Bestandteil fast aller biologischen Membranen tierischer Zellen (5–30% des Gesamtlipids; Ausnahme: innere Mitochondrienmembran mit geringem Anteil)
Cholesterin puffert Membranfluidität: Es senkt die Fluidität bei hoher Temperatur und erhöht sie bei niedriger Temperatur
Ausgangssubstanz für:
Synthese von Steroidhormonen (z. B. Glucocorticoide, Geschlechtshormone)
Bildung von Gallensäuren
Produktion von Vitamin D
Empfohlene Zufuhr:
Keine allgemeine Mengenempfehlung, frühere Empfehlung: max. 300 mg/Tag
90% werden endogen synthetisiert, vor allem in der Leber
Weitere Syntheseorte: Darmschleimhaut, Haut, steroidhormonbildende Drüsen
Vorkommen:
Tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Milchprodukte
Weitere Eigenschaften:
Wirkung auf Plasmalipide variiert individuell (abhängig von Genetik und Gesamternährung)
Gesättigte Fettsäuren beeinflussen den Plasma-Cholesterinspiegel stärker als Nahrungscholesterin
Der Körper reguliert die Cholesterinsynthese abhängig von der zugeführten Menge
Herkunft des Cholesterins
Eigene Synthese:
Ausgangsstoff: Acetyl-CoA
Syntheseorte: Zytosol und endoplasmatisches Retikulum
Aufnahme aus LDL:
Rezeptorvermittelte Endozytose
Freisetzung von Cholesterin in Lysosomen
Verwertung von Cholesterin
Einbau in Membranen
Synthese von Steroidhormonen und Gallensäuren
Transport in die Galle.
Speicherung als Cholesterinester:
Veresterung durch ACAT1/2 (aktivierte Fettsäuren dienen als Substrat)
Speicherung als Fetttröpfchen oder Einbau in Lipoproteine
Aktivierung durch Cholesterin und 25-Hydroxycholesterin
Freisetzung von gespeichertem Cholesterin
Durch neutrale Cholesterinesterasen (z. B. hormonsensitive Lipase)
Regulation der Cholesterinkonzentration
ACAT:
Aktiviert durch Cholesterin → Veresterung überschüssigen Cholesterins
HMG-CoA-Reduktase:
Schlüsselenzym der Cholesterinsynthese
Negative Rückkopplung bei hoher Cholesterinkonzentration → proteasomaler Abbau
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Cholesterin ist ein C27-Sterin und gehört zu den Steroiden. Es besteht aus einem Steran-Gerüst mit einer Hydroxygruppe am C3-Atom und weiteren typischen Strukturelementen. Da Cholesterin essenzielle Funktionen erfüllt, können viele Zellen es selbst synthetisieren, insbesondere die Leber, aber auch Darmschleimhaut, Haut und steroidhormonbildende Drüsen.
5. Isomerisierung von Isopentenylpyrophosphat (C5)
Enzym: Isopentenylpyrophosphatisomerase
Produkt: 3,3-Dimethylallylpyrophosphat (C5)
Synthese von aktivierten Isopreneinheiten aus Mevalonat:
2. Kondensation von Isopreneinheiten zu Squalen (C30):
Ort: Zytosol
Aus 6 aktivierten Isopreneinheiten (4 Isopentenylpyrophosphat und 2 Dimethylallylpyrophosphat) werden in zwei Kopf-an-Schwanz-Kondensationen zwei Moleküle Farnesylpyrophosphat (C15) gebildet
Diese kondensieren anschließend über eine Kopf-an-Kopf-Kondensation zu Squalen (C30)
10. Cyclisierung von Squalenepoxid zu Lanosterin (C30)
Enzym: Cyclase
Produkt: Lanosterin enthält bereits das Sterangerüst
11. Umwandlung von Lanosterin in Cholesterin
Reaktionsschritte:
Umlagerung von Methylgruppen
Reduktion einer Doppelbindung mit NADPH + H+
Endprodukt: Cholesterin (C27)
Energiebilanz:
Energieverlust durch Acetyl-CoA-Verbrauch
6 Isopreneinheiten → gebildet aus 18 Acetyl-CoA
Diese könnten ~180 ATP liefern (wenn oxidiert)
Direkter Energieverbrauch
ATP-Verbrauch:
Aktivierung von 6 Mevalonat → 6 Isopentenylpyrophosphat
18 ATP benötigt (3 ATP pro Mevalonat)
NADPH-Verbrauch:
12 NADPH für Mevalonat → Isopreneinheiten
1 NADPH für Squalenbildung
2 NADPH für Cholesterinsynthese aus Squalen
Gesamt: 15 NADPH
Regulation der Synthese
Hoher Energieverbrauch → Synthese nur bei guter Substratversorgung
AMPK reguliert Cholesterinsynthese
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Zuletzt aktualisiert am 22.09.2025
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