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Morbus Whipple

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Morbus Whipple (auch intestinale Lipodystrophie genannt) ist eine seltene Erkrankung, die durch eine Infektion mit dem Bakterium Tropheryma whipplei hervorgerufen wird. Morbus Whipple ist selten, aber das Bakterium wurde in Speichelproben gesunder Menschen nachgewiesen. Es wird angenommen, dass eine genetische Prädisposition (HLA-B27 in ~30%) die Entwicklung der Krankheit ermöglicht. Die Pathologie entwickelt sich immer im Darm und kann zusätzlich systemische Folgen mit extragastrointestinalen Symptomen haben. Morbus Whipple tritt typischerweise bei Männern im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf.

  • Gastrointestinale Symptome: Bauchschmerzen, Steatorrhoe, Malabsorption & Gewichtsverlust
  • Extragastrointestinale Symptome: 
    • Fieber
    • Muskuloskelettales System: Arthritis, Sakroiliitis
    • Lymphsystem: Lymphadenopathie (bspw. retroperitoneal)
    • Neurologisches System: Kopfschmerzen, Demenz, Apathie, Ataxie, Störungen der Okulomotorik
  • Endoskopie mit Dünndarmbiopsie (mit PAS-Färbung; diagnostisch)
    • PAS-positive Makrophagen
    • T. whipplei intrazellulär in Makrophagen und in Lamina propria 
  • Bei neurologischen Symptomen: Liquorpunktion ±MRT (Kopf) 
  • T. whipplei-PCR
PAS-positive Makrophagen in der Dünndarmbiopsie
Makrophagen mit PAS-positiven Einschlüssen

Bei ausbleibender Therapie hat die Erkrankung eine hohe Letalität.

  • Medikamentöse Therapie: langfristige Gabe zwei verschiedener Antibiotika:
  • Meist mit: 2 Wochen Ceftriaxon + 1 Jahr Cotrimoxazol
  • Im Allgemeinen ist die Prognose unter Antibiotikatherapie gut
Zuletzt aktualisiert am 23.09.2024
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