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Ondansetron

13 Minuten Lesezeit
Ondansetron Ampulle

Ondansetron ist ein Antiemetikum aus der Gruppe der selektiven 5-HT3-Rezeptorantagonisten, das vor allem zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird. 

Es wirkt durch kompetitive Blockade von 5-HT3-Rezeptoren (Serotoninrezeptoren), die insbesondere im Brechzentrum der Area postrema sowie an vagalen Afferenzen im Gastrointestinaltrakt vorkommen. Dadurch wird die Auslösung des Brechreizes gehemmt und eine antiemetische Wirkung erzielt. 

Der Wirkeintritt erfolgt meist innerhalb von etwa 5 Minuten, die Wirkdauer beträgt ungefähr 4 Stunden

Klinisch relevant ist das Risiko einer dosisabhängigen QT-Zeit-Verlängerung, weshalb bei entsprechenden Risikofaktoren wie Elektrolytstörungen oder gleichzeitiger Gabe anderer QT-verlängernder Medikamente eine EKG-Überwachung sinnvoll ist.

Lernkarte Ondansetron
  • Wirkstoffklasse: Antiemetika, Serotonin-Rezeptor-Antagonisten
  • Handelsnamen: z.B. Zofran®, Ondansetron-ratiopharm®, Ondansetron HEXAL®, Ondansetron STADA®, Ondansetron Fresenius®
Ondansetron
Etikett: Ondansetron
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Überempfindlichkeit
  • Gleichzeitige Einnahme von Apomorphin (Anti-Parkinson-Medikament)
  • Schwangerschaft & Stillzeit
  • QT-Verlängerung
  • Erwachsene: 4 mg i.v oder p.o.
  • Kinder: 0,15 mg/kgKG i.v. 
  • Aufgrund der dosisabhängigen QT-Verlängerung besteht eine strenge Indikationsstellung bei Elektrolytstörungen und der Einnahme anderer Medikamente, die die QT-Zeit verlängern können EKG-Monitoring
QT-Verlängerung (Tipp)
  • Wirkeintritt: innerhalb von 5 min
  • Wirkdauer: ca. 4 Std
  • Metabolisierung: überwiegend hepatisch über CYP3A4, CYP2D6 und CYP1A2 zu inaktiven Metaboliten
  • Ausscheidung: überwiegend renal über den Urin
  • Ondansetron ist ein kompetitiver Antagonist von 5-HT3-Rezeptoren (Serotoninrezeptoren)
  • Diese Rezeptoren befinden sich insbesondere im Brechzentrum (Area postrema)
  • Durch die Hemmung kann die Auslösung des Brechreizes verhindert werden → Antiemetische Wirkung
  • Wirkung verstärkt bei gleichzeitiger Gabe von (synergistische Effekte):
    • QT-verlängernde Medikamente (z. B. Amiodaron, Haloperidol)Erhöhtes Risiko für QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen
    • Serotonerge Substanzen (z. B. SSRI, SNRI)Erhöhtes Risiko eines serotonergen Syndroms
    • CYP-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Clarithromycin)Erhöhte Ondansetron-Plasmaspiegel
  • Wirkung abgeschwächt bei gleichzeitiger Gabe von:
    • CYP-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin)Beschleunigter Metabolismus und verminderte antiemetische Wirkung
  • Kontraindizierte Kombination:
    • ApomorphinSchwere Hypotonie und Bewusstseinsverlust möglich
  • Kopfschmerzen
  • QT-Verlängerung
  • Wärmegefühl und Flush
  • Obstipation
  • Sehstörungen
  • Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle
  • Temperatur: Nicht über 25 °C lagern
  • Lichtschutz: Ampullen vor Licht schützen, im Umkarton aufbewahren
  • Antiemetika
  • Long-QT-Syndrom
  • ratiopharm GmbH: Fachinformation Ondansetron-ratiopharm® Injektionslösung, Stand: August 2022
  • Aktories K, Förstermann U, Hofmann FB, Flockerzi V (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 13. Auflage, 2022. ISBN: 978-3-437-42622-3
  • Wanka V, Weiß S: Medikamente im Rettungsdienst. Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2019. ISBN: 978-3-13-242824-9
Zuletzt aktualisiert am 13.03.2026
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