Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Anämieform und der Eisenmangel die häufigste Form der Mangelerkrankung. Weltweit leiden ca. 2 Milliarden Menschen an einem Eisenmangel. Die laborchemische Diagnostik eines Eisenmangels nimmt daher einen besonderen Stellenwert ein. Es sind insbesondere Frauen von einem Eisenmangel betroffen. Ursächlich für einen Eisenmangel kann eine mangelnde Zufuhr (z.B. im Rahmen einer vegetarischen Ernährung), eine mangelnde Resorption (z.B. bei einer Achlorhydrie, M. Crohn oder nach Y-Roux-Anastomose) oder ein erhöhter Bedarf (z.B. in der Schwangerschaft) sein. Ebenfalls können chronische Blutverluste (z.B. Menstruationsblutung, Ulcera, Tumorerkrankungen) oder eine chronische Entzündung (Anämie des chronisch Kranken) die Ursache sein. Da die Bakterien für ihre Zellteilung auf Eisen angewiesen sind, reguliert der Körper bei einer Infektion den Eisenspiegel herunter. Die am Eisenstoffwechsel beteiligten Proteine sind daher Akute- bzw. Anti-Akute-Phase-Proteine.
In den Artikelüberschriften haben wir die entsprechenden Veränderungen bei dem Vorliegen einer Eisenmangelanämie bzw. eines Eisenmangels markiert.
- S1-Leitlinie Eisenmangelanämie, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)




