Im Rahmen einer kardialen Dekompensation kann es bei einem Rückwärtsversagen des linken Herzens zu einem pulmonalvenösen Rückstau des Blutes in die Lunge kommen. Aufgrund des erhöhten hydrostatischen Drucks in den Lungengefäßen kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung in den Lungen und zu einem Lungenödem. Andere Ursachen für ein Lungenödem können unter anderem eine Niereninsuffizienz (verminderter onkotischer Druck durch Proteinurie und verminderte Flüssigkeitsausscheidung), Leberinsuffizienz (verminderter onkotischer Druck durch reduzierte Proteinsynthese), toxische oder medikamentöse Ursachen (insbesondere Zytostatika) oder auch Infektionen sein.
Eine Stauung kann auf dem Röntgenbild nicht immer sicher beurteilt werden. Beim Lungenödem kann zwischen einem interstitiellen und einem alveolären Lungenödem unterschieden werden. Dabei sammelt sich die Flüssigkeit immer zuerst interstitiell und im weiteren Verlauf alveolär an.
Weitere Informationen zum Krankheitsbild siehe Lungenödem.
- S3-Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz, Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften








