Bereits im proximalen Tubulus werden nahezu 100% der filtrierten Aminosäuren (AS) transzellulär resorbiert, hauptsächlich durch einen sekundär-aktiven Na+-Symport. Es gibt Aminosäure-spezifische Transportsysteme, die strukturell verwandte Aminosäuregruppen (z.B. saure, basische oder neutrale Aminosäuren) transportieren können. In der folgenden Abbildung ist nur ein Teil der Transportprozesse dargestellt. Über PEPT2 werden Peptide über einen H+-getriebenen Cotransportin die Tubuluszelle transportiert. Basolateral gelangen die Aminosäuren über Austauscher und erleichterte Diffusionins Blut. Eine vermehrte renale Ausscheidung von Aminosäuren wird als Aminoazidurie bezeichnet.
Protein-Resorption
Proximaler Tubulus
Albuminund größere Proteine können den glomerulären Filter normalerweise kaum passieren, dennoch gelangen täglich bis zu ca. 2 g Albuminin den Primärharn. Es erfolgt eine Resorption des größten Teils des Albumins im proximalen Tubulus. Unter pathologischen Bedingungen (z.B. bei Verlust der negativen Festladungen im glomerulären Filter aufgrund einer Glomerulonephritis) kann es zu einer vermehrten Filtration von Albumin kommen. In der Folge ist die Resorptionskapazität im Tubulus überschritten und es resultiert eine Ausscheidung von Albumin mit dem Urin. Dies wird als Albuminurie bezeichnet. Proteine werden durch Endozytosein die Tubuluszelle aufgenommen und lysosomal gespalten.
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Zuletzt aktualisiert am 22.09.2025
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