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Abdomen und Bauchfell (RD)

Bauchhöhle, Peritoneum
8 Minuten Lesezeit

Das Abdomen besteht aus der Bauchwand, der Bauchhöhle sowie den darin liegenden Organen. Die Bauchwand wird überwiegend von Muskeln gebildet und trägt gemeinsam mit der Rücken- und Hüftmuskulatur zur Bewegung und Stabilität des Rumpfes bei.

Die Bauchhöhle lässt sich anhand ihrer Auskleidung durch das Peritoneum (Bauchfell) in zwei Bereiche unterteilen: 

  • die Peritonealhöhle, die vom Bauchfell ausgekleidet ist
  • der Extraperitonealraum, welcher außerhalb dieser Auskleidung liegt

Je nach Lage werden die Organe entsprechend in intraperitoneale  und extraperitoneale Organe unterschieden.

Bauch- und Beckenhöhle werden durch die obere Beckeneingangsebene getrennt.

Die Bauchhöhle enthält folgende Organe: Magen, Leber, Gallenblase, Milz, Dünndarm und Teile des Dickdarms. Zusätzlich liegen retroperitoneal: Pankreas (größtenteils), Nieren und Nebennieren.

 Definition

Die Bauchwand ist die muskel- und bindegewebige Struktur, die den Abdomenraum umgibt und schützt. Sie besteht aus verschiedenen Schichten, darunter die Muskulatur, das Fasziengewebe und die Haut, und bietet mechanischen Schutz für die inneren Organe, spielt eine wichtige Rolle bei der Atmung und der Haltung und ermöglicht Bewegungen des Oberkörpers.

  • Anpassungsfähig an verändertes Organvolumen (z.B. bei Nahrungsaufnahme oder Schwangerschaft)
  • Schwankender intraabdomineller Druck durch Atmung und Bauchpresse
  • Muskulärer Aufbau → Beitrag zu Rumpfbewegung und -stabilität (zusammen mit Rücken- und Hüftmuskulatur)

Aufbau:

Die Bauchwand ist von oberflächlich nach tief folgendermaßen aufgebaut:

  • Haut (Cutis)
  • Subkutanes Fettgewebe (Subcutis)
  • Fascia abdominalis superficialis
  • Bauchmuskeln
  • Fascia transversalis
  • Peritoneum parietale
Vordere Bauchwand
Schnitt durch die vordere Bauchwand

Eine horizontale Linie, die durch den Bauchnabel verläuft, teilt das Abdomen in einen oberen und einen unteren Bereich, die als Oberbauch und Unterbauch bezeichnet werden.

BereichEnthaltene Organe
Oberbauch
  • Magen
  • Duodenum
  • Leber
  • Gallenblase mit Gallenwegen
  • Milz
  • Pankreas
Unterbauch
  • Dünndarm (ohne Duodenum)
  • Dickdarm (ohne Rektum)
 Tipp
Das Colon transversum liegt zwar anatomisch oberhalb der Bauchnabellinie, wird jedoch funktionell dem Unterbauch zugeordnet
 Definition

Das Peritoneum (Bauchfell) ist eine seröse Membran, die mit ihren beiden Blättern die Bauchhöhle auskleidet und eine reibungslose Verschiebung der inneren Organe ermöglicht.

  • Peritoneum viscerale (viszerales Peritoneum): Bedeckt die in der Peritonealhöhle befindlichen Organe
  • Peritoneum parietale (parietales Peritoneum): Auskleidung der Peritonealhöhle
  • Das Bauchfell teilt den Bauch- und Beckenraum in zwei Hauptbereiche:
    1. Peritonealhöhle (Cavitas peritonealis): Dies ist ein mit einer serösen Membran ausgekleideter Raum, den das Peritoneum umschließt
    2. Extraperitonealraum (Spatium extraperitoneale): Dieser Bereich besteht aus Bindegewebe und enthält wichtige Leitungsbahnen sowie die Nieren. Er befindet sich hinter oder unterhalb der Peritonealhöhle.
Peritoneum (Bauchfell)
Peritoneum viscerale und parietale

Abhängig von ihrem Ursprungsort während der embryonalen Entwicklung und den anschließenden Verschiebungen, die durch Wachstumsprozesse, Verlagerungen und Drehungen des Darmrohrs sowie seiner zugehörigen Mesenterien erfolgen, befinden sich die Organe des Bauch- und Beckenraums in unterschiedlichen Positionen in Bezug zum Peritoneum. Daher wird zwischen Organen, die innerhalb des Peritoneums liegen (intraperitonealund solchen, die außerhalb des Peritoneums liegen (extraperitoneal), unterschieden: 

  • Intraperitoneale Organe:
    • Liegen innerhalb der Peritonealhöhle
    • Sind vollständig von dem viszeralen Blatt des Peritoneums bedeckt
  • Extraperitoneale Organe:
    • Liegen außerhalb der Peritonealhöhle
    • Oft mit Bezug zum parietalen Peritoneum
Peritonealverhältnisse
 Tipp
Klinischer Ausblick: Peritonialreizung

Eine Peritonealreizung äußert sich klinisch oft durch Druckschmerz, Abwehrspannung und Loslassschmerz. Besonders das parietale Peritoneum ist somatisch sensibel innerviert und daher bei Entzündung oder Reizung gut lokalisierbar schmerzhaft.

 Definition

Das Mesenterium ist eine doppelschichtige Peritonealstruktur (Peritonealduplikatur), die intraperitoneale Organe an der hinteren Bauchwand befestigt.

Es besteht aus Binde- und Fettgewebe.

Funktion:

  • Fixierung der Bauchorgane an der hinteren Bauchwand
  • Begrenzung der Beweglichkeit der Organe
  • Leitstruktur für Gefäße, Nerven und Lymphbahnen
Mesenterium (Meso, Gekröse)
 Tipp

Die Bezeichnung erfolgt jeweils durch die Vorsilbe „Mes-“ bzw. „Meso-“ in Kombination mit dem zugehörigen Organ.

Beispiel: Mesocolon transversum = Gekröse des Colon transversum

Bauchwand:

 Definition

Die Bauchwand ist die muskel- und bindegewebige Struktur, die den Abdomenraum umgibt und schützt. Sie besteht aus verschiedenen Schichten, darunter die Muskulatur, das Fasziengewebe und die Haut, und bietet mechanischen Schutz für die inneren Organe, spielt eine wichtige Rolle bei der Atmung und der Haltung und ermöglicht Bewegungen des Oberkörpers.

Die Bauchwand ist von oberflächlich nach tief folgendermaßen aufgebaut:

  • Haut (Cutis)
  • Subkutanes Fettgewebe (Subcutis)
  • Fascia abdominalis superficialis
  • Bauchmuskeln
  • Fascia transversalis
  • Peritoneum parietale

Einteilung der Bauchhöhle:

BereichEnthaltene Organe
Oberbauch
  • Magen
  • Duodenum
  • Leber
  • Gallenblase mit Gallenwegen
  • Milz
  • Pankreas
Unterbauch
  • Dünndarm (ohne Duodenum)
  • Dickdarm (ohne Rektum)

Bauchfell (Peritoneum):

 Definition

Das Peritoneum (Bauchfell) ist eine seröse Membran, die mit ihren beiden Blättern die Bauchhöhle auskleidet und eine reibungslose Verschiebung der inneren Organe ermöglicht.

  • Peritoneum viscerale (viszerales Peritoneum): Bedeckt die in der Peritonealhöhle befindlichen Organe
  • Peritoneum parietale (parietales Peritoneum): Auskleidung der Peritonealhöhle
  • Das Bauchfell teilt den Bauch- und Beckenraum in zwei Hauptbereiche:
    1. Peritonealhöhle (Cavitas peritonealis): Dies ist ein mit einer serösen Membran ausgekleideter Raum, den das Peritoneum umschließt
    2. Extraperitonealraum (Spatium extraperitoneale): Dieser Bereich besteht aus Bindegewebe und enthält wichtige Leitungsbahnen sowie die Nieren. Er befindet sich hinter oder unterhalb der Peritonealhöhle
  • Intraperitoneale Organe:
    • Liegen innerhalb der Peritonealhöhle
    • Sind vollständig von dem viszeralen Blatt des Peritoneums bedeckt
  • Extraperitoneale Organe:
    • Liegen außerhalb der Peritonealhöhle

Mesenterium:

 Definition

Das Mesenterium ist eine doppelschichtige Peritonealstruktur (Peritonealduplikatur), die intraperitoneale Organe an der hinteren Bauchwand befestigt.

Es besteht aus Binde- und Fettgewebe.

  • Funktion:
    • Fixierung der Bauchorgane an der hinteren Bauchwand
    • Begrenzung der Beweglichkeit der Organe
    • Leitstruktur für Gefäße, Nerven und Lymphbahnen
 Tipp

Wenn ihr mehr wissen möchtet, empfehlen wir euch die verlinkten Artikel aus der Vorklinik.

  • Abdomen und Peritoneum
  • Venen der Bauchorgane
  • Arterien des Bauchraums
  • Lymphabfluss der Bauchorgane
  • Vegetative Innervation der Bauch- und Beckenorgane
  • Koch, S., Schwarz, M., retten - Anatomie Physiologie, Elsevier, 2023, ISBN: 978-3132421172
  • Behrends J, Bischofberger J, Deutzmann R, Ehmke H, Frings S, Grissmer S, Hoth M, Kurtz A, Leipziger J et al: Duale Reihe Physiologie, 4., unveränderte Auflage. Georg Thieme Verlag. 2021. ISBN: 9783132438644
Zuletzt aktualisiert am 27.05.2026
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