Bei der kongenitalen Hypothyreose handelt es sich um eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion, die zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen führt. Sie stellt weltweit eine der häufigsten vermeidbaren Ursachen für mentale Retardierung dar.
Die primäre kongenitale Hypothyreose ist in den meisten Fällen auf eine Dysgenesie der Schilddrüse oder auf einen Mangel an Jod während der Schwangerschaft zurückzuführen.
Als Folge einer unbehandelten kongenitalen Hypothyreose kann es zu schweren Gedeih- und Entwicklungsstörungen kommen. Aus diesem Grund ist die Kontrolle des TSH-Wertes in Deutschland Bestandteil des Neugeborenenscreenings.
Therapeutisch steht eine möglichst rasche Hormonsubstitution mit L-Thyroxin im Vordergrund. Außerdem sollten regelmäßige Verlaufskontrollen der Laborparameter sowie Untersuchungen der kognitiven Entwicklung und des Hörvermögens durchgeführt werden.
- S2k-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle der Primären angeborenen Hypothyreose, Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie
- Herrmann F, Karger S: Endokrinologie für die Praxis. Georg Thieme Verlag, 2015. ISBN: 978-3-131-95107-6
- Grüters A, Krude H: Detection and treatment of congenital hypothyroidism. Nature Reviews Endocrinology. 8:104–113 (2012). doi: 10.1038/nrendo.2011.160
- Suter P: Checkliste Ernährung. Georg Thieme Verlag, 2008. ISBN: 9783131526731


