
Die Lumbalpunktion, auch Spinalpunktion genannt, ist ein medizinisches Verfahren, bei dem eine Nadel in den unteren Rückenbereich zwischen den Lendenwirbeln L3, L4 oder L4, L5 eingeführt wird, um cerebrospinale Flüssigkeit (Liquor) aus dem Subarachnoidalraum des Rückenmarks zu entnehmen oder Medikamente zu verabreichen. Sie dient der Diagnose von Erkrankungen wie Meningitis, Enzephalitis, Multiple Sklerose und Subarachnoidalblutungen sowie der Verabreichung von Medikamenten und der Messung des Liquordrucks. Risiken umfassen Kopfschmerzen, Infektionen, Blutungen und selten Nervenschäden.
- S1-Leitlinie Lumbalpunktion und Liquordiagnostik, Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN), Stand 2019, Abrufdatum 03.02.2025
- S1-Leitlinie Diagnostik und Therapie des postpunktionellen und spontanen Liquorunterdruck-Syndroms, Stand: 2023. Abrufdatum 03.02.2025
- Weinrich, J., von Heymann, C., Henkelmann, A. et al. Postpunktioneller Kopfschmerz nach rückenmarknahen Anästhesieverfahren: Inzidenz und Risikofaktoren. Anaesthesist 69, 878–885 (2020). https://doi.org/10.1007/s00101-020-00846-y




