Ein 73-jähriger Patient stellt sich mit Palpitationen vor. Er berichtet, dass er das Gefühl habe, sein Herz würde unregelmäßig schlagen und dass er weniger belastbar sei.
Folgendes EKG wurde geschrieben:
Vorhofflimmern
Auswertung
Frequenz: Mit 96 Schlägen pro Minute ist das EKG normofrequent.
Rhythmik: Das EKG ist absolut arrhythmisch. Wäre die Herzfrequenz mit 100 Schlägen/ Minute tachykard, würde man von einer Tachyarrhythmia absoluta sprechen.
Lagetyp: Da die Ableitung I positiv und II sowie III negativ sind, liegt ein überdrehter Linkstyp vor.
P-Wellen: Es sind keine P-Wellen abgrenzbar. Es lassen sich Flimmerwellen, insbesondere in der Ableitung V1 erkennen. Es liegt ein Vorhofflimmern vor.
QRS-Komplex: Der QRS-Komplex ist um die 100 ms breit. Dies erkennt man gut daran, dass der QRS-Komplex genau in ein großes Kästchen passt. Der überdrehte Linkstyp und die S-Persistenz in V6 deuten auf einen linksanterioren Hemiblock hin.
Erregungsrückbildung: Die ST-Strecke ist isoelektrisch. Die T-Welle ist positiv. Es liegen keine signifikanten Erregungsrückbildungsstörungen vor.
Bewertung: In diesem Beispiel liegt ein Vorhofflimmern vor.
Der Patient erhielt eine Pulmonalvenenisolation (PVI). Im Rahmen des Aufenthaltes fiel zusätzlich eine hochgradige Mitralklappeninsuffizienz auf. Zur Versorgung dieser mittels Mitraclip wurde der Patient erneut elektiv einbestellt.
Das EKG dieses Aufenthaltes nach der PVI findest du im nächsten
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EKG-Grundlagen Herzrhythmusstörungen: Übersicht Vorhofflimmern im EKG - Vorhofflimmern
Fallbeispiel gerinnungshemmende Therapie bei Vorhofflimmern

