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EKG-Fallbeispiel 16

3 Minuten Lesezeit

In eurer Hausarztpraxis stellt sich ein Patient vor, der über zunehmende Luftnot berichtet. Ihr schreibt folgendes EKG:

EKG-Fallbeispiel: Vorhofflimmern – Tachyarrhythmia absoluta

Vorhofflimmern – Tachyarrhythmia absoluta

EKG-Fallbeispiel: Vorhofflimmern – Tachyarrhythmia absoluta

Auswertung

Frequenz: Mit 130 Schlägen pro Minute liegt eine Tachykardie vor.

Rhythmus: Das EKG ist arrhythmisch. Es besteht somit eine Tachyarrhythmia absoluta.

Lagetyp: Es liegt ein Steiltyp vor.

P-Welle & PQ-Intervall: Es sind keine eindeutigen P-Wellen erkennbar. Stattdessen lassen sich Flimmerwellen erkennen. Bei zusätzlich arrhythmischem EKG ergibt sich somit der Verdacht auf ein Vorhofflimmern.

QRS-Komplex: Der QRS-Komplex ist mit 98 ms normwertig. Es liegt ein R/S-Umschlag in V3/V4 vor.

Erregungsrückbildung: Es liegt eine T-Negativierung in den Ableitungen II, V5 und V6 vor.

Bewertung: In diesem Fall liegt eine Tachyarrhythmia absoluta bei einem Vorhofflimmern vor. Die T-Negativierungen können Ausdruck der schnellen Überleitung sein. Der Patient erhielt unmittelbar ß-Blocker. Diese wirken antiarrhythmisch und senken die Herzfrequenz. Nach der ß-Blockergabe kam es zu einem Abfall der Herzfrequenz auf 90 Schläge pro Minute. Das Vorhofflimmern blieb jedoch bestehen, sodass der Patient zur Elektrokardioversion ins Krankenhaus eingewiesen wurde.

  • Für viele weitere praktische EKG-Fallbeispiele zum Üben siehe Ordner EKG-Fallbeispiele oder EKG-Fallbeispiele-Kurs.
  • EKG-Grundlagen
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Zuletzt aktualisiert am 26.01.2026
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