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Abbau von Glycogen (Glycogenolyse)

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3 Minuten Lesezeit
  • Funktion: Die Glycogenolyse ist der Abbau von gespeichertem Glycogen in Glucoseeinheiten zur Energieversorgung
  • Ort: Hauptsächlich in der Leber und in Muskelzellen
  • Enzyme: Eine Reihe von Enzymen, darunter Glycogenphosphorylase, katalysieren die Schritte der Glycogenolyse
  • Glycogenphosphorylase: Die Glycogenphosphorylase katalysiert den phosphorolytischen Abbau einzelner α-1,4-glycosidisch verknüpfter Glucosemoleküle vom nicht-reduzierenden Ende des verzweigten Glycogenmoleküls. Dabei wird anorganisches Phosphat benötigt, um den Glycogenabbau zu ermöglichen
  • Stimulation: Glycogenolyse wird durch Hormone wie Glucagon und Adrenalin stimuliert, die bei niedrigem Blutzuckerspiegel oder bei Bedarf an schneller Energie freigesetzt werden
  • Erzeugung von Glukose-6-phosphat: Das entstandene Glucose-1-phosphat wird zu Glucose-6-phosphat isomerisiert
  • Glucose-6-phosphat im Muskel: Tritt direkt in die Glycolyse ein und deckt damit den eigenen Glucosebedarf
  • Glucose-6-phosphat in der Leber: Glucose-6-phosphat wird durch dephosphorylierung (Glucose-6-phosphatase) zu Glucose umgewandelt und ans Blut abgegeben und hält somit den Blutglucosespiegel konstant

1. Glycogenphosphorylase-Reaktion

  • Reaktion: Spaltung von α-1,4-Bindungen am nicht reduzierenden Ende von Glycogen
  • Enzym: Glycogenphosphorylase
  • Produkt: Glucose-1-phosphat
  • Besonderheit:
    • Endet 4 Glucosemoleküle vor einer Verzweigungsstelle
    • Kann keine α-1,6-Bindungen spalten
  • Coenzym: Pyridoxalphosphat (PALP) 

2. Debranching-Enzym-Reaktionen

  • Enzym: Bifunktionell mit Transferase- und Glucosidaseaktivität
    • 1,4→1,4-Glucantransferase:
      • Überträgt 3 Glucosemoleküle von der Seitenkette auf die Hauptkette
      • Spaltet und bildet neue α-1,4-Bindungen
    • Amylo-1,6-Glucosidase:
      • Spaltet hydrolytisch die verbleibende α-1,6-gebundene Glucose
      • Produkt: Freie Glucose
  • Nach der Entzweigung baut die Glycogenphosphorylase die lineare Kette weiter ab

Glycogenabbau:

Glyocgenabbau

Schlüsselenzyme:

1. Glycogenphosphorylase:

  • Fördert den Glycogenabbau
  • Aktiviert durch Phosphorylierung (z. B. durch Proteinkinasen) 

2. Glycogensynthase:

  • Fördert die Glycogensynthese
  • Aktiviert durch Dephosphorylierung 

Hormonelle Regulation

  • Glucagon (Leber) & Adrenalin (Leber und Muskel):
  • Signalweg:
    1. Bindung an G-Protein-gekoppelte Rezeptoren
    2. Aktivierung der Adenylatzyklase → Umwandlung von ATP zu cAMP (Second Messenger)
    3. cAMP aktiviert die Proteinkinase A (PKA)
    4. PKA phosphoryliert und aktiviert die Phosphorylasekinase, die die Glycogenphosphorylase aktiviert → Glycogenabbau steigt
    5. PKA phosphoryliert und hemmt die Glycogensynthase → Glycogensynthese wird gehemmt
  • Insulin (bei hohem Blutzucker):
    • Signalweg:
      • BindunganmembranständigenInsulinrezeptor.
      • Aktivierung von Proteinkinase B (PKB).
      • PKB hemmt die Glycogensynthasekinase 3 (GSK-3) → Glycogensynthase wird durch Dephosphorylierung aktiviert → Glycogensynthese steigt.
      • Aktivierung der Phosphodiesterase, die cAMP zu 5’-AMP abbaut → Hemmung des Glycogenabbaus.
      • Aktivierung der Proteinphosphatase I (PP-I), die die Phosphorylasekinase und Glycogenphosphorylase dephosphoryliert → Glycogenabbau wird gestoppt.

Allosterische Regulation

  • Glycogenphosphorylase (Abbau):
    • Aktivatoren: AMP (Energiemangel) und Calcium (Muskelarbeit)
    • Hemmer: ATP, Glucose (Leber)
  • Glycogensynthase (Synthese):
    • Aktivator: Glucose-6-phosphat (fördert Dephosphorylierung)
Zuletzt aktualisiert am 17.09.2025
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