovarien
    • Die Ovarien liegen beidseitig der Gebärmutter, in der Nähe der seitlichen Beckenwand, im Bereich der Fossa ovarica
    • Sie befinden sich hinter dem Uterus (retropelvine Lage) und oberhalb des Beckeneingangs
    • In der Nähe der Ovarien befinden sich wichtige Strukturen wie die Eileiter (Tubae uterinae) und der Harnleiter
  • Peritonealverhältnisse
    • Die Ovarien sind intraperitoneal gelegen
    • Mesovarium: Ein Peritonealdoppelfalte, die das Ovar mit dem Ligamentum latum uteri verbindet. Es stellt die Aufhängung der Ovarien dar und enthält die Blutgefäße und Nerven, die das Ovar versorgen
  • Befestigungsbänder der Ovarien
    • Die Ovarien sind durch mehrere Bänder fixiert, die ihre Position im Becken stabilisieren:
    • Ligamentum ovarii proprium: Verbindet das Ovar mit dem Uterus. Es zieht vom unteren Pol des Ovars zum Uterus, wo es unterhalb des Eileitereingangs ansetzt
    • Ligamentum suspensorium ovarii: Ein Peritonealfalte, die das Ovar an der Beckenwand befestigt. Es enthält die Ovarialgefäße (Arteria und Vena ovarica)

Bänder des Ovars:

Bänder des Ovars

ArterienVenenInnervationLymphgefäße
  • A. ovarica (aus Aorta abdominalis)
  • R. ovaricus der 
    A. uterina (Aus der A. iliaca interna)
  • Vv. ovaricae 
    (V. ovarica dextra → direkt in V. cava inferior;
    V. ovarica sinistra → über V. renalis sinistra in V. cava inferior)
  • Vegetative Nerven aus Plexus mesentericus superior, Plexus renalis und Plexus hypogastricus superior & inferior
  • Nll. lumbales

Die Arteria ovarica entspringt kurz unterhalb der Nierenarterie, kreuzt den Harnleiter auf Höhe des Nabels und verläuft anschließend im Ligamentum suspensorium ovarii zum Ovar. Der R. ovaricus der A. uterina verläuft im Lig. ovarii proprium.

Gefäßversorgung der weiblichen Geschlechtsorgane (Ansicht von ventral):

Gefäßversorgung der weiblichen Geschlechtsorgane (Ansicht von ventral):

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Zuletzt aktualisiert am 19.01.2026
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