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Fallbeispiel 26

3 Minuten Lesezeit

In der ZNA stellt sich eine 84-Jährige Patientin mit starken Bauchschmerzen seit 3 Stunden vor.

EKG-Fallbeispiel: STEMI (inferiorer Unterwandinfarkt)

STEMI (inferiorer Unterwand-/Hinterwandinfarkt)

Auswertung

Frequenz: Da in diesem EKG der Maßstab nicht 100% korrekt ist, haben wir euch unten links die Herzfrequenz angegeben.

Rhythmik: Das EKG ist rhythmisch. Wir erkennen weiterhin normwertig konfigurierte 
P-Wellen auf die immer ein QRS-Komplex folgt. Es liegt somit ein Sinusrhythmus vor.

Lagetyp: Da die Ableitungen I, II und III positiv sind und aVL betragsmäßig negativ ist, liegt ein Steiltyp vor.

P-Wellen: Auf die P-Wellen sind wir bereits eingegangen.

QRS-Komplex: In den Ableitungen II, III und aVF lässt sich eine deutliche Q-Zacke erkennen. Der QRS-Komplex ist nicht über 100 ms verbreitert. Es findet sich ein regelrechter R/S-Umschlag in V1/V2.

Erregungsrückbildung: Es lassen sich signifikante ST-Streckenhebungen in II, III und aVF erkennen. Weiterhin findet sich in Ableitung I und aVL eine Senkung der ST-Strecke. Die T-Welle ist in den Ableitungen I und aVL negativ.

Bewertung: In diesem Beispiel liegt ein STEMI vor. Es besteht ein inferiorer Unterwand-/Hinterwandinfarkt. Bei Frauen kann sich ein STEMI auch in atypischen Beschwerden, wie z. B. Bauchschmerzen oder Übelkeit äußern.

  • Für viele weitere praktische EKG-Fallbeispiele zum Üben siehe Ordner EKG-Fallbeispiele oder EKG-Fallbeispiele-Kurs.
  • EKG-Grundlagen
  • Herzrhythmusstörungen: Übersicht
  • ST-Hebungs-Myokardinfarkt im EKG
  • STEMI
  • Erregungsrückbildungsstörungen
  • STEMI-Äquivalente
  • Fallbeispiel gerinnungshemmende Therapie bei STEMI
Zuletzt aktualisiert am 02.03.2026
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