Funktion: Die Glycogenolyse ist der Abbau von gespeichertem Glycogen in Glucoseeinheiten zur Energieversorgung
Ort: Hauptsächlich in der Leber und in Muskelzellen
Enzyme: Eine Reihe von Enzymen, darunter Glycogenphosphorylase, katalysieren die Schritte der Glycogenolyse
Glycogenphosphorylase: Die Glycogenphosphorylase katalysiert den phosphorolytischen Abbau einzelner α-1,4-glycosidisch verknüpfter Glucosemoleküle vom nicht-reduzierenden Ende des verzweigten Glycogenmoleküls. Dabei wird anorganisches Phosphat benötigt, um den Glycogenabbau zu ermöglichen
Stimulation: Glycogenolyse wird durch Hormone wie Glucagon und Adrenalin stimuliert, die bei niedrigem Blutzuckerspiegel oder bei Bedarf an schneller Energie freigesetzt werden
Erzeugung von Glukose-6-phosphat: Das entstandene Glucose-1-phosphat wird zu Glucose-6-phosphat isomerisiert
Glucose-6-phosphat im Muskel: Tritt direkt in die Glycolyse ein und deckt damit den eigenen Glucosebedarf
Glucose-6-phosphat in der Leber: Glucose-6-phosphat wird durch dephosphorylierung (Glucose-6-phosphatase) zu Glucose umgewandelt und ans Blut abgegeben und hält somit den Blutglucosespiegel konstant
1. Glycogenphosphorylase-Reaktion
Reaktion: Spaltung von α-1,4-Bindungen am nicht reduzierenden Ende von Glycogen
Enzym: Glycogenphosphorylase
Produkt: Glucose-1-phosphat
Besonderheit:
Endet 4 Glucosemoleküle vor einer Verzweigungsstelle
Kann keine α-1,6-Bindungen spalten
Coenzym: Pyridoxalphosphat (PALP)
2. Debranching-Enzym-Reaktionen
Enzym: Bifunktionell mit Transferase- und Glucosidaseaktivität
1,4→1,4-Glucantransferase:
Überträgt 3 Glucosemoleküle von der Seitenkette auf die Hauptkette
Spaltet und bildet neue α-1,4-Bindungen
Amylo-1,6-Glucosidase:
Spaltet hydrolytisch die verbleibende α-1,6-gebundene Glucose
Produkt: Freie Glucose
Nach der Entzweigung baut die Glycogenphosphorylase die lineare Kette weiter ab
Glycogenabbau:
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Schlüsselenzyme:
1. Glycogenphosphorylase:
Fördert den Glycogenabbau
Aktiviert durch Phosphorylierung (z. B. durch Proteinkinasen)
2. Glycogensynthase:
Fördert die Glycogensynthese
Aktiviert durch Dephosphorylierung
Hormonelle Regulation
Glucagon (Leber) & Adrenalin (Leber und Muskel):
Signalweg:
Bindung an G-Protein-gekoppelte Rezeptoren
Aktivierung der Adenylatzyklase → Umwandlung von ATP zu cAMP (Second Messenger)
cAMP aktiviert die Proteinkinase A (PKA)
PKA phosphoryliert und aktiviert die Phosphorylasekinase, die die Glycogenphosphorylase aktiviert → Glycogenabbau steigt
PKA phosphoryliert und hemmt die Glycogensynthase → Glycogensynthese wird gehemmt
Insulin (bei hohem Blutzucker):
Signalweg:
BindunganmembranständigenInsulinrezeptor.
Aktivierung von Proteinkinase B (PKB).
PKB hemmt die Glycogensynthasekinase 3 (GSK-3) → Glycogensynthase wird durch Dephosphorylierung aktiviert → Glycogensynthese steigt.
Aktivierung der Phosphodiesterase, die cAMP zu 5’-AMP abbaut → Hemmung des Glycogenabbaus.
Aktivierung der Proteinphosphatase I (PP-I), die die Phosphorylasekinase und Glycogenphosphorylase dephosphoryliert → Glycogenabbau wird gestoppt.
Allosterische Regulation
Glycogenphosphorylase (Abbau):
Aktivatoren: AMP (Energiemangel) und Calcium (Muskelarbeit)
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Zuletzt aktualisiert am 17.09.2025
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