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Patient:innenübergabe

6 Minuten Lesezeit

Um in Notfallsituationen schnell und sicher Entscheidungen treffen zu können, ist ein strukturiertes Vorgehen sehr wichtig. Es empfiehlt sich daher, eigene Schemata zu entwerfen oder bereits vorhandene zu nutzen und diese im Notfall strukturiert abzuarbeiten. So vergisst man nichts und behält die Orientierung über die erfolgte Diagnostik und Therapie.

In Notfallsituationen ist eine zielgerichtete und fokussierte Übergabe sehr wichtig. Insgesamt sollte ein ruhiges Umfeld geschaffen und deutlich und klar gesprochen werden. Während der Übergabe sollten alle beteiligten Personen im Raum anwesend sein und fokussiert zuhören. Parallel sollten für den Moment der Übergabe bei stabilen Patient:innen keine Tätigkeiten durchgeführt werden.

Patient:innenübergabe

Folgende Informationen sollten an das ärztliche und pflegerische Team übermittelt werden:

  • Name und Alter
  • Unfallhergang/Verdachtsdiagnose
  • Akut lebensbedrohliche Befunde
  • Vitalparameter und Vigilanz
  • Bereits erfolgte Therapie
  • Vorerkrankungen, Medikation, Allergien
  • Letzte Nahrungsaufnahme
  • Weitere Informationen (Patientenverfügung, Angehörige etc.)

Vielen Berufseinsteiger:innen fällt die strukturierte Übergabe in Notfallsituationen nicht leicht. Die aufgeführten Schemata eignen sich zur besseren Orientierung. Das SAMPLERS- und das OPQRST-Schema sind eher auf die Anamnese fokussiert, können jedoch auch als Orientierungshilfe für die Übergabe genutzt werden:

  • SAMPLERS: Notfallanamnese kritisch kranker/polytraumatisierter Patient:innen
  • OPQRST: Schema für die Schmerzanamnese als Ergänzung zum SAMPLERS-Schema
  • SINNHAFT-Schema (alternativ SBAR: Patient:innenübergabe)

SAMPLERS-Schema

OPQRST-Schema

SINNHAFT-Schema

SBAR-Schema

Zuletzt aktualisiert am 11.07.2025
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