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Pediatric Glasgow Coma Scale

pGCS
3 Minuten Lesezeit

Die pediatric Glasgow Coma Scale (pGCS) wurde analog zur Glasgow Coma Scale zur Beurteilung des Bewusstseinszustandes von Kindern (ca. 2.-5. Lebensjahr) entwickelt. Sie wird sowohl bei der Ersteinschätzung als auch als Verlaufs-Score verwendet.

Pediatric Glasgow Coma Scale (pGCS)
 

Bewertete Kategorien und Punktevergabe:

  1. Augen öffnen:
    • 1 Punkt: Kein Augenöffnen
    • 2 Punkte: Nach Schmerzreiz
    • 3 Punkte: Auf Aufforderung
    • 4 Punkte: Spontan
  2. Verbale Reaktion:
    • 1 Punkt: Keine Reaktion
    • 2 Punkte: Schreien, aber untröstbar
    • 3 Punkte: Schreien, aber tröstbar
    • 4 Punkte: Brabbeln, Plappern
    • 5 Punkte: Konversationsfähig
  3. Motorische Reaktion:
    • 1 Punkt: Keine Reaktion
    • 2 Punkte: Strecksynergismen
    • 3 Punkte: Ungezielte Armbeugung/Bein-Streckung
    • 4 Punkte: Ungezielte Beugebewegung auf Schmerzreiz
    • 5 Punkte: Gezielte Bewegung auf Schmerzreiz
    • 6 Punkte: Spontane Bewegung

Interpretation der GCS-Punkte:

Jede Kategorie wird separat bewertet und es werden nur einmal Punkte erhoben. Zum Schluss werden die jeweiligen Punkte aus den drei Kategorien addiert und ergeben somit den GCS-Score.

Minimaler Punktewert: 3
Maximaler Punktewert: 15

  • GCS-Wert 13-15: Leichtes Schädelhirntrauma (SHT)/Bewusstseinsstörung
  • GCS-Wert 9-12: Mittelschweres Schädelhirntrauma (SHT)/Bewusstseinsstörung
  • GCS-Wert 3-8: Schweres Schädelhirntrauma (SHT)/Bewusstseinsstörung/Koma

Wichtige Hinweise:

  • Alarmzeichen: Ein ruhiges oder schläfriges Kind nach einem traumatischen Ereignis sollte immer ein Alarmzeichen sein!
  • Pädiatrische Besonderheiten: Bei Kindern sollte eine initiale Punktzahl von 15 bei einer Kopfverletzung nicht als Entwarnung gesehen werden, da Kinder traumatische Ereignisse über einen langen Zeitraum kompensieren und eine Verschlechterung zeigen können.
  • Einbeziehung der Betreuungspersonen: Um das Bewusstsein oder Verhalten eines Kindes genau einschätzen zu können, ist es oft ratsam, die Erziehungsberechtigten oder die Aufsichtspersonen mit einzubeziehen.
Zuletzt aktualisiert am 08.08.2026
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