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EKG-Fallbeispiel 24

3 Minuten Lesezeit

Während der OP-Ausleitung fällt dem Anästhesisten eine Tachykardie im EKG auf:

EKG-Fallbeispiel: Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern

Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern

Auswertung

Frequenz: Zur Bestimmung der Frequenz sollten wir uns im Optimalfall einen 30-sekundigen EKG-Abschnitt anschauen und die Anzahl der QRS-Komplexe zählen. In diesem Beispiel haben wir in 2 Sekunden 6 QRS-Komplexe. Auf 60 Sekunden hochgerechnet wäre dies eine Herzfrequenz von 180 pro Minute. 
Rhythmik: Es liegt eine deutliche Arrhythmie vor.

Lagetyp: Es liegt ein Linkslagetyp vor.

P-Wellen: Es stellen sich keine gleichmäßig konfigurierten P-Wellen dar und es folgt nicht auf jede P-Welle ein QRS-Komplex. Es liegt somit kein Sinusrhythmus vor. Hier haben wir also den Befund eines Vorhofflimmerns. Dennoch sollten wir die Auswertung nicht vorzeitig beenden.

QRS-Komplex: Der QRS-Komplex ist nicht über 100 ms verbreitert. Es findet sich ein etwas verspäteter R/S Umschlag in V5/V6.

ST-Strecke & T-Welle: Die ST-Strecke und die T-Welle sind durch die Flimmerwellen teilweise überlagert. Jedoch lassen sich keine signifikanten 
ST-Streckenveränderungen oder T-Negativierungen erkennen.

Bewertung: Wir haben hier ein Beispiel für eine Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern vorliegen. Postoperativ besteht ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern.

  • Für viele weitere praktische EKG-Fallbeispiele zum Üben siehe Ordner EKG-Fallbeispiele oder EKG-Fallbeispiele-Kurs.
  • EKG-Grundlagen
  • Herzrhythmusstörungen: Übersicht
  • Vorhofflimmern im EKG
  • Vorhofflimmern
  • Fallbeispiel gerinnungshemmende Therapie bei Vorhofflimmern
Zuletzt aktualisiert am 26.09.2024
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