Du übernimmst die 82-jährige und 56 Kg schwere Frau Holthausen auf deine kardiologische Station von der Notaufnahme. Die initiale Vorstellung der Patientin sei aufgrund einer erstmaligen Episode eines Vorhofflimmerns erfolgt. In der Notaufnahme erfolgte initial eine Antikoagulation mit niedermolekularem Heparin (Enoxaparin), ein Ausschluss von Vorhofthromben mittels einer transösophagealen Echokardiographie und eine elektrische Kardioversion mit einer erfolgreichen Konversion in einen normofrequenten Sinusrhythmus. Eine Echokardiographie sei laut der Übergabe schon angemeldet und für morgen geplant.
Frau Holthausen stellt sich bei dir auf Station kardiopulmonal stabil in einem normofrequenten Sinusrhythmus dar. Die Vitalparameter und die Laborwerte (Kreatinin-Wert 0,9 mg/dl) stellen sich normwertig dar.
Sie leidet an einer gut eingestellten arteriellen Hypertonie und an einer gering ausgeprägten KHK. In der Vergangenheit nahm sie ASS 100 mg einmal täglich aufgrund der KHK ein. Eine klinisch relevante Blutung sei bei ihr noch nie aufgetreten.
InfoFrage 1
Angesichts der bald möglichen Entlassung fragt dich die Patientin, ob in Zukunft die ASS-Einnahme genügen würde. Welche gerinnungshemmende Therapie sollte nun erfolgen? Leitest du direkt nach der Übernahme die orale Antikoagulation ein?

