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EKG-Fallbeispiel 3

3 Minuten Lesezeit

Dieses EKG wurde bei einem 91-jährigen Patienten geschrieben, der sich über die Notaufnahme mit Luftnot vorstellte. Es zeigte sich klinisch das Bild einer kardialen Dekompensation.

EKG-Fallbeispiel: ventrikuläre Extrasystole

Ventrikuläre Extrasystole

EKG-Fallbeispiel: Ventrikuläre Extrasystole

Auswertung

Frequenz: Mit 90 Schlägen pro Minute liegt eine normale Herzfrequenz vor (normofrequent).

Rhythmik: Das EKG ist arrhythmisch. Es liegen unterschiedlich konfigurierte 
QRS-Komplexe vor hinter denen eine Pause folgt. Abgesehen von den Extraschlägen liegt ein regelmäßiger Sinusrhythmus vor.

Lagetyp: Da die Ableitungen I, II und III positiv sowie aVL betragsmäßig positiv sind, liegt ein Indifferenztyp vor.

QRS-Komplex: Der QRS-Komplex ist nicht verbreitert. Es liegt kein Blockbild vor. Es bestehen jedoch vereinzelt ventrikuläre Extrasystolen. Diese erkennt man daran, dass ein QRS-Komplex ohne vorherige P-Welle frühzeitig einfällt. Dieser ist aufgrund der intraventrikulären Erregungsentstehung verbreitert. Es folgt eine kompensatorische Pause.

Erregungsrückbildung: Es lassen sich keine ST-Hebungen und nahezu isoelektrische 
T-Wellen erkennen. Die Erregungsrückbildung ist nach den Extrasystolen verändert. Dies ist bei ventrikulären Extrasystolen normal und hat keinen Krankheitswert.

Bewertung: Es liegt ein überwiegend normales EKG mit vereinzelten Extrasystolen vor. Einzelne Extrasystolen haben keinen direkten Krankheitswert und können die Ursache für die kardiale Dekompensation nicht hinreichend erklären.

Zuletzt aktualisiert am 26.09.2024
EKG-Fallbeispiel 2.2
EKG-Fallbeispiel 4.1
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