Metoprolol ist ein kardioselektiver β1-Rezeptorblocker mit negativ chronotroper, inotroper, dromotroper und bathmotroper Wirkung. Es senkt die Herzfrequenz, reduziert die myokardiale Kontraktilität und verlangsamt die AV-Überleitung, wodurch der myokardiale Sauerstoffverbrauch und der Blutdruck abnehmen. Antiarrhythmisch wirkt es vor allem bei supraventrikulären Tachykardien durch Dämpfung der sympathischen Aktivität.
Im Rettungsdienst wird Metoprolol v. a. bei tachykarden Rhythmusstörungen eingesetzt, sofern keine Kontraindikationen bestehen. Die Gabe erfolgt meist i.v. titriert unter kontinuierlichem Monitoring. Wichtige Nebenwirkungen sind Bradykardie, Hypotonie, AV-Blockierungen, akute Herzinsuffizienz und Bronchokonstriktion (bei höherer Dosis Verlust der β1-Selektivität). Kontraindikationen sind u. a. höhergradige AV-Blockierungen, symptomatische Bradykardie, kardiogener Schock und schwere obstruktive Lungenerkrankung.
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Indikationen
Tachykarde Herzrhythmusstörungen
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Dosierung
Erwachsene:
Initial: 5 mg i.v.
Wiederholung nach 5–10 min (maximal 15 mg/Tag)
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Besonderheiten
Durch die Gabe von Betablockern können die Symptome einer Hypoglykämie(z.B. Tachykardie, Tremor) verschleiert werden → Achtung bei Diabetikern
Keine Kombination mit Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ → Gefahr eines AV-Blocks
Langsame intravenöse Gabe unter EKG- und Blutdruckkontrolle
Bei Überdosierung: Gabe von 0,5–2 mg Atropin i.v. (ggf. Katecholamine, Glukagon)
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Wirkeintritt/-dauer
Wirkeintritt: ca. 5 min
Wirkdauer: ca. 2 Std
Metabolisierung: überwiegend hepatisch über CYP2D6 zu schwächer aktiven Metaboliten
Ausscheidung: Überwiegend renal als Metaboliten im Urin, geringer Anteil unverändert ausgeschieden
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Wirkung
Metoprolol ist ein kardioselektiver Betablocker, der die β1-Adrenozeptoren am Herzen hemmt
Dadurch wird die Wirkung der Katecholamine, die normalerweise auf diese Rezeptoren wirken, blockiert. → β1-Antagonismus: negativ chronotrop (Herzfrequenz↓), inotrop (Kontraktilität↓), dromotrop (Erregungsleitung ↓) → Senkung des myokardialen O₂-Verbrauchs → Antiischämische Wirkung
Blutdrucksenkung durch Hemmung der Reninfreisetzung (RAAS-Hemmung)
In höheren Dosen können auch β2-Adrenozeptoren gehemmt werden, was zu einer Verengung der Atemwege führen kann (Bronchokonstriktion)
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Wechselwirkungen
Wirkung von Metoprolol verstärkt bei gleichzeitiger Gabe von:
Wirkung von Metoprolol abgeschwächt bei gleichzeitiger Gabe von:
Sympathomimetika (z. B. Adrenalin, Dobutamin, Salbutamol) → Funktioneller Antagonismus
Starke CYP-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin) → Beschleunigter Metabolismus, Wirkverlust
NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac) → verminderte antihypertensive Wirkung durch Prostaglandinhemmung
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Nebenwirkungen
Hypotonie
Verschlechterung einer Herzinsuffizienzsymptomatik
AV-Block
Bradykardie
Zentrale Nebenwirkungen (Depression, Müdigkeit)
Bronchokonstriktion (Cave bei Asthma)
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Lagerung
Lichtschutz: Im Umkarton aufbewahren
Temperatur: Nicht über 25 °C lagern
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