Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle gastrointestinale Störung, die durch Bauchschmerzen und veränderte Stuhlgewohnheiten (Diarrhö und/oder Obstipation) über mehr als 3 Monate gekennzeichnet ist. Die genaue Ätiologie ist unbekannt, aber eine gestörte Darm-Hirn-Achse, genetische Faktoren, ein verändertes Mikrobiom und psychosoziale Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Typische Symptome sind Blähungen, Durchfall, Obstipation oder eine Kombination dieser Symptome. Die Diagnose basiert auf den Rom-IV-Kriterien und dem Ausschluss organischer Ursachen. Therapeutische Ansätze sind vielfältig und umfassen diätetische Maßnahmen wie eine FODMAP-arme Ernährung, Therapien einschließlich der Gabe von Spasmolytika und Probiotika sowie psychosoziale Interventionen wie Psychoedukation. Ein ganzheitlicher Ansatz ist entscheidend, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
- S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM)

