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Depression (RD)

Depression, depressive Episode, Rezidivierende Depression, leichte Depression, mittelgradige Depression, schwere Depression, Depression mit psychotischen Symptomen
12 Minuten Lesezeit

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und können in akuten Situationen ein lebensbedrohliches Risiko darstellen, insbesondere bei Suizidgedanken oder -handlungen. Sie sind Teil der affektiven Störungen. Sie beeinflussen insbesondere die Stimmung, den Schlafcharakter sowie den Antrieb. Im Rettungsdienst liegt der Fokus auf der Erkennung akuter Gefährdungslagen, der Sicherung der Vitalfunktionen, dem respektvollen Umgang mit Patient:innen und der koordinierten Übergabe an weiterbehandelnde Stellen. Jede depressive Symptomatik sollte als potenziell ernstzunehmender Notfall betrachtet werden.

 Tipp

Bei Verdacht auf Depression oder Suizidalität Patient:innen nicht alleinlassen, ruhig ansprechen und die Gefährdung aktiv abklären („Haben Sie Gedanken, sich etwas anzutun?“).

 Definition

Eine Depression ist eine affektive Störung, die durch eine anhaltend gedrückte Stimmung, Verlust von Interesse oder Freude und eine verminderte Antriebskraft gekennzeichnet ist. Hinzu kommen häufig Schlafstörungen, Appetitveränderungen, Konzentrationsminderung, Schuld- oder Wertlosigkeitsgefühle sowie Suizidgedanken

 Info

Die Symptomatik besteht mindestens zwei Wochen und beeinträchtigt das soziale, berufliche oder körperliche Funktionsniveau deutlich.

 Tipp
Zwei einfache Fragen können Hinweise liefern:
  1. „Fühlen Sie sich seit einiger Zeit antriebslos oder niedergeschlagen?“
  2. „Haben Sie kaum noch Interesse an Dingen, die Ihnen sonst Freude bereiten?“

Bei bejahenden Antworten immer an eine depressive Episode denken.

Depressionen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren

Zu den häufigsten beitragenden Faktoren zählen:

  • Genetische Veranlagung und familiäre Häufung
  • Neurochemische Veränderungen (v.a. Serotonin-, Noradrenalin- und Dopamin-Ungleichgewicht)
  • Chronischer Stress mit Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse
  • Schwere körperliche Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Tumorerkrankungen)
  • Medikamente (z.B. Kortikosteroide, Interferone, Betablocker, Digitalis, Antibiotika wie Gentamycin, Antiepileptika, chronischer Konsum von Benzodiazepinen, Thirazide)
  • Substanzmissbrauch oder Entzug
  • Psychosoziale Belastungen, Verlusterlebnisse oder Isolation
 Achtung

Achte auf Hinweise wie Medikamentenumstellungen, chronische Schmerzen, soziale Isolation oder Substanzkonsum. Sie können wichtige Auslöser oder Verstärker sein.

 Achtung
Immer eine organisch bedingte Depression ausschließen

Typische Gründe hierfür wären u.a.:

  • Hypothyreose
  • Morbus Cushing
  • Schlaganfall
  • Morbus Parkinson
  • Krebserkrankte Patienten
  • Multiple Sklerose
  • Epilepsie

Die Depression stellt ein Risikofaktor für folgende Erkrankungen dar:

  • Myokardinfarkt
  • Metabolisches Syndrom
  • Diabetes
  • Osteoporose
  • Suizid

Einteilung nach ICD-10

Depressive Episode (F32):

  • F32.0 Leichte depressive Episode
  • F32.1Mittelgradige depressive Episode
  • F32.2Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
  • F32.3Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
  • F32.8 – Sonstige depressive Episoden
  • F32.9 – Depressive Episode, nicht näher bezeichnet

Rezidivierende depressive Störung (F33):

  • F33.0 – Wiederkehrende depressive Störung, gegenwärtige Episode leicht
  • F33.1 – Wiederkehrende depressive Störung, gegenwärtig Episode mittelgradig
  • F33.2 – Wiederkehrende depressive Störung, gegenwärtige Episode schwer ohne psychotische Symptome
  • F33.3 – Wiederkehrende depressive Störung, gegenwärtige Episode schwer mit psychotischen Symptomen
  • F33.4 – Wiederkehrende depressive Störung, gegenwärtige Episode remittiert
  • F33.9 – Wiederkehrende depressive Störung, nicht näher bezeichnet

Weitere relevante Kategorien:

  • F34.1 – Anhaltende affektive Störung (z.B. Dysthymie)
  • Zusätzlich: typische und atypische Verlaufsformen (klinisch bedeutsam, aber nicht mit eigenem ICD-10 Code versehen)
 Info

Durch die vielen unterschiedlichen ICD-Codes, die eine Depression beschreiben, wird klar, dass es sich um eine sehr vielfältige und diffuse Erkrankung handelt. 

 Typische DepressionAtypische Depression
Symptome
  • Morgentief, frühes Erwachen
  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust
  • Trauer
  • Niedergeschlagenheit
  • Melancholie
  • Psychomotorische Hemmung
  • Vermehrtes Schlafbedürfnis, mit Tagesmüdigkeit
  • Appetitsteigerung mit Gewichtszunahme
  • Gereiztheit, bis hin zur Aggressivität
  • „Schwere“ Extremitäten
 Merke
SchweregradKriterien (vereinfacht)Hinweis auf Psychose
LeichtWeniger Symptome, Alltags-/ Arbeitsfähigkeit weitgehend erhaltenNein
MittelgradigMehr Symptome, deutliche Einschränkungen im AlltagNein
Schwer ohne PsychoseViele Symptome, starke Einschränkungen, aber Realitätsbezug erhaltenNein
Schwer mit PsychoseWie schwer, plus Wahnideen, Halluzinationen oder depressiver StuporJa
 Info
Reminder: Physiologische Grundlagen

Eine gesunde, nicht-depressive Stimmung beruht auf einem Gleichgewicht neurobiologischen Systemen:

  • Neurotransmitter: Serotonin, Noradrenalin und Dopamin sind im Gleichgewicht und gewährleisten stabile Stimmung, Motivation und Antrieb
  • HPA-Achse: Das Stresshormonsystem reagiert flexibel auf Belastungen, Cortisol wird nach Stress wieder normalisiert, die Rückkopplung über den Hippocampus funktioniert
  • Neuroplastizität: Hippocampus, präfrontaler Cortex und Amygdala arbeiten koordiniert, synaptische Anpassungsfähigkeit ermöglicht emotionale Regulation und Lernprozesse
  • Immunbalance: Entzündungsaktivität ist niedrig, das ZNS bleibt in sich stabil

Zusammengefasst: Eine stabile Stimmung entsteht durch ausgewogene Neurotransmission, intakte Stressregulation, ausreichende Neuroplastizität und entzündungsfreie Gehirnfunktion.

Die Depression ist eine funktionelle Störung der neuronalen Netzwerke, insbesondere im präfrontalen Cortex, limbischen System und Hippocampus

Zentrale pathophysiologische Hypothesen, welche zur Depression führen, sind:

  • Monoaminerge Dysbalance: Mangel an Serotonin, Noradrenalin und Dopamin beeinträchtigt Stimmung, Motivation und Antrieb
  • Stressachse-Dysregulation: Chronisch erhöhte Cortisolspiegel führen zu neuronaler Schädigung und verminderter Neuroplastizität
  • Neuroinflammation: Erhöhte proinflammatorische Zytokine (z.B. IL-6, TNF-α) wirken neurotoxisch
  • Reduzierte Neurogenese: Besonders im Hippocampus messbar, korreliert mit kognitiver und emotionaler Dysfunktion
 Info

Depression ist nicht „Charakterschwäche“, sondern eine biologisch nachvollziehbare Erkrankung. Diese Haltung hilft, Patient:innen empathisch und vorurteilsfrei zu begegnen.

Zwei der folgenden Leitsymptome müssen vorhanden sein. Mindestens zwei oder mehrere der sonstigen Symptome müssen ebenfalls erfüllt sein:

Leitsymptome:

  • Depressive Stimmung
  • Verlust von Interesse und Freude
  • Verminderter Antrieb bzw. erhöhte Ermüdbarkeit

Weitere Symptome:

  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit
  • Verminderte Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • Gefühle der Wertlosigkeit
  • Negatives und pessimistisches Denken, insbesondere Zukunftsgedanken
  • Schlafstörungen 
  • Verminderter Appetit
  • Suizidgedanken, Suizidpläne oder Ausführungsabsichten
 Achtung

Jedoch muss man zwischen den Symptomen einer „typischen und atypischen“ Depression unterscheiden können. Hiernach richtet sich die spätere, falls notwendig, medikamentöse Therapie.

Im präklinischen Umfeld steht eine rasche Einschätzung der Gefährdung und der Grundsymptome im Vordergrund. 

Hilfreiche Werkzeuge sind:

  • Beobachtung: affektive Verlangsamung, Antriebslosigkeit, Weinen, monotone Sprache, geringe Blickkontakte
  • Orientierte Befragung: Stimmung, Interessenverlust, Suizidgedanken, Substanzgebrauch
  • Vitalzeichenkontrolle: Hypoxie, Hypoglykämie, Intoxikation oder Infekt ausschließen
  • Blutzuckermessung: bei Bewusstseinsveränderungen immer durchführen
  • Information von Angehörigen: Verlauf, Medikamenteneinnahme, Vorbehandlungen
  • Suizidalität erfragen
 Tipp

Keine Sorge, es ist ein Mythos, dass man nicht-suizidalen Patient:innen mit dieser Frage den Gedanken an einen Suizid erst schmackhaft macht. Oftmals sind suizidale Patient:innen erleichtert, wenn sie offen auf ihre Suizidgedanken angesprochen werden.

  • Dokumentation: Zitate wörtlich festhalten („Ich will nicht mehr leben“)
 Achtung

Eine aktive Suizidalität ist immer ein psychiatrischer Notfall. Patient:innen müssen in eine Klinik mit psychiatrischer Versorgung gebracht werden. 

Niemals alleinlassen, auch nicht kurzzeitig!

3-Fragen-Test:

Wenn es im präklinischen Setting schnell gehen muss, können folgende Fragen zur groben Einschätzung helfen:

  1. Fühlten Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig, bedrückt und hoffnungslos?
  2. Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude auf Dinge, die Sie normalerweise gerne machen?
  3. Haben Sie Suizidgedanken?
 Tipp

Es wäre wichtig, die akute Suizidalität einzuschätzen und zu erfragen:

  • Haben Sie Suizidgedanken?
  • Haben Sie Suizidpläne?
  • Können Sie sich aktuell von Ausführungsabsichten distanzieren?
 Merke

Im Rettungsdienst geht es um Sicherung, Schutz und empathische Stabilisierung

Therapeutische Grundsätze:

  • Eigenschutz beachten 
    • Bei Eigengefährdung der betroffenen Person ist auch eine potenzielle Gefahr für die Einsatzkräfte gegeben
  • Vitalfunktionen sichern (ABCDE-Schema)
  • Symptomatische Therapie 
    • Antidotgabe bei Intoxikation
    • Wundversorgung bei Selbstverletzung
  • Hypoglykämie oder Hypoxie behandeln
  • Ruhige Kommunikation
    • Kein Druck oder Diskussionen über „Gründe“
    • Psychische Stabilisierung: Sicherheit vermitteln („Sie sind jetzt nicht allein“)
 Tipp

Betone Sicherheit und Vertrauen: „Wir kümmern uns jetzt gemeinsam darum, dass Sie Hilfe bekommen.“ Bei Unsicherheit Rücksprache mit Notärzt:in oder psychiatrischem Krisendienst halten.

 Merke
Transport vorbereiten
  • Über die Leitstelle bereits die Klinik verständigen und die betroffene Person ankündigen
  • Unter Umständen ist ein Arzt-zu-Arzt-Gespräch sinnvoll, um wichtige Informationen korrekt weiterzugeben
  • Die Entscheidung für eine psychiatrische Fachklinik oder für eine interdisziplinäre und somatische Notaufnahme ist stark abhängig von der Fallkonstellation. Auch eine ambulante Versorgung mit Anbindung in der hausärztlichen Versorgung sind nicht ausgeschlossen

Akute Suizidalität: 

  • Ausschluss hat immer höchste Priorität
  • Keine Bagatellisierung
  • Konsequente Sicherung und Zuweisung

Schwerer Suizidversuch: 

  • Lebensrettende Maßnahmen zuerst (z.B. Blutstillung, Atemwegssicherung)
  • Nachrangig, aber ebenso wichtig: psychiatrische Versorgung
  • Dokumentation der Auffindesituation sollte möglich genau erfolgen

Medikamentenintoxikation: 

  • Notfalltoxikologie, ggf. Aktivkohle
  • Antidotgabe erwägen 
  • Ggf. intensivmedizinische Betreuung
  • Symptomatische Versorgung

Depressive Stuporformen: 

  • Können mit Katatonie verwechselt werden – auf Atmung und Kreislauf achten
  • Typische Symptome
    • Extreme Verlangsamung oder vollständige Bewegungslosigkeit
    • Mutismus (Sprechen ist eingeschränkt oder unmöglich)
    • Starre Mimik mit fehlender oder stark verzögerter Reaktionen auf die Umwelt

Komorbide Suchterkrankung: 

  • Alkohol- oder Benzodiazepinentzug beachten
 Tipp

Bei agitierten oder katatonen Zuständen: ruhig, klar und non-konfrontativ kommunizieren; körperliche Fixierungen nur nach ärztlicher Anordnung und unter engmaschiger Überwachung.

Zusammenfassung:

  • Häufige psychische Erkrankung
  • Gedrückte Stimmung, Antriebsmangel, Interessenverlust und kognitive Einschränkungen
  • Patient:innen können sich selbst vernachlässigen, soziale Kontakte meiden oder suizidale Gedanken entwickeln
 Info

Im Rettungsdiensteinsatz ist das Erkennen, die sichere Einschätzung des Gefährdungspotenzials und die Vermittlung an weiterführende medizinische Versorgung entscheidend.

 Merke
  • Ruhe bewahren, patient:innenorientierte Kommunikation
  • Eigen- und Fremdgefährdung prüfen
  • Angehörige oder Bezugspersonen einbeziehen
  • Freiwillige Mitnahme fördern, Zwang nur bei akuter Eigengefährdung

Definition:

  • Depression ist eine affektive Störung
  • Hauptsymptome: Anhaltende gedrückte Stimmung, Verlust von Freude und Interesse, Antriebsschwäche und kognitiven sowie vegetativen Symptomen
  • ICD-10 Klassifikation: F32.x (Depressive Episode), F33.x (Rezidivierende Depression)
 Merke
  • Schweregrad einschätzen (leicht – mittel – schwer)
  • Auf Hinweise auf psychotische Symptome oder akute Suizidalität achten

Ursachen:

  • Genetisch: familiäre Belastung erhöht Risiko
  • Biologisch: Dysbalance von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin
  • Psychosozial: belastende Lebensereignisse, Isolation, Verlust
  • Somatisch: chronische Erkrankungen, hormonelle Störungen, neurologische Erkrankungen
 Tipp
  • Patientenanamnese möglichst sensibel erheben
  • Organische Ursachen bei auffälligen Vitalzeichen oder plötzlicher Verschlechterung berücksichtigen

Pathophysiologie:

  • Neurotransmitter: Serotonin, Noradrenalin, Dopamin im Ungleichgewicht
  • HPA-Achse: Überaktivität, Cortisolspiegel erhöht, gestörte Feedbackmechanismen
  • Neuroplastizität: reduzierte synaptische Anpassung, verkleinerter Hippocampus
  • Immunsystem: chronische, leichte proinflammatorische Aktivierung möglich
 Info
  • Verständnis für Symptomatik erhöht Einfühlungsvermögen
  • Bewusstsein, dass lethargisches oder passives Verhalten krankheitsbedingt ist

Diagnostik im Rettungsdiensteinsatz:

  • Psychiatrisch-psychologische Exploration: Stimmung, Antrieb, Suizidalität, Orientierung
  • Vitalzeichenkontrolle: Kreislauf, Atmung, Temperatur
  • Basislabor (bei Hinweis auf organische Ursachen): Glukose, Elektrolyte, Nieren-/Leberwerte, Schilddrüse
  • Gefährdungseinschätzung: akute Suizidalität, Selbst- oder Fremdgefährdung
  • Differenzialdiagnosen: Hypothyreose, Infektionen, akute neurologische Ereignisse, andere psychische Erkrankungen
 Merke
  • Offene Fragen stellen, direkte Suizidabfrage sensibel
  • Dokumentation der Vitalzeichen und Gesprächsinhalte
  • Wenn möglich Angehörige einbeziehen

Therapie im Rettungsdiensteinsatz:

  • Akute Stabilisierung: Sicherheit gewährleisten, Gefahren entfernen
  • Suizidprävention: freiwillige Mitnahme in Klinik bevorzugen, Zwang nur bei akuter Eigengefährdung
  • Beruhigung: ruhige Umgebung, kurze klare Anweisungen, ggf. Notarzt hinzuziehen
  • Transport: kontinuierliche Überwachung, psychische Betreuung während Transport
 Achtung
  • Keine moralische Bewertung
  • Fokus auf Schutz und Begleitung
  • Dokumentation von Zustand, Vitalzeichen, Verhalten, Suizidrisiko

Weiteres Vorgehen in der Klinik:

  • Diagnostik: detaillierte psychiatrische Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, ggf. Bildgebung
  • Therapie: Psychopharmakotherapie, Psychotherapie, EKT oder Ketamin bei therapieresistenten Fällen
  • Überwachung: Suizidrisiko, Vitalfunktionen, Compliance mit Therapie
  • Soziale Betreuung: Krisenintervention, Familienarbeit, Nachsorgeplanung
 Tipp
  • Übergabe an Klinikteam klar und strukturiert, inklusive Suizidrisiko, Medikamentenstatus, Vitalzeichen
  • Angehörige informieren und Übergabe dokumentieren

Besondere Situationen / Komplikationen im Rettungsdienst:

  • Akute Suizidalität: Selbstgefährdung, Gefahr durch Medikamente, Sturzrisiko
  • Psychomotorische Hemmung / Stupor: Patient:innen reagieren verzögert, Bewegungslimitiert
  • Aggression / Agitation: selten, kann bei komorbider Psychose auftreten
  • Medikamentenüberdosierung: mögliche Intoxikation, Vitalzeichen kontrollieren
 Merke
  • Sicherheit der Patient:innen und Einsatzkräfte priorisieren
  • Notarzt oder Polizei bei akuter Lebensgefahr hinzuziehen
  • Dokumentation für Klinikübergabe besonders wichtig
 Tipp

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Zuletzt aktualisiert am 27.05.2026
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