Laktoseintoleranz entsteht durch einen Mangel des Enzyms Laktase, das für die Spaltung von Laktose in Galaktose und Glukose verantwortlich ist. Ohne ausreichende Laktase wird Laktose von Darmbakterien in kurzkettige Fettsäuren, Wasserstoff und Kohlendioxid umgewandelt, was zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führt. Ursachen der Laktoseintoleranz können primär (angeborener Laktasemangel, physiologische Verringerung im Alter) oder sekundär (Schleimhautschädigungen durch Zöliakie, Morbus Crohn, Gastroenteritiden) sein. Die Diagnose erfolgt hauptsächlich durch Anamnese, körperliche Untersuchung und den H2-Laktose-Atemtest. Die Therapie besteht im Verzicht auf Milchprodukte und gegebenenfalls in der oralen Laktase-Substitution vor dem Konsum laktosehaltiger Lebensmittel.
- S2k-Leitlinie Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien, Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V. (DGAKI)
- S2k-Leitlinie Zöliakie, Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
- S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn, Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV), Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e.V. (GPGE), Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie e.V. (DRG)

