Die Bestimmung der genauen Lage des Kindes ist für die Planung einer erfolgreichen Geburt von großer Bedeutung. Während die Kindslage meist mithilfe einer transabdominalen Ultraschalluntersuchung ermittelt wird, bieten die Leopold-Handgriffe eine gute manuelle Alternative.
Diese systematischen Tastuntersuchungen ermöglichen es, die Lage, Stellung und Einstellung des Kindes sowie die Position des vorangehenden Kindsteils zu beurteilen. Sie sind besonders wertvoll, wenn keine bildgebenden Verfahren verfügbar sind oder ergänzend zur klinischen Einschätzung eingesetzt werden.
AchtungDie Frau muss vor der Durchführung der Leopold-Handgriffe um ihr Einverständnis gebeten werden. Die Blase sollte entleert sein, um eine Verfälschung des Tastbefundes durch eine volle Blase zu vermeiden.
TippDie Schritte der Leopold-Handgriffe sollten der Schwangeren vorab erklärt und jede Handlung behutsam angekündigt werden, um Vertrauen und Entspannung zu fördern.
- G. Leopold, N. Spörlin: Die Leitung der regelmäßigen Geburt nur durch äußere Untersuchung. In: Archiv für Gynäkologie. 45, 1894, S. 337–368.





