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Glycolipide, Glyceroglycolipide & Sphingoglycolipide

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3 Minuten Lesezeit

Definition:

  • Glycolipide sind phosphorfreie Membranlipide oder Strukturlipide
  • Ein bis mehrere Mono- oder Oligosaccharide sind glycosidisch an ein Lipid-Molekül gebunden
  • Glycolipide sind in allen Geweben vertreten, befinden sich jedoch ausschließlich auf der Außenseite der Lipiddoppelschicht

Aufbau:

  1. Glycerin (dreiwertiger Alkohol) oder Sphingosin (langkettiger Aminoalkohol).
  2. Fettsäuren:
    • 1 oder 2 Fettsäuren
  3. Kohlenhydrateinheit: Ein oder mehrere Mono oder Oligosaccharide, die glycosidisch gebunden sind

Einteilung:

  • Glyceroglycolipide:
    • Grundbaustein: Glycerin.
  • Sphingoglycolipide:
    • Grundbaustein: Sphingosin.

Eigenschaften:

  • Glycolipide sind amphiphil:
    • Hydrophiler Anteil: Kohlenhydrateinheit
    • Hydrophober Anteil: Fettsäuren und Kohlenwasserstoffketten
  • Sie sind phosphatfrei, im Gegensatz zu Phospholipiden
  • Definition:
    • Membranlipide aus Diacylglycerin und einer Zuckereinheit (Mono- oder Disaccharid)
  • Aufbau:
    1. Diacylglycerin: Glycerin + 2 Fettsäuren
    2. Mono- oder Disaccharid → Glycosidisch gebunden am C3-Atom (z. B. Galactose)
  • Funktion:
    • Stabilisierung und Struktur von Membranen
  • Vorkommen:
    • Vor allem in Membranen von Bakterien und Pflanzen
  • Definition:
    • Sphingoglycolipide (auch Glycosphingolipide genannt) sind Glycolipide, die in tierischen Zellen vorkommen
    • Sie bestehen aus:
      • Sphingosin (langkettiger Aminoalkohol),
      • einer Fettsäure (zusammen als Ceramid bezeichnet),
      • einer Kohlenhydrateinheit (Mono- oder Oligosaccharid)

Aufbau:

  1. Ceramid:
    • Besteht aus Sphingosin und einer Fettsäure, die über eine Amidbindung an die Aminogruppe von Sphingosin (C2) gekoppelt ist
  2. Kohlenhydrateinheit:
    • Über eine glycosidische Bindung mit dem Ceramid verbunden

Klassifikation:

Sphingoglycolipide werden anhand der Art des Kohlenhydrats in zwei Hauptklassen unterteilt:

  1. Cerebroside:
    • Ceramid + Monosaccharid
    • Beispiele:
      • Galactosylcerebrosid: Enthält Galactose, häufig im Nervengewebe
      • Glucosylcerebrosid: Enthält Glucose
    • Sulfatide: Untergruppe der Cerebroside
      • Ceramid + Schwefelsäureester eines Monosaccharids (z. B. Sulfogalactosylcerebrosid)
  2. Ganglioside:
    • Ceramid + Oligosaccharid + einen oder mehrere N-Acetylneuraminsäurereste (NANA)
    • NANA ist ein saurer Zucker und die einzige beim Menschen vorkommende Sialinsäure
  • Funktionen:
    • Verankerung in der Plasmamembran:
      • Hydrophober Ceramidanteil befindet sich in der Membran
      • Hydrophiler Kohlenhydratanteil ragt in den extrazellulären Raum
    • Zellerkennung:
      • Kohlenhydratanteile dienen der Kommunikation und Erkennung zwischen Zellen
    • Beispiel:
      • Blutgruppenantigene des AB0-Systems sind Sphingoglycolipide
Zuletzt aktualisiert am 06.10.2025
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