Übersicht
- Kurze und platte
Knochen: Wachstum durch appositionelles Wachstum (Anlagerung neuer Knochenschichten von außen) - Lange Röhrenknochen:
- Dickenwachstum: durch appositionelles Wachstum der Knochenmanschette
- Längenwachstum: an der Epiphysenfuge zwischen Diaphyse und Epiphyse
Prinzip des Längenwachstums
- Epiphysär (oben): Chondrozyten proliferieren und bilden neue Knorpelmatrix (Proliferationsfront)
- Mitte: Chondrozyten hypertrophieren und leiten die Verkalkung der Matrix ein
- Diaphysär (unten): Knorpelmatrix verkalkt, Chondrozyten sterben ab; Gefäße, Osteoklasten und Osteoblasten wandern ein → Knochenbildung auf Knorpelresten (Ossifikationsfront)
- Ergebnis: Die Proliferationsfront schreitet voran, während die Ossifikationsfront im gleichen Tempo nachfolgt → der Knochen verlängert sich
- Epiphysenfugenschluss: Mit dem Ende der Chondrozytenproliferation holt die Ossifikationsfront die Proliferationsfront ein → die Epiphysenfuge verknöchert und es bleibt die Epiphysenlinie
1. Reservezone (Ruhezone)
- Entspricht hyalinem Knorpel der Epiphyse
- Kleine, gleichmäßig verteilte Chondrozyten (ruhender Knorpel)
- Funktion: Depot und Nachschub für die nachfolgenden Zonen
2. Proliferationszone (Zone des Säulenknorpels)
- Mitotisch aktive Chondrozyten, die sich isogen teilen (Bildung isogener Gruppen)
- Ordnen sich in säulenartigen Strängen längs zur Wachstumsachse
3. Hypertrophiezone (Zone des Blasenknorpels)
- Chondrozyten vergrößern sich deutlich (Hypertrophie)
- Produzieren Kollagen Typ X und Faktoren, die die Mineralisation der Matrix einleiten
4. Eröffnungszone
- Chondrozyten setzen VEGF und Matrix-Metalloproteinasen frei → Einsprossen von Blutgefäßen und Makrophagen
- Hypertrophe Chondrozyten sterben durch Apoptose
- Osteoklasten/Chondroklasten bauen die Transversalsepten ab
- Teile der Longitudinalsepten bleiben als Gerüst erhalten
5. Ossifikationszone (Verknöcherungszone)
- Gefäße und Osteoprogenitorzellen wandern ein
- Osteoblasten lagern Osteoid auf die verkalkten Longitudinalsepten auf → Bildung der primären Spongiosa
- Durch Umbauprozesse entsteht sekundäre Spongiosa

OpenStax College, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons

Jeppe Achton Nielsen, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
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