Die Aufmerksamkeit beschreibt die selektive Ausrichtung kognitiver Ressourcen auf relevante Informationen. Da die Verarbeitungskapazität des Gehirns begrenzt ist, werden Reize gefiltert und priorisiert. Aufmerksamkeit beeinflusst wesentlich, welche Informationen bewusst wahrgenommen und weiterverarbeitet werden.
Die Wahrnehmung ist kein passiver Prozess der Reizaufnahme, sondern eine aktive Verarbeitung und Interpretation sensorischer Informationen. Wahrnehmungsprozesse werden sowohl durch Sinnesreize als auch durch Erwartungen, Erfahrungen und Kontextfaktoren beeinflusst.
Die Gestaltpsychologie entwickelte sich als Gegenbewegung zur Vorstellung, Wahrnehmung bestehe aus einzelnen Sinneselementen. Stattdessen wird davon ausgegangen, dass das Gehirn Reize unmittelbar zu strukturierten Ganzheiten (Gestalten) organisiert. Zentrale Gestaltgesetze sind die Nähe, Ähnlichkeit, Geschlossenheit, gute Fortsetzung, Figur-Grund-Trennung und das Gesetz der Prägnanz. Der Grundgedanke lautet, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.
InfoDie Gestaltpsychologie zählt zu den wichtigsten Grundlagen moderner Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie und beeinflusst bis heute Forschung zu Aufmerksamkeit, visueller Verarbeitung und Informationsorganisation.
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