Übersicht
- Glycerophospholipide bestehen aus:
- C1- und C2-Atom des Glycerins: verestert mit Fettsäuren
- C3-Atom: verestert mit einer Phosphatgruppe
- Die Grundstruktur heißt Phosphatidat (Diacylglycerin-3-phosphat
) → ein Phosphorsäuremonoester - Wird die Phosphatgruppe mit einem Alkohol verestert → entstehen Phosphatide
- Phosphatgruppe ist bei pH 7 negativ geladen
- Die polare Kopfgruppe beeinflusst die Ladung und damit die Membraneigenschaften
- Polare Kopfgruppe: Phosphat
+ organische Verbindung - Unpolarer Bereich: Glycerin und Fettsäuren
- Polare Kopfgruppe: Phosphat
Einteilung der Glycerophospholipide
- Phosphatidylcholin (Lecithin):
- Organische Verbindung: Cholin
- Besteht aus Glycerin, 2 Fettsäuren, Phosphat
und Cholin - Amphiphiles Molekül:
- Polare Gruppe: Phosphat
und Cholin - Unpolare Gruppe: Fettsäuren (eine gesättigt, die andere ungesättigt)
- Polare Gruppe: Phosphat
- Cholin enthält ein positiv geladenes Stickstoffatom
- Nettoladung bei physiologischem pH: 0 (Dipol)
- Bestandteil von Zellmembranen
- Phosphatidylserin und Phosphatidylethanolamin:
- Organische Verbindung:
- Phosphatidylserin: Aminosäure Serin
- Phosphatidylethanolamin: biogenes Amin Ethanolamin (aus Serin gebildet)
- Ladung bei physiologischem pH:
- Phosphatidylserin: 2 negative Ladungen und 1 positive → polare Kopfgruppe einfach negativ geladen
- Phosphatidylserin dient als Signalmolekül für die Phagozytose
apoptotischer Zellen - Beide Glycerophospholipide wurden früher als Kephaline bezeichnet
- Organische Verbindung:
- Phosphatidylinositol:
- Organische Verbindung: zyklischer Alkohol Inosit
- Fettsäurezusammensetzung:
- C1: Stearat
- C2: Arachidonat
- Inositol kann phosphoryliert werden → Bildung von Phosphatidylinositolphosphaten:
- PIP2: Vorrat in der Zellmembran
→ liefert DAG (Diacylglycerin) und IP3 (Inositoltrisphosphat) als Second Messenger - PIP3: wichtig für insulinvermittelte Signaltransduktion
- PIP2: Vorrat in der Zellmembran
- Cardiolipin (Diphosphatidylglycerin):
- Organische Verbindung: Phosphatidylglycerin
- Aufbau: Glycerin verbindet 2 Glycerophosphatide
- Vorkommen: Innere Mitochondrienmembran
- Funktionen:
- Protonenfalle: Aufrechterhaltung des Protonengradienten
- Stabilisierung von Transportproteinen
und Atmungskettenkomplexen - Beeinflusst Stabilität und Aktivität der Membranproteine
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Abbau von Glycerophospholipiden
- Erfolgt durch Phospholipasen (gehören zu den Hydrolasen)
- Phospholipasen spalten die Moleküle unter Wasseranlagerung:
- Phospholipase A1: spaltet die Fettsäure am C1 des Glycerins
- Phospholipase A2: spaltet die Fettsäure am C2 des Glycerins
- Phospholipase C: spaltet die Esterbindung zwischen C3 und Phosphatrest
- Phospholipase D: spaltet die zweite Esterbindung zwischen dem Phosphatrest und z. B. Cholin
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