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Theodrenalin/Cafedrin (1:20)

13 Minuten Lesezeit
Theodrenalin/Cafedrin (1:20)

Theodrenalin/Cafedrin (1:20) ist ein kombiniertes Sympathomimetikum. Der Wirkmechanismus des Kombinationspräparates beruht auf einer Steigerung von Schlagvolumen und Herzzeitvolumen durch positiv inotrope Wirkung, wodurch der arterielle Mitteldruck rasch ansteigt. Der systemische Gefäßwiderstand steigt mild an, sodass die Blutdrucksteigerung primär über das Herzzeitvolumen erfolgt. 

Im notfallmedizinischen Einsatz erfolgt die Gabe i.v. fraktioniert bzw. titriert unter kontinuierlichem Monitoring von Blutdruck und Herzfrequenz. Typische Nebenwirkungen sind Hypertonie, Tachykardie und Angina pectoris

Lernkarte Theodrenalin/Cafedrin (1:20)
  • Wirkstoffklasse: Sympathomimetika
  • Handelsname: z.B. Akrinor® 
Cafedrin / Theodrenalin
Etikett: Theodrenalin/Cafedrin
  • Hypotonie
  • Hypertonie
  • Hyperthyreose
  • Phäochromozytom
  • Engwinkelglaukom
  • Mitralklappenstenose
  • Erwachsene:
    • Pur: 0,5–1 ml i.v. als Bolus ( ¼–½ Ampulle)
    • Verdünnung: Aufziehen der 2-ml-Ampulle mit 8 ml NaCl (0,9 %) 
      in 10-ml-Spritze → 1–3 ml i.v. als Bolus
  • Intramuskuläre Injektion (i.m.) ist möglich
  • Wirkeintritt rasch nach i.v.-Gabe, gute Titrationsfähigkeit
  • Wirkeintritt: innerhalb 1 min 
  • Wirkdauer: ca. 1 Std
  • Metabolisierung: Überwiegend hepatisch
  • Ausscheidung: Überwiegend renal als Metaboliten im Urin, geringer Anteil unverändert ausgeschieden
  • Die Kombination von Theodrenalin und Cafedrin stimuliert verschiedene Adrenozeptoren im Körper
  • Das Kombinationspräparat wirkt auf β1- und β2-Rezeptoren sowie als Agonist auf Alpha-1-Rezeptoren.
    • Positiv inotrop über β-Agonismus → Anstieg des Blutdrucks
    • Vasokonstriktion über α1-Agonismus 
    • Herzfrequenz bleibt weitgehend unverändert
  • Wirkung verstärkt bei gleichzeitiger Gabe von:
    • Anderen Sympathomimetika (z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Dobutamin) → Additive Blutdruck- und Herzfrequenzsteigerung
    • MAO-Hemmern → Verstärkte sympathomimetische Wirkung mit ausgeprägter Hypertonie und Tachykardie
    • Trizyklischen Antidepressiva → Potenzierung der katecholaminergen Effekte
    • Schilddrüsenhormonen → Gesteigerte kardiovaskuläre Empfindlichkeit
  • Wirkung abgeschwächt bei gleichzeitiger Gabe von:
    • Nichtselektiven Betablockern → Abschwächung der β-vermittelten inotropen Wirkung, mögliches Überwiegen vasokonstriktiver Effekte
    • α-Blockern → Verminderte Vasokonstriktion
  • Tachykardie
  • Hypertonie
  • Angina pectoris
  • Lichtschutz: Im Umkarton aufbewahren
  • Temperatur: Nicht über 25 °C lagern
  • Pharmakologie des Herz-Kreislauf-Systems
  • Sympathikus (Pharmakologie)
  • Narkose im Rettungsdienst
  • ratiopharm GmbH: Fachinformation Akrinor® 200 mg/2 ml + 10 mg/2 ml Injektionslösung, Stand: Mai 2025
  • Aktories K, Förstermann U, Hofmann FB, Flockerzi V (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 13. Auflage, 2022. ISBN: 978-3-437-42622-3
  • Wanka V, Weiß S: Medikamente im Rettungsdienst. Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2019. ISBN: 978-3-13-242824-9
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026
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