Ein Lungenödem bezeichnet die Ansammlung von Flüssigkeit im Lungengewebe, welche den Gasaustausch beeinträchtigt. Es entsteht durch Austritt von Flüssigkeit aus den Kapillaren in das Lungenparenchym und die Alveolen, verursacht durch erhöhten hydrostatischen Druck (z. B. bei Herzinsuffizienz) oder erhöhte Kapillarpermeabilität (z. B. bei Entzündungen). Man unterscheidet zwischen kardialen und nicht-kardialen Lungenödemen, wobei kardiale Ursachen, insbesondere die akute Herzinsuffizienz, am häufigsten sind. Klinisch zeigt sich das Lungenödem durch Dyspnoe, Orthopnoe, feuchte Rasselgeräusche und schaumigen, teilweise blutigen Auswurf. Eine besondere Form ist das toxische Lungenödem, das durch chemische Reizstoffe oder Rauchgasvergiftungen verursacht wird. Die wichtigsten rettungsdienstlichen Maßnahmen umfassen Sauerstoffgabe, Gabe von Nitraten und Diuretika und ggf. Beatmung (z. B. CPAP). Die weitere Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.
Fallbeispiel
Um den Einstieg in das Thema Lungenödem etwas zu erleichtern, wird im Folgenden ein Fall beschrieben, wie er sich präklinisch ereignen könnte.
Das Szenario
Einsatzmeldung:
Stichwort: “Akute Atemnot”
Ort: Wohnzimmer eines Einfamilienhauses
Alarmzeit: 14:30 Uhr
Anrufer:in: Ehemann
Anzahl der Betroffenen: 1 Person
Zusatzinfo:
65-jährige, weibliche Patientin
Akute Atemnot mit Unruhe
Bekannte Herzinsuffizienz und Bluthochdruck
Lageeinweisung vor Ort:
Beim Eintreffen des Rettungsdienstes sitzt die Patientin auf einem Stuhl im Wohnzimmer. Die Wohnungstür wurde vom Ehepartner geöffnet.
Die Lage ist wie folgt:
Die Patientin ist wach und klagt über starke Atemnot
Sie ist blass und eine Lippenzyanose ist erkennbar
Es ist ein auffälliges, „brodelndes“ Atemgeräusch aus der Distanz hörbar
Die Patientin gibt an, sich bereits am Morgen unwohl gefühlt zu haben. Deswegen hat sie ihre Medikamente bislang noch nicht eingenommen
Die Atemnot hat vor ca. 30 Minuten plötzlich begonnen
Dieses Bild wurde mit der KI-Software DALL·E (OpenAI) erstellt. Es wurde automatisch generiert und dient ausschließlich illustrativen Zwecken.
Um sich einen ersten umfassenden Eindruck von einer Patientin oder einem Patienten in einer Notfallsituation zu verschaffen, bietet sich das xABCDE-Schema an. Um die Arbeit mit dem Schema zu veranschaulichen, ist hier ein xABCDE-Schema abgebildet, wie es im Falle einer Ersteinschätzung bei einer Patientin oder einem Patienten mit akutem Lungenödem aussehen könnte.
Es handelt sich dabei um die Befunde, die innerhalb der ersten paar Minuten erhoben werden können. Erweiterte Diagnostik und Abfragen sind natürlich von Bedeutung, jedoch würde zum Beispiel die Messung des Blutzuckers in diesem Fall hintangestellt und taucht zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf.
x
Keine kritischen Blutungen
A
Atemwegefrei
Schleimhäute blass
Patientin spricht selbständig, allerdings nur in kurzen Sätzen
Kein A-Problem
B
Inspektorisch:
Thoraxexkursionen beidseits unauffällig
Zyanose sichtbar
Tachypnoe: 25/Minute
Auskultatorisch:
Beidseits grobblasige, feuchte Rasselgeräusche
Palpatorisch:
Thorax insgesamt stabil
SpO2: 85 %
Akutes B-Problem
C
Hautkolorit blass
Rekap-Zeit: 2 Sekunden
Große Blutungsräume ohne Zeichen auf akute Blutungen
Ereignis: Unwohlsein am Morgen, seit 30 Minuten akute Atemnot
Risikofaktoren:Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, heute keine Einnahme der Dauermedikation
Kein E-Problem
Achtung
Das hier gezeigte Assessment vermittelt nur einen exemplarischen ersten Eindruck von einer Patientin oder einem Patienten. Im Verlauf der Behandlung müssen weitere Maßnahmen ergriffen und Informationen gesammelt werden. Das Schema erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich einen praktischen Einstieg in das Thema ermöglichen.
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Definition
Definition
Kardiales Lungenödem
Ein kardiales Lungenödem ist eine Flüssigkeitsansammlung im Interstitium und später in den Alveolen infolge eines erhöhten hydrostatischen Drucks im Lungenkreislauf, meist verursacht durch eine Linksherzinsuffizienz.
Definition
Nicht-kardiales Lungenödem
Beim nicht-kardialen Lungenödem steht eine erhöhtePermeabilitätderalveolo-kapillären MembranimVordergrund. Ein erhöhter hydrostatischer Druck ist nicht die primäre Ursache, kann jedoch begleitend auftreten. Ein typisches Beispiel ist hier das toxische Lungenödem.
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Ursachen
Viele Erkrankungen führen zum Flüssigkeitsaustritt aus den Lungenkapillaren.
Die Ursachen können orientierend in kardiale und nicht-kardiale eingeteilt werden
Kardiale Ursachen sind häufiger als nicht-kardiale Ursachen
Die häufigste Ursache ist die akute Herzinsuffizienz
Kardiales Lungenödem
Nicht-kardiales Lungenödem
Häufige Ursachen
Akute Herzinsuffizienz
Myokardinfarkt
Myokarditis
Hypertensive Krise
Herzklappenfehler
Herzrhythmusstörungen
Chronische Nierenerkrankung
Akute Nierenschädigung
Postexpansionsödem nach Pleurapunktion
Höhenkrankheit: Hypoxisches Lungenödem
Allergische Reaktionen
Toxische Reaktionen (Reizgase), medikamentös
Lungenembolie
Zerebrales Lungenödem (z. B. nach Schädel-Hirn-Trauma)
Infektiöse Ursachen: Pneumonie
Pathophysiologie
Erhöhter hydrostatischer Druck in den Lungenkapillaren durch pulmonalvenöse Stauung
Je nach Ursache unterschiedliche Pathophysiologie:
Erhöhter hydrostatischer Druck durch Flüssigkeitsüberladung infolge unzureichender Ausscheidung durch die Nieren
Reduzierter onkotischer Druck in den Lungenkapillaren, z. B. Albuminmangel, reduzierte Proteinsynthese
Erhöhte Permeabilität der Kapillarwände
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Pathophysiologie
Merke
Reminder: Physiologische Grundlagen
Die Lunge dient dem Gasaustausch: Sauerstoffaufnahme und CO₂-Abgabe erfolgen in den Alveolen
Für einen effektiven GasaustauschmüssendieAlveolen luftgefüllt sein, ein intakter Surfactant vorliegen und die Diffusionsstrecke möglichst kurz und ungestört sein
Der Gasaustausch hängt vom Zusammenspiel aus Ventilation (Belüftung) und Perfusion (Durchblutung) ab
Der Lungenkreislauf ist ein Niederdrucksystem, das empfindlich auf Druckveränderungen reagiert
Steigt der hydrostatische Druck im Lungenkreislauf, kann Flüssigkeit in das Interstitium und die Alveolen übertreten
Der Frank-Starling-Mechanismus beschreibt, dass eine stärkere Füllung des Herzens zu einer kräftigeren Kontraktion führt → bei Überlastung kommt es jedoch zu einer Verschlechterung der linksventrikulären Pumpfunktion und Rückstau in die Lunge
Onkotischer Druck: Der onkotische Druck, auch kolloidosmotischer Druck genannt, ist der durch im Plasma gelöste Proteine (vorwiegend Albumin) erzeugte Druck
Hydrostatischer Druck: In der Medizin bezeichnet der hydrostatische Druck in der Regel den Druck, den die stehende Blutsäule innerhalb eines Gefäßes auf dessen Wand ausübt.
Erhöhter hydrostatischer Druck:
Kardiale Erkrankungen: Erhöhung des hydrostatischen Drucks in den Lungenkapillaren durch den pulmonalvenösen Rückstau von Blut aus dem linken Herz
Nierenschädigung: Bei einer Nierenschädigung kommt es durch Oligurie oder Anurie zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung in den Blutgefäßen
Info
Beispiel hypertensives Lungenödem:
Unkontrollierte arterielle Hypertonie → erhöhte Nachlast des linken Ventrikels → verminderte Auswurfleistung → Anstieg des enddiastolischen Volumens → Zunahme der Vorlast → erhöhter hydrostatischer Druck in den Lungenkapillaren
Verminderter onkotischer Druck:
Gesteigerter renaler Proteinverlust (z.B. beim nephrotischen Syndrom)
Reduzierte Eiweißproduktion in der Leber (z.B. bei Leberzirrhose)
Malnutrition
Erhöhte Kapillarpermeabilität:
Entzündungen (z.B. Pneumonie), Toxine und Allergene können die Kapillarpermeabilität erhöhen
Kardiales Lungenödem
Linksventrikuläre Pumpinsuffizienz:
Durch eine akute oder chronische Funktionsstörung des linken Ventrikels (z.B. Myokardinfarkt, hypertensive Krise) ist die systolische Auswurfleistung vermindert
Die Nachlast ist häufig erhöht (z.B. bei Hypertonie), was die Auswurfleistung zusätzlich reduziert
Das Schlagvolumen sinkt, das Herzzeitvolumen nimmt ab
Erhöhte Vorlast und Rückstau:
Durch die verminderte Auswurfleistung verbleibt mehr Blut im linken Ventrikel
Die enddiastolische Füllung steigt → die Vorlast nimmt zu
Der Druck wird rückwirkend auf den linken Vorhof und weiter auf die pulmonalen Venen und Kapillaren übertragen
Erhöhter pulmonalkapillärer Druck:
Der erhöhte Druck im Lungenkreislauf führt zu einem Anstieg des hydrostatischen Drucks in den Lungenkapillaren
Der hydrostatische Druck übersteigt den kolloidosmotischen (onkotischen) Druck des Plasmas
Interstitielles Lungenödem:
Flüssigkeit tritt als Transsudat aus den Kapillaren in das Interstitium über
Es kommt zu einer VerlängerungderalveolokapillärenDiffusionsstrecke und zu einer beginnenden Gasaustauschstörung
Alveoläres Lungenödem:
Bei weiterem Druckanstieg gelangt Flüssigkeit in die Alveolen
ÜbertrittvonFlüssigkeitin die Alveolen und VermischungmitLuft und Surfactant → klinisch sichtbar als schaumiger, oft rosig gefärbter Auswurf
Verlust des Surfactants führt zum Alveolarkollaps (Atelektasenbildung) → weniger verfügbare Gasaustauschfläche
Es entsteht eine schwere Ventilations-Perfusions-Störung mit Hypoxämie und schwerer Dyspnoe
Tipp
Warum ist der Auswurf rosig?
Die rosige („fleischfarbene“) Färbung des Auswurfs entsteht durch eine geringe Blutbeimengung, genauer:
Stark erhöhter hydrostatischer Druck in den Lungenkapillaren → Druckschädigung der alveolokapillären Membran → Austritt einzelner Erythrozyten in die Alveolen → Vermischung mit Luft und Surfactant → schaumig, oft rosig gefärbter Auswurf
→ Durch die Flüssigkeitsansammlung kommt es zu einer reduzierten Compliance und erhöhten Resistance in der Lunge. Dies führt zu einer reduzierten Vitalkapazität und Einschränkung der Lungenfunktion
Merke
Fick’sches Diffusionsgesetz:
Wie gut Gase (z.B. Sauerstoff) in der Lunge diffundieren, hängt von folgenden drei Faktoren ab:
Austauschfläche: Eine verminderte alveoläre Oberfläche führt zu einer reduzierten Diffusionsrate
Diffusionsstrecke: Eine Verlängerung der Diffusionsstrecke (z.B. durch interstitielle oder alveoläre Flüssigkeit) vermindert die Effizienz der Diffusion
Konzentrationsgefälle (Partialdruckgradient): Je größer der Partialdruckunterschied zwischen Alveolarluft und kapillärem Blut, desto effizienter erfolgt der Gasaustausch
Rechts-Links-Shunt beim Lungenödem:
Beim Lungenödem sind Alveolenteilweise oder vollständig mit Flüssigkeit gefüllt
Diese Alveolen werden nicht mehr ausreichend belüftet, bleiben aber weiter perfundiert
Es entsteht eine Ventilations-Perfusions-Störung
Zusätzlich ist dieDiffusiondurch die vergrößerte Diffusionsstrecke und die verminderte Austauschfläche eingeschränkt
Blut passiert die Lungeohne ausreichende Oxygenierung → funktioneller Rechts-Links-Shunt
Die Folge ist eine schwere Hypoxie im gesamten Körper, die auf reine O₂-Gabe oft nur begrenzt anspricht
Merke
Zusammenfassung: Die kritischen Probleme bei einem Lungenödem
Flüssigkeitsansammlung in den Alveolen: stark eingeschränkter Gasaustausch → Hypoxie
Störung der Diffusion: vergrößerte Diffusionsstrecke und verminderte Austauschfläche
Funktionaler Rechts-Links-Shunt: Alveolen nicht ausreichend belüftet, aber weiter perfundiert → unzureichende Oxygenierung trotz O₂-Gabe
Erhöhte Atemarbeit: reduzierte Compliance der Lunge → rasche Erschöpfung der Patient:innen
Beeinträchtigte Lungenmechanik: erhöhte Resistance und reduzierte Dehnbarkeit → Einschränkung der Ventilation
Kreislaufbelastung: Rückstau im Lungenkreislauf → Verschlechterung der Herzfunktion
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Klinischer Eindruck
Typische Zeichen
Dyspnoe
Orthopnoe (Besserung der Atemnot im Sitzen) → Verminderter venöser Rückstrom zum Herzen
Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Brodelndes Atemgeräusch (feuchte Rasselgeräusche)
Husten mit schaumigen, zum Teil blutigen Auswurf
Tipp
Beim kardialen Lungenödem wird der Symptomkomplex aus Dyspnoe und Husten auch als „Asthma cardiale“ bezeichnet
Generalisierte Zeichen
Tachypnoe
Blässe, kaltschweißige Haut
Tachykardie
Hypertonie
Im Verlauf Hypotonie möglich (CAVE: Kardiogener Schock)
Kaltschweißige Haut
Zentrale Zyanose
Unruhe bis Erstickungsangst
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Diagnostik
Anamnese
Aktuelle Anamnese:
S (Symptome): Dyspnoe, Orthopnoe, Tachypnoe, Zyanose, Einsatz der Atemhilfsmuskulatur, auskultatorische Rasselgeräusche, Hustenreiz
Hinweise auf ein alveoläres Lungenödem? → Abhusten von schaumigem, ggf. blutigem Sputum
A (Allergien, Infektionen): Schwere allergische Reaktion, Pneumonie?
M (Medikation): Diuretika, Antihypertensiva, ACE-Hemmer, ß-Blocker
P (Patientengeschichte): Bekannte Herzinsuffizienz? Bekannte Hypertonie?
L (Letzte…): Letzte Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme?
R (Risiko): Körperliche Anstrengung? Herzinsuffizienz? Hypertonie?
S (Schwangerschaft): Mögliche Schwangerschaft bei weiblichen Patientinnen
Tipp
Nutze Schemata
Um die Anamnese strukturiert durchzuführen, bietet es sich an, Schemata, wie das SAMPLERS oder OPQRST-Schemazu nutzen. Am obigen Beispiel haben wir Fragen und Befunde dargestellt, die bei dem Verdacht auf eines Lungenödems abgefragt werden sollten und vorliegen könnten.
Körperliche Untersuchung
Inspektion:
Blässe
Zyanose
Tachypnoe
Einsatz der Atemhilfsmuskulatur („Kutschersitz“)
Ggf. Abhusten von schaumigem, blutigem Sputum
Palpation:
Der Palpationsbefund sollte physiologisch ausfallen. Ist das nicht so, muss differenzialdiagnostisch gedacht werden
Perkussion:
Häufig unauffällig
Bei begleitendem Pleuraerguss ggf. gedämpfter Klopfschall
Auskultation:
Interstitielles Lungenödem:
Teils nur gering ausgeprägte oder unauffällige Befunde: Giemen, verschärftes Atemgeräusch
Alveoläres Lungenödem:
Grobblasige Rasselgeräusche, je nach Ursache mit unterschiedlicher Lokalisation, in schweren Fällen auch ohne Stethoskop zu hören
Tipp
Die Lungensonografie weist eine eine hohe Sensitivität auf. Zeichen der pulmonalen Überwässerung lassen sich als Zunahme der B-Linien erkennen. B-Linien sind senkrechte, hyperechogene Artefakte, welche von der Pleuralinie ausgehen und bis zum Bildschirmrand reichen.
Figure out: Claure-Del Granado R, Mehta RL. Fluid overload in the ICU: evaluation and management. BMC Nephrol. 2016 Aug 2;17(1):109. doi: 10.1186/s12882-016-0323-6. PMID: 27484681; PMCID: PMC4970195.
B-Linien im Ultraschall können präklinisch dabei helfen ein Lungenödem zu erkennen.
Stadien des Lungenödems
Stadium
Bezeichnung
I
Interstitielles Lungenödem
II
Alveoläres Lungenödem
III
Alveoläres Lungenödem mit Schaumbildung, Husten
IV
Asphyxie
Merke
Denke an Differentialdiagnosen
Bei jungen Patient:innen ist die wichtigste Differenzialdiagnose ein Asthma bronchiale, bei dem der Blutdruck in der Regel unverändert ist und die Rasselgeräusche meist trocken und vorwiegend exspiratorisch auftreten. Bei älteren Patient:innen ist eine exazerbierte COPD die wichtigste Differenzialdiagnose. Weitere mögliche Ursachen sind unter anderem ein Pneumothorax, eine Lungenembolie oder eine Pneumonie.
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Therapie
Info
Die dargestellten Maßnahmen orientieren sich an den Empfehlungen des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst (DBRD) und werden durch weitere spezifische, leitliniengerechte Maßnahmen ergänzt, um eine strukturierte und evidenzbasierte Versorgung von Patient:innen sicherzustellen.
Merke
Ziel: Entlastung des Lungenkreislaufs und Verbesserung der Oxygenierung
Das Ziel der Behandlung ist die rasche Entlastung des Lungenkreislaufs sowie die Verbesserung der Oxygenierung und Stabilisierung der Atemarbeit.
Zusammengefasst erfordert die Therapie des kardialen Lungenödems:
Frühzeitige Sauerstoffgabe bzw. nicht-invasive Beatmung (CPAP/NIV) zur Verbesserung der Oxygenierung
Reduktion der Vor- und Nachlast (z.B. durch Nitrate), sofern hämodynamisch toleriert
Diuretische Therapie zur Entlastung des Volumenstatus
Basismaßnahmen
Herzbettlagerung als effektive Sofortmaßnahme zur Symptomlinderung.
Sauerstoffgabe per Maske
Atemerleichternde Lagerung:
Bewusstseinsklare Patient:innen = Herzbettlagerung: Der Oberkörper wird erhöht und die Beine werden tief gelagert → Entlastung des Herzens und Reduktion der kardialen Vorlast
Bewusstlose Patient:innen = Flachlagerung mit kontinuierlicher Überwachung der Atemwege
Komplettes Monitoring anlegen
Ggf. unblutigen Aderlass erwägen
Spezifische Maßnahmen
Medikamentöse Therapie:
Glyceroltrinitrat → zur Senkung der Vorlast
Schleifendiuretika:Furosemid → zur Volumenenreduktion und Vorlastsenkung
Bei Unruhe → ggf. Morphin
Bei Hypertonie (RRsyst. ≥180 mmHg und/oder RRdias. ≥110 mmHG) → kontrollierte Senkung (Zielwert: <140 mmHg) mit Urapidil
Achtung
Wenn der Patient in den letzten 48 Stunden einen Phosphodiesterase-5-Hemmer (z. B. Sildenafil, Viagra, Levitra, Cialis) eingenommen hat, ist die Gabe von Nitraten kontraindiziert. Der Grund ist ein erhöhtes Risiko für eine schwere Hypotonie.
Info
Bei anhaltender hämodynamischer Instabilität können Inotropika oder Vassopressoren über einen Perfusor verabreicht werden(z.B. Dobutamin oder Noradrenalin)
Beatmung:
Bei persistierender Dyspnoe → nichtinvasive Beatmung (CPAP, CPAP-PS)
Ggf. invasive Beatmung
PEEP:positive end-expiratory pressure
Tipp
CPAP-Beatmung (continuous positive airway pressure): Beatmungsform, bei der die Spontanatmung des / der Patient:in mit einem kontinuierlichen Überdruck (positive end-expiratory pressure = PEEP) kombiniert wird, der während der Ein- und Ausatmung beibehalten wird.
Spezielle Behandlung der Ursache:
Myokardinfarkt → Akutmanagement des Myokardinfarkts
Hypertensiver Notfall → Blutdrucksenkung
Herzrhythmusstörungen: Behandlung mit Antiarrhythmika → siehe Herzrhythmusstörungen
Nierenschädigung → Dialyse erwägen
Höhenkrankheit → Sauerstoffgabe, Abstieg aus der Höhe
Pneumonie → antiinfektive Therapie
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DBRD Algorithmus
DBRD - Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V., Musteralgorithmen 2026, Version 11, Stand: 27.02.2026
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Besondere Situationen
Toxisches Lungenödem
Definition
Ein toxisches Lungenödem ist ein nicht-kardial bedingtes Lungenödem, das infolge einer Schädigung der alveolär-kapillaren Membran durch inhalative Toxine entsteht. Es tritt meist akut auf, z.B. nach Rauchgasinhalation oder Exposition gegenüber Reizgasen, und kann in ein akutes Lungenversagen übergehen.
Mögliche Ursachen:
Rauchgasinhalation bei Wohnungsbränden
Toxische Gase:
Kohlenmonoxid (CO)
Zyanide (z. B. aus Kunststoffen)
Nitrosegase
Rauchgasvergiftungen sind Mischintoxikationen
Unfälle mit Reizgasen (z. B. im Haushalt, Schwimmbad, Industrie):
Chlorgas
Ammoniak
Nitrosegase
Achtung
Das toxische Lungenödem kann zeitverzögert auftreten, sodass die Einsatzsituation oft untypisch erscheint. Bei Verdacht unbedingt nach einer Exposition gegenüber inhalativen toxischen Substanzen in den letzten 48 Stunden fragen
Pathophysiologie des toxischen Lungenödems
Schädigung der alveolo-kapillären Membran:
Zellnekrose von Pneumozyten Typ I → Schädigung des Kapillarendothels → Permeabilität der Membran ↑ → Austritt von Flüssigkeit und Proteinen in Interstitium und Alveolen → proteinreiches Permeabilitätsödem
Zellnekrose von Pneumozyten Typ II → reduzierte Produktion von Surfactant → Compliance ↓
Entzündungsreaktion (paralleler Ablauf):
Aktivierung von Alveolarmakrophagen
Rekrutierung von Neutrophilen
Freisetzung von:
Zytokine, z.B. TNF-α, Interleukine
Proteasen
Freie Sauerstoffradikale (ROS)
Folgen: Verstärkung von Entzündung und Barrierestörung
Merke
Parallel zur Membranschädigung kommt es zu einer ausgeprägten Entzündungsreaktion mit Aktivierung von Immunzellen und FreisetzunggewebeschädigenderSubstanzen, die Entzündung und Barrierestörung in einem Teufelskreis verstärken.
Spezielle Therapie bei Rauchgasintoxikation (Mischintoxikationen):
Antidotgabe bei Zyanidverdacht:
Hydroxocobalamin
Indiziert bei Verdacht auf Zyanidintoxikation, insbesondere bei Bränden in geschlossenen Räumen mit synthetischen Materialien (z. B. Teppiche, Kunststoffe)
Antiinflammatorische Therapie:
Ggf. Prednisolon
Kann bei inhalativer Noxe zur Abschwächung inflammatorischer Reaktionen indiziert sein (z. B. bei Reizgasen)
Dekontamination bei Hautkontakt mit toxischen Substanzen:
Sofortige Entfernung kontaminierter Kleidung
Gründliches Spülen der betroffenen Hautareale über mindestens 15 Minuten, möglichst direkt am Einsatzort
Tipp
Ein technisches Datenblatt der auslösenden Substanz enthält oft Therapiehinweise. Bei Fragen helfen die Giftnotrufzentren weiter.
Info
Eine kausale Therapie für das toxische Lungenödem gibt es nicht. Ziel der symptomatischen Behandlung ist es, schwere Komplikationen zu verhindern, bis sich die Patient:innen von den schädigenden Effekten der Reizgase erholt haben.
Merke
Bedeutung für den Rettungsdienst
Ein toxisches Lungenödem kann insbesondere bei Wohnungsbränden oder Chemieunfällen auftreten. Die Einsatzkräfte sollen dabei besonders auf die Umgebung und eine sorgfältige Anamnese achten. Obwohl dieses Krankheitsbild selten ist, darf es aufgrund seiner potenziell lebensbedrohlichen Auswirkungen nicht unterschätzt werden.
Neurogenes Lungenödem
Definition
Das neurogene Lungenödem entsteht infolgeeinerakuten ZNS-Schädigung durch eine überschießendeSympathikusaktivierung mit konsekutivemDruckanstiegim Lungenkreislauf.
Pathophysiologie:
ZNS-Schädigung:
z.B. durch Hirnblutung, SHT, Meningitis
Massive Sympathikusaktivierung
Systemische und pulmonale Vasokonstriktion
Druckanstieg in den Lungenkapillaren
Hydrostatischer Druck übersteigt den onkotischen Druck
Flüssigkeit tritt aus den Kapillaren ins Interstitium und die Alveolen
Höhenlungenödem
Definition
Das Höhenlungenödem entsteht infolge von vermindertem Sauerstoffangebot der Atemluft in großer Höhe durch eine generalisiertehypoxischeVasokonstriktion mit konsekutivem Druckanstieg im Lungenkreislauf.
Flüssigkeit tritt aus den Kapillarenin Interstitium und Alveolen(HACE/HAPE)
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Weitere Therapie im klinischen Setting
In dieser Situation kann es helfen, sich mental auf die nächsten Schritte vorzubereiten. Dafür ist es ratsam, schon auf der Fahrt zum Krankenhaus zu erklären, wie das weitere Prozedere im Krankenhaus aussieht und worauf die erkrankte Person sich potenziell einstellen muss.
Achtung
Da die Therapie je nach aufnehmendem Krankenhaus und Behandler:in variieren kann, empfiehlt es sich nicht, einen bestimmten Behandlungsweg detailliert zu beschreiben. Eine grobe Skizzierung des weiteren Behandlungspfades reicht völlig aus, um Unsicherheiten zu minimieren. Die weiteren Informationen dienen ausschließlich eurer Information als Fachpersonal!
In der Klinik erfolgt eine umfassende Diagnostik, um die Ursache und das Ausmaß des Lungenödems abzuklären. Zur Beurteilung der Lunge wird ein Röntgenbild des Thorax oder ein CT-Thoraxangefertigt, um Flüssigkeitsansammlungen, Lungenstauung oder andere Auffälligkeiten sichtbar zu machen. Gleichzeitig wird die Herzfunktion gründlich untersucht.
EKG:
Zur Erfassung von Herzrhythmusstörungen, Ischämien oder anderen kardialen Auffälligkeiten
Echokardiografie:
Zur Beurteilung der Pumpfunktion, Herzklappen und eventuellen strukturellen Veränderungen des Herzens
Laboruntersuchungen:
Bestimmung von kardialen Biomarkern (z. B. Troponin, erhöhte natriuretische Peptide), Elektrolyten und Entzündungswerten
Herzkatheteruntersuchung:
Bei Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung oder wenn die Bildgebung und Laborwerte Hinweise auf eine akute kardiale Ursache liefern
Röntgen-Thorax
Bei Verdacht auf ein Lungenödem wird in den meisten Fällen auch eine Bildgebung zur Beurteilung des Schweregrades und für differenzialdiagnostische Abklärungen durchgeführt
Vor allem bei interstitiellem Lungenödem kommt der Bildgebung eine besondere Rolle zu, da die Veränderungen in der klinischen Untersuchung häufig nicht eindeutig sind und auskultatorische Befunde fehlen können
Mögliche Befunde (Gradeinteilung beim kardialen Lungenödem):
Grad 1: Basoapikale Umverteilung (Kranialisation): Dieses Zeichen beschreibt eine Umverteilung des Blutflusses von den unteren zu den oberen Lungenbereichen. Im Röntgenbild erkennt man eine verstärkte Gefäßzeichnung in den oberen Lungenfeldern
Grad 2: Interstitielles Ödem
Kerley-Linien: Kerley-Linien sind verdickte interlobuläre Septen, die als feine horizontale Linien vor allem in den basalen Abschnitten der Lunge sichtbar sind und auf ein interstitielles Ödem hinweisen
Peribronchiales Cuffing: vermehrte Verschattung der Bronchialwände
Perihiläre Unschärfe mit unscharfer Begrenzung von Gefäßen, Herzschatten und Zwerchfell: dieses Zeichen ist charakterisiert durch eine unscharfe, verdichtete Darstellung der perihilären Strukturen (normalerweise scharf abgrenzbar) sowie unscharfe Konturen von Herz, Gefäßen und Zwerchfell
Grad 3: Interstitielles und alveoläres Ödem
Konsolidierungen bis zum Schmetterlingsödem: durch die vermehrte Flüssigkeit in den Alveolen ist die Dichte erhöht und die Lunge zeigt fleckige, konfluierende Verschattungen, in denen die luftgefüllten Bronchien teilweise sichtbar sind (positives Bronchopneumogramm). Bei bihilärer, symmetrischer Verschattung spricht man auch von einem Schmetterlingsödem, da die Form an einen Schmetterling erinnert
Weitere Zeichen:
Kardiomegalie: Vergrößerung des Herzens, Herz-Thorax-Quotient >0,5
Begleitender Pleuraerguss
Darstellung eines normalen Lungenparenchyms, Interstitiellen Lungenödems und Interstitielles und alveoläres Lungenödem.
Hellerhoff, CC BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons. Die Abbildung ist ein Derivat der oben genannten Abbildung. Das Bild wurde zugeschnitten. Es wurde das Overlay ergänzt.
Schmetterlingsödems (grünes Overlay), bei kardialer Dekompensation
Die Therapie zielt nicht nur auf die Behandlung des akuten Lungenödems ab, sondern auch auf die zugrunde liegende Erkrankung. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine Linksherzinsuffizienz, die durch entsprechende Maßnahmen wie medikamentöse Therapie oder interventionelle Eingriffe adressiert wird. Ein interdisziplinärer Ansatz mit Kardiologie und Intensivmedizin ist dabei häufig erforderlich.
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Transport
Die Wahl des Zielkrankenhauses richtet sich nach dem individuellen Fall. Idealerweise wird eine Klinik angesteuert, die sowohl eine internistische Versorgung als auch die Möglichkeit einer intensivmedizinischen Versorgung bietet.
Es sollte auf freie Atemwegegeachtet werden und eine ständige Überwachung der Vitalparameter erfolgen. Bei instabiler Kreislaufsituation sollte der Transport unter kontinuierlicher Kreislaufüberwachung und gegebenenfalls medikamentöser Unterstützung erfolgen.
Patient:innen mit einem Inhalationstrauma als Ursache für ein Lungenödem sollen primär in ein Verbrennungszentrum transportiert werden.
Achtung
Erfolgt der Transport unter nichtinvasiver oder invasiver Beatmung, müssen die Beatmungseinstellungen gründlich überwacht und auf den jeweiligen Patient:innenzustand angepasst werden.
Hier ist eine telefonische Voranmeldung auf der Intensivstation oder im Schockraum zwingend notwendig.
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Prüfungswissen
Zur Zusammenfassung hier die Hard Facts, die bei der Examensvorbereitung oder im Einsatz helfen können:
Definition:
Austritt von Flüssigkeit aus den Kapillargefäßen zunächst in das Interstitium (interstitielles Lungenödem) und anschließend in die Alveolen der Lunge (alveoläres Lungenödem)
Ursachen:
Die Ursachen können orientierend in kardiale und nicht-kardiale eingeteilt werden
Kardiale Ursachen sind häufiger als nicht-kardiale Ursachen; häufigste Ursache ist die akute Herzinsuffizienz
Pathophysiologie:
Akute Erhöhung des hydrostatischen Drucks in den Lungenkapillaren → Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen → Ansammlung von Flüssigkeit im Interstitium und in den Alveolen →Diffusionsstörung → Beeinträchtigung des Gasaustauschs
Symptome:
Dyspnoe
Orthopnoe (Besserung der Atemnot im Sitzen) → Verminderter venöser Rückstrom zum Herzen
Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Brodelndes Atemgeräusch (feuchte Rasselgeräusche)
Husten mit schaumigen, zum Teil blutigen Auswurf
Tachypnoe
Blässe, kaltschweißige Haut
Tachykardie
Hypertonie
im Verlauf Hypotonie möglich (CAVE: Kardiogener Schock)
Kaltschweißige Haut
Zentrale Zyanose
Unruhe bis Erstickungsangst
Diagnostik:
Inspektion: Blässe, Zyanose, Tachypnoe, ggf. Abhusten von schaumigen, blutigen Sputum
Perkussion: Bei begleitendem Pleuraerguss ggf. gedämpfter Klopfschall nach lateral ansteigend, häufig unauffällig
Auskultation:
Interstitielles Lungenödem:
Teils nur gering ausgeprägte oder unauffällige Befunde: Giemen, verschärftes Atemgeräusch
Alveoläres Lungenödem:
Grobblasige Rasselgeräusche, je nach Ursache mit unterschiedlicher Lokalisation, in schweren Fällen auch ohne Stethoskop zu hören
Therapie:
Sauerstoffgabe
Atemerleichternde Lagerung:
Bewusstseinsklare Patient:innen = Herzbettlagerung: Der Oberkörper wird erhöht und die Beine tief gelagert → Entlastung des Herzens und Reduktion der kardialen Vorlast
Bewusstlose Patient:innen = Flachlagerung mit kontinuierlicher Überwachung der Atemwege
Spezielle Therapie bei toxischem Lungenödem beachten
Transport:
Zielklinik mit internistischer Versorgung, je nach Schweregrad mit intensivmedizinischer Versorgung
Kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter
Inhalationstrauma als Ursache → Verbrennungszentrum
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