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Gesundheit und Krankheit: Modelle

Verhaltensmodelle, Psychodynamische Modelle
EP
27 Minuten Lesezeit

Die Modelle zu Krankheit und Gesundheit basieren auf dem biopsychosozialen Ansatz nach Engel (1977), der Gesundheit und Krankheit als Ergebnis biologischer, psychischer und sozialer Faktoren versteht. Im Gegensatz zum biomedizinischen Modell werden damit auch Verhalten, Stressverarbeitung und kognitive Bewertungen als zentrale Einflussgrössen berücksichtigt. Verhaltensmodelle wie das Health Belief Model, die Theory of Planned Behavior und das HAPA-Modell erklären Gesundheitsverhalten über subjektive Einschätzungen (z. B. Risiko, Nutzen, soziale Normen) sowie Selbstwirksamkeit und Handlungsplanung. Entscheidend ist, dass Intention allein nicht ausreicht, sondern durch konkrete Strategien in Verhalten überführt werden muss. Im Bereich Stress und Krankheit beschreibt das transaktionale Stressmodell nach Lazarus & Folkman Stress als Ergebnis kognitiver Bewertung und verfügbarer Bewältigungsressourcen. Coping erfolgt problem- oder emotionsorientiert. Chronischer Stress kann über allostatische Belastung und neuroendokrine Dysregulation zu Erkrankungen beitragen, wie bereits Selye im Adaptationssyndrom beschrieben hat. Psychodynamische Modelle erklären Symptome durch unbewusste Konflikte, Affektregulation und Beziehungserfahrungen, werden heute jedoch in ein biopsychosoziales Gesamtmodell integriert. Schmerzmodelle verstehen Schmerz als multidimensionales Geschehen mit sensorischen, emotionalen und kognitiven Anteilen. Die Gate-Control-Theorie zeigt die Modulierbarkeit von Schmerz durch psychische Faktoren, während das Fear-Avoidance-Modell die Chronifizierung über Angst und Vermeidung erklärt.

 Merke

Insgesamt zeigen alle Modelle, dass Gesundheit und Krankheit wesentlich durch das Zusammenspiel von Körper, Psyche und Verhalten bestimmt werden, wobei insbesondere Stress, Kognition und Coping zentrale Einflussfaktoren darstellen.

Es gibt verschiedene Modelle, welche in der medizinischen Psychologie und Soziologie genutzt werden, hier einmal die wichtigsten gelistet:

  1. Verhaltensmodelle
  2. Psychobiologische Modelle
  3. Psychodynamische Modelle
  4. Sozialpsychologische Modelle
  5. Stress und Krankheit
  6. Schmerzkomponenten und Bewältigungsstrategien
 Info
Die “fett” markierten werden wir im Artikel besprechen.
 Definition

Verhaltensmodelle sind wissenschaftliche Ansätze, die erklären, wie Verhalten entsteht, aufrechterhalten wird und verändert werden kann. Sie berücksichtigen dabei sowohl Lernprozesse, Gedanken und Bewertungen als auch biologische und soziale Einflüsse und bilden die Grundlage für das Verständnis und die Behandlung von (problematischem) Verhalten.

Warum verhält sich ein:e Patient:in gesund oder ungesund?

  • Diese Modelle erklären Gesundheitsverhalten (Rauchen, Diät, Screening, Medikamenteneinnahme)
  • Gesundheitsverhalten wird durch subjektive Überzeugungen bestimmt

Lerntheoretisches Modell

Das lerntheoretische Modell geht davon aus, dass (problematisches) Verhalten durch Erfahrungen mit der Umwelt entsteht und bestehen bleibt. 

 Merke

Psychische (und teilweise auch körperliche) Beschwerden können somit als Ergebnis von Lernprozessen verstanden werden, v. a. über klassische und operante Konditionierung.

  • Störung = dysfunktionales, erlerntes Verhalten
 Info

Beispiel: Eine Person entwickelt Angst vor Hunden, nachdem sie einmal gebissen wurde (klassische Konditionierung). Vermeidet sie danach Hunde und fühlt sich dadurch sicher, wird dieses Verhalten verstärkt (negative Verstärkung).

  • Vorgehen: funktionale Verhaltensanalyse
    → Welche Auslöser, Verstärker und Konsequenzen halten das Verhalten aufrecht?
  • Grundidee: Gelerntes kann verlernt / umgelernt werden
  • Therapieableitung: Verhaltenstherapie (z. B. Exposition / Konfrontation, Übungen, Verstärkerplane)

Kognitives Modell

Im kognitiven Ansatz stehen Kognitionen (Gedanken) im Zentrum: also mentale Prozesse wie Wahrnehmen, Erinnern, Schlussfolgern, Denken, Sprache sowie Einstellungen und Überzeugungen. Nicht nur das Verhalten selbst, sondern vor allem Bewertungen und Interpretationen beeinflussen, wie belastend Symptome erlebt werden und wie Menschen handeln.

  • Fokus: Gedanken → Gefühle → Verhalten
 Info

Beispiel: Eine Person fällt durch eine Prüfung und denkt: „Ich bin dumm und werde nie Erfolg haben.“ → Diese negative Bewertung führt zu Traurigkeit und geringerer Motivation.

  • Typisch: verzerrte oder ungünstige Bewertungsmuster
  • Beispiel Attribution:
    • Internale Attribution: „Ich bin schuld" (bei negativen Ereignissen)
    • Externale Attribution: „Das liegt an den Umständen" (bei positiven Ereignissen)
    • Solche Muster spielen z. B. bei depressivem Erleben eine Rolle
  • Therapieableitung: kognitive Therapie (Denkstile erkennen, prüfen, verändern)

Kognitiv-behavioraler Ansatz

Die kognitive Verhaltenstherapie verbindet beide Perspektiven: Lernen + Denken. Behandelt werden sowohl die Bedingungen, die Verhalten aufrechterhalten, als auch die Gedanken / Interpretationen, die damit zusammenhängen.

  • Analyse von: Auslösern, Verstärkern, Vermeidungsverhalten und automatischen Gedanken
 Info

Beispiel: Eine Person mit sozialer Angst vermeidet Gespräche (Verhalten) und denkt: „Alle finden mich peinlich“ (Gedanken). In der Therapie werden sowohl die Gedanken hinterfragt als auch schrittweise Gespräche geübt (Exposition).

  • Ziel: Verhalten ändern und Denk- / Bewertungsmuster flexibler

Health Belief Modell

Gesundheitsverhalten hängt davon ab, wie eine Person eine Krankheit subjektiv einschätzt.

Die 5 Kernfaktoren:

  1. Wahrgenommene Anfälligkeit: „Wie wahrscheinlich bekomme ich die Krankheit“
  2. Wahrgenommene Schwere: „Wie schlimm wäre die Krankheit für mich“
  3. Wahrgenommener Nutzen: „Bringt die Maßnahme wirklich etwas“
  4. Wahrgenommene Barrieren: „Ist die Impfung riskant oder unangenehm“
  5. Selbstwirksamkeit: „Traue ich mir das Verhalten zu“
 Tipp
Prüfungsbeispiel

Ein 45-jähriger Raucher sagt:
„Mein Großvater hat auch geraucht und wurde 90Jahre alt“

  • Geringe wahrgenommene Vulnerabilität
  • Modell: Health Belief Model
 Tipp
Typische Prüfungsfrage

Warum lässt sich eine Patientin trotz Risikofaktoren nicht impfen?

  •  Wahrgenommene Vulnerabilität oder Nutzen sind gering

Weitere Bereiche der Verhaltensforschung

Verhaltensmedizin:

 Definition

Untersucht den Zusammenhang zwischen Verhalten / psychischen Faktoren und körperlichen Erkrankungen

Ziel ist neben Erkenntnisgewinn auch praktische Anwendung:

  • Prävention, Behandlung, Rehabilitation (z. B. Adhärenz (Therapietreue), Lebensstil, Stress, Coping (Bewältigung))
 Info

Beispiel: Eine Person mit Bluthochdruck lernt, durch Stressbewältigung und gesunde Ernährung ihre körperliche Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Verhaltensgenetik:

 Definition

Fragt, wie stark Unterschiede im Verhalten durch Gene und / oder Umwelt mitbedingt sind.

  • Gene erhöhen oft eher die Disposition (Anfälligkeit), nicht „die Störung an sich"
 Info

Beispiel: Zwei Geschwister haben eine genetische Veranlagung für Depression. Nur eines entwickelt die Erkrankung, weil es zusätzlich starken Stress erlebt → Zusammenspiel von Genen und Umwelt.

 Info

Viele Störungen entstehen über Gen-Umwelt-Interaktion (Vulnerabilität + belastende / fördernde Umwelt).

 Merke

Erblichkeitsschätzungen beziehen sich auf Unterschiede in Populationen, nicht auf „wie genetisch" etwas bei einer einzelnen Person ist.

 Definition

Psychodynamische Modelle erklären Verhalten und psychische Störungen durch unbewusste innere Konflikte und Triebe, die aus früheren Erfahrungen entstehen. Dabei stehen das Zusammenspiel von Es, Ich und Über-Ich sowie Abwehrmechanismen im Mittelpunkt, die helfen sollen, innere Spannungen zu regulieren.

Topografisches Modell (Freud)

Freud beschreibt psychische Inhalte nach ihrem „Ort" im Bewusstsein (Eisberg-Idee): Ein großer Teil von Bedürfnissen / Wünschen ist nicht direkt zugänglich. Psychische Vorgänge können liegen im …

  • … Bewussten
  • … Vorbewussten (prinzipiell abrufbar, aber gerade nicht im Fokus)
  • … Unbewussten (nicht direkt zugänglich)
 Info

Beispiel: Eine Person verdrängt eine belastende Erinnerung (z. B. Streit), sodass sie unbewusst bleibt, aber trotzdem das Verhalten beeinflusst (z. B. innere Unruhe).

Psychoanalytische Sicht auf die Entstehung psychischer Störungen

 Definition

Symptome werden als Ausdruck eines unbewussten inneren Konflikts verstanden. Wenn Abwehr und Konfliktlösung nicht ausreichen, kann Spannung „umgeleitet" werden und sich als Symptom zeigen (klassisch: Konversion).

 Merke

Im Zentrum stehen Konflikt und Abwehr.

Primärer und sekundärer Krankheitsgewinn:

Ein Symptom kann für Betroffene auch eine „Funktion" haben:

  • Primärer Krankheitsgewinn: Symptom reduziert inneren Konflikt/Spannung (wie ein Ventil)
    • Beispiel: Eine Person mit Angst entwickelt körperliche Symptome (z. B. Zittern), wodurch der innere Konflikt reduziert wird
  • Sekundärer Krankheitsgewinn: Symptom bringt äußere Vorteile/Entlastung (z. B. Zuwendung, Schonung, weniger Pflichten)
    • Beispiel: Ein Schüler bleibt wegen Bauchschmerzen zu Hause und bekommt Zuwendung und Entlastung von Pflichten

(Dis-)Simulation und Aggravation:

Menschen können Kranksein auch strategisch nutzen:

  • Simulation: Symptome vortäuschen, um Vorteile zu erhalten (z. B. Krankschreibung)
  • Aggravation: übertreiben / überstärkte Darstellung bereits vorhandener Symptome
  • Dissimulation: Symptome verbergen bzw. Gesundheit „vorspielen" Sonderfall: Reduktion der Symptomaufmerksamkeit bei stark belastenden Lebensumständen werden eigene Symptome manchmal weniger wahrgenommen, weil Aufmerksamkeit durch anderes „gebunden" ist

Strukturmodell (Freud): Es-Ich und Über-Ich

Die Persönlichkeit besteht aus drei Instanzen im dynamischen Gleichgewicht:

  • Es: Quelle der Triebe, strebt unmittelbare Befriedigung an (Lustprinzip), vollständig unbewusst
  • Über-Ich: Normen, Werte, Gewissen (innere Verbote/Ideale), Inhalte teils bewusst, teils vor- / unbewusst
  • Ich: vermittelt zwischen Es, Über-Ich und Realität (Realitätsprinzip), Funktionen u. a.: Realitätsprüfung, Abwehrmechanismen / Angstabwehr, Kompromissbildung

Strukturmodell der Persönlichkeit nach Freud: 

Zusammenspiel von Es, Ich und Über-Ich:

Strukturmodell (Freud): Es - Ich - Uber-Ich:
Die Abbildung zeigt das Strukturmodell von Freud, in dem das Ich als vermittelnde Instanz zwischen dem Es (Triebe, Lustprinzip), dem Über-Ich (Normen, Werte) und der Realität steht. Während das Es unmittelbare Bedürfnisbefriedigung anstrebt und das Über-Ich moralische Anforderungen stellt, sorgt das Ich für Kontrolle, Abwägung und angepasstes Verhalten.

Normen:

 Definition

Normen sind gesellschaftlich verankerte Regeln / Erwartungen, die Verhalten steuern und dadurch Vorhersehbarkeit im Zusammenleben schaffen. Wer deutlich davon abweicht (Devianz), muss oft mit Sanktionen rechnen. Normen gelten besonders für wiederkehrende Situationen, enthalten meist eine Bewertung („richtig/falsch") und können teilweise gesetzlich festgeschrieben sein.

  • Primäre Devianz: Erstmaliges / vereinzeltes normabweichendes Verhalten (oft zufällig/ungewollt)
  • Sekundäre Devianz: Abweichung als Folge von Etikettierung („Label") – die Person übernimmt die zugeschriebene Rolle eher

Soziale Rollen:

 Definition

Eine soziale Rolle ist ein Bündel von erwarteten Verhaltens- und Denkweisen, das an eine bestimmte soziale Position geknüpft ist. Je nach Kontext verhalten wir uns anders (z. B. im Beruf vs. privat).

  • Rollenidentifikation: Erwartungen werden angenommen/ „verinnerlicht"
  • Rollendistanz: Erwartungen werden (teilweise) abgelehnt oder auf Abstand gehalten

Ärztliche Rolle nach Parsons:

Erwartet werden unter anderem:

  • Affektive Neutralität (nicht nach Sympathie  /Antipathie handeln)
  • Universalismus (alle nach gleichen Grundsätzen behandeln)
  • Funktionale Spezifität (auf ärztliche Aufgaben begrenzen)
  • Altruismus / Kollektivorientierung (uneigennützig, am Wohl des/der Patient:in orientiert)
  • Kompetenz (fachgerechtes Handeln)

Krankenrolle nach Parsons:

  • Zeitweise Befreiung von Pflichten (durch Diagnose legitimiert)
  • Krankheit ist nicht „selbst verschuldet" im moralischen Sinn
  • Erwartung: Gesund werden wollen und kooperieren (Diagnostik / Therapie annehmen)

Rollenkonflikte:

Rollenstress entsteht, wenn Erwartungen nicht zusammenpassen:

  • Intrarollenkonflikt: Widersprüchliche Erwartungen innerhalb einer Rolle
  • Interrollenkonflikt: Erwartungen aus verschiedenen Rollen kollidieren (z. B. Beruf vs. Familie)

Soziale Konformität:

  • Konformität beschreibt Anpassung an Erwartungen durch sozialen Druck – auch wenn man es eigentlich nicht müsste oder nicht möchte

Soziale Risiko- und Schutzfaktoren:

 Definition

Soziale Bedingungen beeinflussen Gesundheit nicht nur über „harte" Faktoren (z. B. Einkommen), sondern auch über Zusammenhalt, Netzwerke und Unterstützung. Drei zentrale Begriffe sind soziale Kohäsion, soziales Kapital und soziale Unterstützung.

  • Soziale Kohäsion:
 Definition

Soziale Kohäsion meint den Zusammenhalt in sozialräumlichen Gruppen (z. B Nachbarschaft). Wo Kohäsion hoch ist, gibt es meist gegenseitiges Vertrauen und Hilfsbereitschaft. Sie gilt als Schutzfaktor für Gesundheit; geringe Kohäsion wird in der Soziologie u. a. mit höheren Suizidraten in Verbindung gebracht.

  • Soziales Kapital:
 Definition

Soziales Kapital umfasst die Gesamtheit sozialer Beziehungen einer Person. Je höher es ist, desto besser ist typischerweise der Zugang zu Ressourcen des sozialen Lebens (z. B. Unterstutzung, Anerkennung). Soziales Vertrauen steht dabei mit geringerem Krankheitsrisiko und geringerer vorzeitiger Sterblichkeit in Zusammenhang.

  • Soziale Unterstützung:
    • Soziale Unterstützung (= sozialer Rückhalt) umfasst:
      • Emotional: Zuwendung, Anerkennung, Wertschätzung, Vertrauen
      • Informativ: Wissen, Informationen, Rat
      • Instrumentell / materiell: direkte Hilfe und materielle Unterstützung
 Info

Gute Netzwerke wirken als Puffer gegen Stress (Stresspuffer-Modell). Daneben beschreibt die Haupteffekthypothese, dass soziale Unterstützung grundsätzlich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden wirkt - unabhängig von aktueller Belastung.

Theorie der kognitiven Dissonanz

Menschen wollen, dass ihre Gedanken / Einstellungen und ihr Verhalten zusammen passen. 

 Merke

Stehen Kognitionen (Gedanken) zueinander im Widerspruch, entsteht ein unangenehmer Spannungszustand (= kognitive Dissonanz).  Passen sie zusammen, spricht man von Konsistenz / Konsonanz.

 Info

Beispiel: „Rauchen ist ungesund" (Einstellung) + „Ich rauche" (Verhalten)

Kognitive Dissonanz
Die Theorie der kognitiven Dissonanz beschreibt den Spannungszustand, der entsteht, wenn Gedanken, Einstellungen und Verhalten nicht übereinstimmen. Zur Reduktion dieser Dissonanz passen Menschen ihre Kognitionen an, indem sie neue Gedanken hinzufügen (Addition), widersprüchliche Informationen abschwächen (Subtraktion) oder umdeuten (Substitution). Häufig wird dabei eher die Einstellung als das Verhalten verändert.

Dissonanzreduktion:

Wird Dissonanz bemerkt, entsteht Motivation, sie zu verringern. Das kann auf drei Arten passieren:

  • Addition: neue passende Gedanken hinzufügen: „Rauchen entspannt mich, Stress ist auch ungesund."
  • Subtraktion: widersprechende Gedanken abschwächen / ausblenden: „So schlimm ist das gar nicht.." / Ignorieren von Warninfos
  • Substitution: einen Gedanken / Aspekt ersetzen (Umbewertung): „Ich rauche nur wenig, also zählt das nicht wirklich." 
 Merke

Häufig wird eher die Einstellung angepasst als das Verhalten.

 Definition

Stress ist die körperliche und psychische Reaktion auf belastende Anforderungen (Stressoren), die das innere Gleichgewicht stören. Ob daraus eine Krankheit entsteht, hängt von der individuellen Anfälligkeit (Vulnerabilität) und der Stärke bzw. Dauer des Stresses ab: Treffen hohe Belastung und hohe Vulnerabilität zusammen, steigt das Risiko für körperliche oder psychische Erkrankungen.

Stress-Diathese-Modell (Vulnerabilitäts-Stress-Modell)

 Definition

Stress ist eine unspezifische Reaktion des Organismus auf eine Störung der Homöostase (inneres Gleichgewicht). 

Die auslösenden Belastungen heißen Stressoren und können:

  • Äußerlich sein (z. B. Lärm)
  • Körperlich / organisch (z. B. Infektionen)
  • Innerpsychisch (z. B. Sorgen, Konflikte)

Beispiel: Zwei Personen erleben starken Prüfungsstress (Stressor). Nur eine entwickelt eine Angststörung, weil sie eine höhere Vulnerabilität (Anfälligkeit) hat.

 Info

Das Stress-Diathese-Modell erklärt, warum nicht alle Menschen unter gleicher Belastung krank werden: Es gibt eine Diathese / Vulnerabilität (= individuelle Anfälligkeit / Empfindlichkeit). Eine Erkrankung manifestiert sich eher, wenn Vulnerabilität + Stressoren zusammenkommen.

Stress kann auch unterschiedlich erlebt werden:

  • Eustress: als positiv / aktivierend, Vorfreude vor einem Wettkampf → motivierend
  • Distress: als negativ / bedrohlich, Überforderung durch viele Prüfungen → belastend
 Merke

Stress = Reaktion. Stressor = stressauslösender Reiz.

Körperliche Stressreaktion:

Nach Gefahrenwahrnehmung kommt es zur schnellen Aktivierung des Fight-or-Flight-Programms (unter anderem über den Hypothalamus). Dabei laufen vor allem zwei Systeme:

  • Sympathisches Nebennierenmark-System (schnell)
    • Sympathikus und Parasympathikus
    • Nebennierenmark schüttet Adrenalin und Noradrenalin aus (Katecholamine)
    • Effekte: schnelle Energiebereitstellung (u. a. über Glukosemobilisierung). Körperliche Aktivierung
 Achtung

Dauerhaft erhöhte Sympathikusaktivität ist ungünstig; messbar z. B. an verminderter Herzfrequenzvariabilität und verbunden mit höherem Herz-Kreislauf-Risiko.

Schnelle Stressreaktion: Sympathisches Nebennierenmark-System:

Katecholamine - Wirkung
In Belastungssituationen wird das sympathische Nervensystem aktiviert, das wiederum die Adrenalinsynthese im Nebennierenmark anregt. Dies führt zu einer „Fight-or-Flight“-Reaktion des Körpers mit einer erhöhten Herzfrequenz, erweiterten Atemwegen und einer gesteigerten Energiebereitstellung. Die unterschiedliche Expression und Empfindlichkeit der Rezeptoren in verschiedenen Geweben ermöglicht eine fein abgestimmte Reaktion des Körpers auf Stress und Belastung, wobei die jeweiligen Katecholamine gezielt auf spezifische Rezeptoren wirken.

Die Abbildung zeigt die schnelle Aktivierung des Fight-or-Flight-Systems über das Gehirn und das Nebennierenmark. Dabei werden Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, was zu einer sofortigen körperlichen Aktivierung führt, z. B. erhöhter Herzfrequenz, gesteigerter Atmung und Energiebereitstellung.

  • Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-System (HPA-Achse, eher langsamer)
    • Bei Stress wird im Hypothalamus CRH ausgeschüttet, das in der Hypophyse zur Freisetzung von ACTH führt
    • ACTH stimuliert die Freisetzung und Synthese von Cortisol
    • Durch eine negative Rückkopplung hemmt eine hohe Cortisolkonzentration die Ausschüttung von CRH und ACTH
    • Cortisol unterliegt einem zirkadianen Rhythmus: Morgens ist der Cortisolspiegel am höchsten, da CRH morgens pulsatil freigesetzt wird

Langsame Stressreaktion: HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde):

Regulation der Cortisolsynthese
Die Freisetzung von Glucocorticoiden wird durch das Hypothalamus-Hypophysen- System reguliert. Bei Stress wird im Hypothalamus CRH ausgeschüttet, das in der Hypophyse zur Freisetzung von ACTH führt. ACTH stimuliert die Freisetzung und Synthese von Cortisol. Durch eine negative Rückkopplung hemmt eine hohe Cortisolkonzentration die Ausschüttung von CRH und ACTH. Cortisol unterliegt einem zirkadianen Rhythmus: Morgens ist der Cortisolspiegel am höchsten, da CRH morgens pulsatil freigesetzt wird.

Die Abbildung zeigt die hormonelle Stressreaktion über die HPA-Achse: Der Hypothalamus setzt CRH frei, das in der Hypophyse die Ausschüttung von ACTH auslöst. ACTH stimuliert die Nebennierenrinde zur Produktion von Cortisol. Über eine negative Rückkopplung hemmt Cortisol die weitere Ausschüttung von CRH und ACTH und reguliert so die Stressreaktion.

Stressmodelle:

  • Mehrere Modelle beschreiben, wie der Körper (v. a. bei chronischem Stress) reagiert
  • Allgemeines Adaptationssyndrom (AAS) nach Selye
    • Selye beschreibt eine typische, relativ unspezifische Stressreaktion des Körpers in drei Phasen:
  • Alarmphase: Unmittelbar nach dem Stressor: starke Aktivierung (v. a. Sympathikus)
    → Ausschuttung von Adrenalin / Noradrenalin (Nebennierenmark) und auch Cortisol (Nebennierenrinde)
    Puls, Blutdruck, Muskeltonus und Stoffwechsel steigen ("Fight-or-Flight")
  • Widerstandsphase (Resistenz): Bei länger anhaltendem Stress versucht der Körper, die Alarmreaktion zu kompensieren und funktionsfähig zu bleiben
    Cortisol bleibt dabei häufig erhöht (daher „Langzeitstresshormon")
    → Chronischer Stress kann körperliche Regulationssysteme belasten (z. B Entzündungsprozesse begünstigen)
  • Erschöpfungsphase: Hält Stress zu lange an, sind die Reserven „aufgebraucht"
    → Stresshormonlage lässt sich nicht mehr stabil aufrechterhalten, Beschwerden nehmen zu (z. B. Schlafstörungen, psychosomatische Symptome)
    → Langanhaltender, v. a. unkontrollierbarer Stress wirkt immunsuppressiv
 Info
Beispiel: 

Eine Person hat dauerhaft Arbeitsstress:

  • Anfang: starke Aktivierung (Alarmphase)
  • Dann: „funktioniert weiter“ trotz Stress (Widerstandsphase)
  • Später: Erschöpfung, Schlafprobleme (Erschöpfungsphase)

Psychoendokrines Stressmodell nach Henry

Hier wird stärker berücksichtigt, dass Emotionen die hormonelle Stressantwort mitprägen. Je nach Art des Stressors:

  • Ärger → eher Noradrenalin / Testosteron → eher Kampf- / Angriffsbereitschaft
  • Furcht / Angst → eher Adrenalin → eher Fluchtverhalten
  • Hilflosigkeit / Depressives Erleben → Cortisol ↑, Testosteron ↓ → eher Rückzug / Passivität

Psychologisches Bewältigungsmodell nach Lazarus (Coping)

Lazarus betont: Ein Ereignis ist nicht automatisch „Stress". Ob es zum Stressor wird, hängt von der kognitiven Bewertung ab. 

 Merke

Stress entsteht vor allem dann, wenn eine Situation als bedrohlich / gefährlich eingeschätzt wird und man glaubt, dass die Anforderungen größer sind als die eigenen Ressourcen.

Phasen der Bewertung und Bewältigung:

  • Primäre Bewertung (primary appraisal): Einschätzung: Ist das Ereignis bedeutsam oder gefährlich? (häufig schnell / affektiv gefärbt)
  • Sekundäre Bewertung (secondary appraisal): Einschätzung der Bewältigungsmöglichkeiten: Was kann ich tun? Welche Strategien/Ressourcen habe ich?
  • Bewaltigung (Coping): Die ausgewählte Strategie wird umgesetzt
  • Neubewertung (reappraisal): Danach wird überprüft, ob die Strategie den Stress reduziert hat (ggf. Anpassung)
 Info

Beispiel: Eine Prüfung wird bewertet als: „Das schaffe ich“ → wenig Stress oder: „Ich bin überfordert“ → starker Stress

Coping-Formen:

  • Emotionszentriertes Coping: Ziel: Gefühle regulieren (Z. B. Ablenkung, Trost, Entspannung) → bringt oft kurzfristig Entlastung, verändert aber die Situation selbst nicht
  • Problemzentriertes Coping: Ziel: die Situation aktiv verändern (z. B. planen, Informationen einholen, Problem ansprechen, konkrete Schritte) → meist günstiger für mittel- / langfristige

Interindividuelle Unterschiede der Stressreaktion:

  • Nicht jede Person reagiert auf denselben Stressor gleich
  • Manche zeigen Stress eher über das gastrointestinale System („Stress schlägt auf den Magen"), andere eher über das muskuläre System (z. B. Spannungskopfschmerz)
 Merke

Welche „Stressorgane" besonders reagieren, ist also individuell verschieden.

Individualspezifische Reaktion (Reaktionsstereotypie):

 Definition

Unter Individualspezifischer Reaktion versteht man, dass eine Person auf sehr unterschiedliche Belastungen immer wieder mit einem ähnlichen psycho-physiologischen Muster antwortet. 

 Info

Beispiel: Jemand reagiert bei Lärm, Stau oder Prüfungsvorbereitung jedes Mal vor allem mit erhöhter Muskelspannung.

Allostase:

 Definition

Allostase bezeichnet das Ergebnis längerfristiger Anpassung an chronische Belastungen (z. B. dauerhafter Stress). Dabei stabilisiert der Körper Funktionen auch außerhalb der normalen Reaktionsbandbreite, praktisch wie eine Verschiebung der Sollwerte (neues „Normal" unter Dauerstress).

Allostase und allostatische Last: Veränderung des Stressniveaus über die Zeit:

Allostase
Allostase bezeichnet das Ergebnis längerfristiger Anpassung an chronische Belastungen (z. B. dauerhafter Stress). Dabei stabilisiert der Körper Funktionen auch außerhalb der normalen Reaktionsbandbreite - praktisch wie eine Verschiebung der Sollwerte (neues „Normal" unter Dauerstress).

Die Abbildung zeigt, wie sich das Stressniveau im Zeitverlauf durch wiederholte Belastungen verändert. Während bei einzelnen Stressereignissen eine homöostatische Erholung zum Ausgangsniveau erfolgt, führt anhaltender Stress zu einer Verschiebung des Grundniveaus (Allostase). Dadurch entsteht eine dauerhafte Erhöhung des Stressniveaus, die als allostatische Last bezeichnet wird.

 Definition

Schmerz ist ein mehrdimensionales Erleben, das sich aus sensorischen, kognitiven, emotionalen, vegetativen und motorischen Komponenten zusammensetzt. Wie stark Schmerz wahrgenommen wird, hängt nicht nur von körperlichen Reizen, sondern auch von Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen ab. Zur Bewältigung von Schmerz werden kognitive und verhaltensorientierte Strategien eingesetzt, die darauf abzielen, den Umgang mit Schmerz zu verbessern, Bewertungen zu verändern und funktionales Verhalten zu fördern.

Schmerzarten:

  • Schmerz ist eine unangenehme sensorische Erfahrung und dient als Warnsignal
  • Schmerz zeigt mögliche Schädigungen an und hat damit eine Schutzfunktion
  • Schmerz ist nicht nur „Gewebeschaden", sondern wird auch durch psychische und soziale Faktoren mitgeprägt
  • Einteilung:
    • Nach Dauer (akut vs. chronisch)
    • Nach Ort / Qualität: somatisch (Oberfläche / Tiefe) vs. viszeral

Schmerzqualität (nach Entstehungsort):

  • Oberflächenschmerz (Haut): Entsteht durch Aktivierung von Nozizeptoren in der Haut (z. B. Schnitt-, Brandwunde). Typisch zwei Anteile:
    • Früher Schmerz: hell, stechend/brennend, gut lokalisierbar (AS-Fasern), klingt rasch ab
    • Später Schmerz: dumpfer, länger anhaltend, schlechter lokalisierbar, strahlt eher aus (C-Fasern)
  • Tiefenschmerz (Bewegungsapparat): Nozizeptoren in Muskeln, Gelenken, Knochen, Bindegewebe
    → meist dumpf/bohrend, schlecht lokalisierbar, kann ausstrahlen; Weiterleitung v. a. über C-Fasern
  • Phantomschmerz: Schmerzempfindung in einem Körperteil, der nicht mehr vorhanden ist (z. B. nach Amputation)
    → oft als brennend, krampfartig beschrieben; Ursache nicht vollständig geklärt
  • Viszeraler Schmerz (Organschmerz): Kommt aus inneren Organen, typischerweise dumpf, schlecht lokalisierbar, oft diffus ausstrahlend. Häufige Auslöser:
    • Entzündungen
    • Starke Kontraktionen glatter Muskulatur
    • Dehnung von Hohlorganen
    • Ischämie

Schmerzdauer:

Je nach Dauer unterscheidet man akute und chronische Schmerzen.

  • Akuter Schmerz: 
    • Auslöser meist klar (z. B. Verletzung)
    • Dauer: Sekunden bis Wochen
    • Häufig gut lokalisierbar und begleitet von vegetativer Aktivierung
  • Chronischer Schmerz: 
    • Von chronisch spricht man bei > 3-6 Monaten, anhaltend oder wiederkehrend
    • Oft großflächiger, belastet psychisch (z. B. Angst, depressive Stimmung, Reizbarkeit)
    • Bei somatoformer Schmerzstörung (ohne organische Ursache) kann Schmerz als eigenständiges Krankheitsbild auftreten
    • Das Erleben passt dann oft nicht zum Ausmaß einer Gewebeschädigung
 Info

Chronische Schmerzen sind häufig im Bewegungsapparat lokalisiert, besonders oft Rückenschmerz. Wichtigster Therapiebaustein ist meist körperliche Aktivierung. Angst kann Chronifizierung fördern, wenn Aktivität aus Sorge vermieden wird (Angst-Vermeidungsverhalten / Fear-Avoidance). Erfassung u. a. mit PPP (Pain Perception Profile) und Schmerztagebuch.

Schmerzkomponenten:

Schmerzerleben besteht aus mehreren Komponenten, die meist gemeinsam auftreten:

  • Sensorisch-diskriminativ: „Wie" ist der Schmerz?
    → Intensität, Ort, Qualität, Beginn / Ende (nozizeptive Weiterleitung bis Kortex)
  • Kognitiv: „Was bedeutet das?"
    → Bewertung / Interpretation je nach Erfahrungen und Erwartungen, dazu zählt Katastrophisieren (Überbewertung negativer Folgen)
  • Motivational-affektiv (emotional): „Wie fühlt es sich an?" → unangenehmes Gefühl / Leiden (z. B. Angst, Wut, Verzweiflung), kann sich mit Schmerz wechselseitig verstärken
  • Vegetativ (autonom): körperliche Stressreaktion
    → z. B. 1 Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Muskelspannung
  • Motorisch / Verhaltenskomponente: sichtbare Reaktionen
    → Schonhaltung, Schutz- / Fluchtreaktionen, Wegdrehen, Mimik (z. B. schmerzverzerrtes Gesicht)

Krankheitsmodelle des Schmerzes:

  • Lerntheoretisches Schmerzmodell:
    • Hier wird Schmerz als (mit-) erlernt und aufrechterhalten verstanden: Wenn Schmerzverhalten „belohnt" wird (z. B. durch mehr Zuwendung, Entlastung, Aufmerksamkeit = sekundärer Krankheitsgewinn), kann es über operante Konditionierung stabil bleiben

Messung von Schmerzen (Algesimetrie):

Unter Algesimetrie versteht man Verfahren zur Schmerzmessung. Man unterscheidet:

1) Subjektive Algesimetrie

Betroffene bewerten Schmerzen selbst, meist über Fragebögen oder Ratingskalen:

  • Schmerzintensität z. B. mit visueller Analogskala (VAS)
  • Numerische Ratingskala (NRS): z. B. 0 = kein Schmerz bis 10 = unerträglich
  • Schmerzqualität über Adjektivlisten / Checklisten, z. B. McGill Pain Questionnaire (MPQ) (z. B. stechend / brennend / pochend; auch affektive Dimension wie lästig / quälend)

2) Experimentelle Algesimetrie

Im Labor werden definierte Schmerzreize gesetzt und mit Messgrößen verknüpft, z. B.:

  • Evozierte Potentiale
  • Aktivität afferenter Nervenfasern
  • Vegetative Reaktionen
 Info

Beispiel: Kaltwasser-Test (Arm in Eiswasser) + anschließende Einstufung der Schmerzstärke auf einer Skala.

Strategien zur Schmerzbewaltigung:

 Info

Man unterscheidet kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren und operante Strategien.

 Kognitiv-verhaltenstherapeutische-Schmerzkontrolle:

  • Auslöser / aufrechterhaltende Bedingungen analysieren
  • Imagination (z. B. geleitete Vorstellung)
  • Selbstinstruktionen / Selbstverbalisation (Selbstinstruktionstraining)
  • Entspannung / Stressbewältigung, ggf. Biofeedback
  • Psychoedukation (Zusammenhang Psyche-Körper)
  • Kognitive Umstrukturierung (hilfreichere Bewertungen)

Operante Therapie bei chronischem Schmerz:

  • Aktivitätstraining: Stufenweise nach Zeitplan, nicht nach Schmerzstärke (Schonung abbauen, negative Verstärkung vermeiden)
  • Kontraktmanagement: Verbindliche Absprachen zur Aktivitätssteigerung
  • Zeitkontingente Medikation (nicht schmerzabhängig)
  • Symptomkontingente Arztkontakte vermeiden
  • Keine schmerzabhängige Aufmerksamkeit (Zuwendung eher bei Fortschritt)
  • Angehörige einbeziehen (kein „Belohnen" von Schmerzverhalten)

Schwarzer, Ralf: Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Einführung in die Gesundheitspsychologie. Hogrefe, 2004. ISBN: 978-3-8017-1711-0.

Rosenstock IM. Historical origins of the Health Belief Model. Health Education Monographs 1974;2(4):328–335. DOI: 10.1177/109019817400200403.

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Zuletzt aktualisiert am 01.06.2026
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