Die elektrische Kardioversion ist ein medizinisches Verfahren zur Behandlung von tachykarden Herzrhythmusstörungen mittels synchronisierter Stromimpulse. Sie wird hauptsächlich bei Vorhofflimmern, Vorhofflattern und bestimmten ventrikulären Tachykardien eingesetzt. Ziel ist die Wiederherstellung eines normalen Sinusrhythmus durch kurzzeitige elektrische Depolarisation des Myokards.
TippBei instabilen tachykarden Herzrhythmusstörungen (z. B. mit Schockzeichen, Hypotonie (RR<90 mmHg), Zeichen einer Herzinsuffizienz, Synkopen oder Angina pectoris) ist eine sofortige elektrische Kardioversion indiziert. Merkspruch: Je instabiler, desto Strom!

- Soar et al.: Erweiterte lebensrettende Maßnahmen für Erwachsene – Leitlinien des European Resuscitation Council 2021 aus: Notfall + Rettungsmedizin. Band: 24, Nummer: 4, 2021, doi: 10.1007/s10049-021-00893-x p.406-446.
- Klein HH, Trappe HJ: Cardioversion in non-valvular atrial fibrillation. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 856–62.DOI: 10.3238/arztebl.2015.0856
- Lewalter, Thorsten & Jilek, Clemens. (2017). Elektrische Kardioversion – Schritt für Schritt. Kardiologie up2date. 13. 122-125. DOI: 10.1055/s-0043-111858.


