Um die große Vielfalt organischer Verbindungen systematisch zu beschreiben, werden diese nach dem Aufbau ihres Kohlenstoffgerüsts sowie der Art ihrer funktionellen Gruppen klassifiziert.
Das Kohlenstoffgerüst definiert den grundlegenden molekularen Aufbau, während die funktionellen Gruppen das chemische Verhalten einer Verbindung maßgeblich bestimmen. Beide Kriterien bilden zugleich die Grundlage für die systematische Benennung nach der IUPAC-Nomenklatur.
Einteilung nach dem Kohlenstoffgerüst:
Je nach Anordnung der Kohlenstoffatome werden organische Verbindungen in folgende Gruppen unterteilt:
- Aliphatische (acyclische) Verbindungen: offene, unverzweigte oder verzweigte Kohlenstoffketten.
- Cyclische Verbindungen: enthalten mindestens einen geschlossenen Kohlenstoffring. Sie werden weiter unterteilt in:
- Alicyclische Verbindungen: nicht aromatische Ringsysteme (z.B. Cyclohexan)
- Aromatische Verbindungen: planare Ringsysteme mit delokalisiertem π-Elektronensystem (z.B. Benzol)
- Heterocyclische Verbindungen: Ringsysteme, die neben Kohlenstoff mindestens ein Heteroatom enthalten (z.B. Pyridin, Furan)
Zusätzlich unterscheidet man gesättigte (nur Einfachbindungen zwischen den C-Atomen) und ungesättigte Verbindungen (mit C=C-Doppel- oder C≡C-Dreifachbindungen).
TippAls Heteroatome werden in der organischen Chemie alle Atome außer Kohlenstoff und Wasserstoff bezeichnet.


