Medi Know
Logo Image

EKG-Fallbeispiel 13

3 Minuten Lesezeit

In diesem Beispiel stellt sich ein Patient vor, der berichtet, dass sein Herz unregelmäßig schlage und ihm gelegentlich schwindelig sei. Beachtet bei der Auswertung, dass in diesem Beispiel eine Schreibgeschwindigkeit von 25 mm/s vorliegt.

EKG-Fallbeispiel: AV-Block II° Typ 1 Wenckebach

AV-Block II° Typ 1 Wenckebach

EKG-Fallbeispiel: AV-Block II° Typ 1 Wenckebach

Auswertung

Frequenz: Mit 51 Schlägen pro Minute liegt eine Bradykardie vor.

Rhythmus: Das EKG ist arrhythmisch. Es liegen zwei regelmäßige QRS-Komplexe vor, bis es zu einer Pause kommt.

Lagetyp: Es besteht ein Linkstyp.

P-Welle & PQ-Intervall: Es liegen P-Wellen mit einem zunehmenden PQ-Intervall vor. Zu Beginn ist das PQ-Intervall 290 ms lang (25 mm/s – 1 Kästchen = 200ms). Das Folgende PQ-Intervall ist bereits über 330 ms lang. Nach der nächsten P-Welle kommt es zu einem Ausbleiben des QRS-Komplexes und zu einer Pause. Es liegt somit ein AV-Block II° Typ Wenckebach vor.

QRS-Komplex: Der QRS-Komplex ist mit 95 ms normwertig. Es liegt ein R/S-Umschlag in V1/V2 vor.

Erregungsrückbildung: Es liegt eine T-Negativierung in der Ableitung III vor.

Bewertung: In diesem Fall liegt ein AV-Block II° Typ Wenckebach vor. Dieser erklärt die Beschwerden des Patienten. Bei einem AV-Block II° Typ Wenckebach liegt die Schädigung höher als bei einem Typ Mobitz, bei dem die PQ-Intervalle konstant lang bleiben. Daher ist der Typ Wenckebach weniger gefährlich als der Typ Mobitz. Dennoch sollte die Indikation für einen Schrittmacher evaluiert werden.

Zuletzt aktualisiert am 26.09.2024
EKG-Fallbeispiel 12
EKG-Fallbeispiel 14
Deine Medizin-Lernplattform
Jetzt weiterlesen
Zugang zu diesem und über 800 weiteren leitlinienbasierten Artikeln, unserem einzigartigen medizinischen AI-Tutor und Quiz