Insulin
Insulin
Syntheseort:
Insulin
- α-Zellen (20%): Glucagon
- β-Zellen (60-70%): Insulin
- δ-Zellen: Somatostatin
- PP-Zellen: pankreatische Polypeptid (PP)
Insulinsekretion:
Die Insulinausschüttung wird durch den Blutzuckerspiegel
Ablauf:
- Aufnahme von Glucose
in die ß-Zelle über Glucosetransporter (GLUT-1) durch erleichterte Diffusion . Die Glucokinase phosphoryliert Glucose zu Glucose -6-phosphat - Glucose
-6-phosphat wird über Glycolyse, Citratzyklus und Atmungskette abgebaut ➜ intrazelluläres ATP ↑ - ATP bindet an den ATP-abhängigen Kaliumkanal, der auf diese Weise gehemmt wird. Die K
+-Leitfähigkeit sinkt ➜ Depolarisation - Einstrom von Ca2+ durch spannungsabhängige Ca2+-Kanäle
- Exozytose
von Insulin ins Blut
InfoKlinischer Ausblick: Der ATP-abhängige K
+-Kanal kann durch Sulfonylharnstoffe und deren Analoga inhibiert werden. Dadurch stimulieren sie die Insulinsekretion und senken den Blutzuckerspiegel . Sie werden zur Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt.
Regulation der Insulinsekretion:
Insulinfreisetzung fördernde Faktoren:
Glucose
Adrenalin
Insulinfreisetzung hemmende Faktoren:
Aktivierung des Sympathikus
Wirkmechanismus:
Insulin
- 2 extrazelluläre α-Untereinheiten
- 2 membrandurchspannende β-Untereinheiten (Tyrosinkinase-Aktivität)
Ablauf der Aktivierung des Insulinrezeptors:
- Bindung von Insulin
an die a-Untereinheiten des Insulinrezeptors bewirkt eine Konformationsänderung - Es kommt zur Aktivierung der Tyrosinkinase-Domäne (ß-Untereinheit)
- Diese phosphoryliert sich zunächst selbst (Autophosphorylierung) und dann eine Reihe von Signaltransduktionsproteinen, insbesondere die Insulinrezeptorsubstrate (IRS
). Diese sind Adapterproteine zwischen dem Insulinrezeptor und dem Protein, das die Signalkaskade weiterleitet - Folgend werden weitere intrazelluläre Signalmoleküle aktiviert und rekrutiert, die verschiedene Signalwege und vielfältige Prozesse wie die Glucose
-, Lipid - und Proteinverstoffwechselung anstoßen
MAP
- Phosphorylierung der SHC-Domäne von Grb2 -> Bindung von Grb2 und SOS
- Aktivierung von Ras und folgend Raf
- Aktivierung der MAP
-Kinase-Kaskade und Phosphorylierung von Transkriptionsfaktoren - Import der phosphorylierten Transkriptionsfaktoren in den Nucleus -> Aktivierung der Transkription verschiedener Zielgene
- Regulation von Proliferation und Differenzierung der Zelle
Insulinrezeptor-Substrat-Kaskade:
- Phosphorylierung des Insulinrezeptorsubstrats (IRS
) durch die Insulin -Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) - Aktivierung der PI3-Kinase (PI3K) ➜ PIP3 wird in der Zellmembran
gebildet ➜ PIP3 bindet an die Proteinkinase B (PKB) - PKB phosphoryliert mehrere Zielproteine
4.1 Phosphorylierung der Glykogensynthase-Kinase 3 (GSK3) und somit Deaktivierung dieser
4.1.1 Somit verminderte Deaktivierung der UDP-Glykogensynthase (indirekte Aktivierung)
4.1.2 Förderung der Glykogensynthese
4.2 Einbau von GLUT4 in die Zellmembran
SH2-Adapterprotein-Kaskade:
1. Phosphorylierung von SH2-Adapterprotein 2 (APS
2. Aktivierung der Phosphodiesterase -> Abbau von cAMP -> Hemmung Glucose
Nachdem kein Insulin
Metabolische Wirkungen:
Insulin
| Zielort | Wirkungen | Folgen eines Insulinmangels |
|---|---|---|
Kohlenhydratstoffwechsel |
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Fettstoffwechsel |
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Proteinstoffwechsel |
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| Kaliumhaushalt |
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| Wachstums- und Differenzierungsprozesse |
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