RAAS-Inhibitoren sind Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS), und werden zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt. Diese Medikamente wirken, indem sie die Aktivität des RAAS blockieren, ein hormonelles System, das den Blutdruck und das Flüssigkeitsvolumen im Körper reguliert. Es gibt verschiedene Arten von RAAS-Inhibitoren, einschließlich ACE-Hemmern (Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmern), AT1-Rezeptorblocker (ARBs) und Renin-Inhibitoren. ACE-Hemmer verhindern die Umwandlung von Angiotensin I in das vasokonstriktorische Angiotensin II, wodurch der Blutdruck gesenkt wird. ARBs blockieren die Wirkung von Angiotensin II direkt an den Rezeptoren, was ebenfalls zu einer Senkung des Blutdrucks führt. Renin-Inhibitoren hemmen kompetitiv die Aktivität von Renin, einem Enzym, das den ersten Schritt in der RAAS-Kaskade katalysiert.
Für die praktische Anwendung: siehe Antihypertensiva.
- Freissmuth et al.: Pharmakologie und Toxikologie. Springer 2012, ISBN: 978-3-642-12353-5.
- Karow, Lang-Roth: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2012
- Lüllmann et al.: Pharmakologie und Toxikologie. 15. Auflage Thieme 2002, ISBN: 3-133-68515-5
- Wehling: Klinische Pharmakologie. 2. Auflage Thieme 2011, ISBN: 978-3-131-60282-4



