Einleitung

Einer der bekanntesten Notfälle in der Spätschwangerschaft ist das Vena-cava-Kompressionssyndrom. Dabei kommt es zu einer Kompression der Vena cava inferior
Das Gewicht des Fetus und der mit Fruchtwasser und Plazenta gefüllten Gebärmutter lastet auf der Vena cava inferior
MerkeDie meisten Schwangeren werden bereits im Vorfeld durch ihre:n Gynäkolog:in über das Vena-cava-Kompressionssyndrom aufgeklärt und verhalten sich oft bereits entsprechend richtig. Dennoch sollte bei einer Synkope
in der Schwangerschaft immer die Lagerung der Schwangeren in der jeweiligen Situation erfragt werden, um ein Vena-cava-Kompressionssyndrom auszuschließen.
Symptome
Die Symptomatik eines solchen Ereignisses besteht zunächst in einer Tachykardie
Diagnostik

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A: Fetale Herzfrequenz
B: Von der Mutter gefühlte Kindsbewegungen (durch Knopfdruck aufgezeichnet)
Im CTG, d.h. im Cardiotokogramm, kann bei einem akuten Ereignis eine Bradykardie
Insbesondere nach einer Synkope
Wird die Synkope
Therapie
Das Problem ist leicht zu beheben und vor allem präventiv zu behandeln. Da dieses Problem erst im dritten Trimenon der Schwangerschaft relevant wird, wird der Schwangeren empfohlen, sich ab diesem Zeitpunkt im Liegen
in die Linksseitenlage zu begeben, um eine Kompression der Vena cava inferior
Prüfungswissen
Ursachen:
- Abdrücken der Vena cava inferior
durch das Gewicht des Fötus, des Uterus bzw. des abdominellen Fettgewebes - Resultierend reduzierter Rückfluss des Blutes zum Herzen
- Entsprechend reduziertes Herzzeitvolumen mit Kreislaufdysregulation der Schwangeren und Minderversorgung des Fötus
Symptome:
- Tachykardie
- Hypotonus
- Synkope
- Ggf. Dyspnoe
- Ggf. Übelkeit und Schwindel
- Befund im CTG: Dezeleration, Bradykardie
Therapie:
- Drehung des Schwangeren auf die linke Seite
- Abklärung der Synkope
(Forschung nach anderen Ursachen) - CTG zur Beurteilung des Kindes
- Ggf. kardiopulmonale Überwachung der Schwangeren
- Aufklärung zur Prävention eines Vena-cava-Kompressionssyndroms

