Das Mekonium-Aspirations-Syndrom (MAS) tritt auf, wenn ein Neugeborenes während oder kurz vor der Geburt Mekonium in die Atemwege aspiriert, was eine Atemwegsobstruktion und chemische Pneumonitis verursachen kann. Häufig sind posttermine Neugeborene betroffen. Klinisch zeigt sich MAS durch Atemnot, Zyanose und häufig ein auffälliges Röntgenbild mit fleckigen Infiltraten. Die Erstversorgung konzentriert sich auf eine effektive Beatmung, ohne eine Routine-Intubation zur Aspiration. Die Behandlung umfasst Sauerstoffgabe, CPAP oder Beatmung bei schwereren Fällen und gegebenenfalls Surfactant-Therapie oder inhalative Stickstoffmonoxidtherapie. Das MAS birgt Risiken für Langzeitschäden wie chronische Lungenerkrankungen, weshalb engmaschige Nachkontrollen notwendig sind.
- S2k-Leitlinie Bakterielle Infektionen bei Neugeborenen, Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI)
- Madar et al.: Versorgung und Reanimation des Neugeborenen nach der Geburt – Leitlinien des European Resuscitation Council 2021 In: Notfall + Rettungsmedizin. Band: 24, Nummer: 4, 2021, doi: 10.1007/s10049-021-00894-w p.603-649.
- S3-Leitlinie Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin, Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
- S2k-Leitlinie Abklärung einer Zyanose im Kindes- und Jugendalter, Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und angeborene Herzfehler e.V. (DGPK)




