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Hypoglykämie

3 Minuten Lesezeit

Hypoglykämien treten klinisch häufig im Rahmen einer zu hohen Dosierung von Insulin oder oralen Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe & Glinide) auf. Weitere Ursachen sind exzessiver Alkoholkonsum, insulinproduzierende Tumore (Insulinom), Nebennierenrindeninsuffizienz, schwere Erkrankungen, aber auch Autoimmunerkrankungen mit Insulin-Antikörpern.

Eine Hypoglykämie wird anhand der sogenannten Whipple-Trias diagnostiziert:

  • Blutzucker <50 mg/dl
  • Hypoglykämische Symptomatik (Tachykardie, Palpitationen, Müdigkeit bis zum Koma etc.)
  • Minderung der Symptomatik bei Anheben des Glucosespiegels
Hypoglykämie: Whipple-Trias
  • Bei erhaltenem Bewusstsein: orale Glucosegabe (z.B. Traubenzucker 20-100 g oder süße Getränke)
  • Bei Bewusstlosigkeit & sicherem Venenzugang: z.B. Glucose 40% 20-60 mL als Zugabe zu einer Infusionslösung – insgesamt 8-24 Gramm
    • Blutzuckerziel: 200 mg/dl
  • Bei Bewusstlosigkeit & keinem sicheren Venenzugang: Glucagon i.m. oder s.c. - z.B. Glucagon 1 mg s.c.
  • Kausale Therapie: z.B. Anpassung der antidiabetischen Medikation (orale Antidiabetika oder Insulin), Ernährungsberatung, operative Versorgung eines Insulinoms etc.
 Tipp

Nach einer Hypoglykämie oder einem hyperglykämischen Koma sollten Patient:innen diabetologisch angebunden und geschult werden.

Algorithmus: Hypoglykämie

Lernkarte Hypoglykämie
 
Zuletzt aktualisiert am 08.08.2026
Akute Nierenschädigung
Hyperglykämisches/ diabetisches Koma
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