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Graue und weiße Substanz

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2 Minuten Lesezeit

Das Nervengewebe des zentralen Nervensystems lässt sich makroskopisch in zwei Bereiche unterteilen: Graue Substanz (Substantia grisea) und Weiße Substanz (Substantia alba).

  • Im Gehirn liegt die graue Substanz an der Oberfläche (z. B. Groß- und Kleinhirnrinde)
  • Auch zentral liegende graue Substanz ist in Form von Kerngebieten (z. B. Basalganglien, Ncl. ruber, Substantia nigra) vorhanden
  • Im Rückenmark liegt sie zentral im Inneren
  • Graue Substanz besteht aus Zellkörpern von Neuronen (Perikaryon) mit ihren Fortsätzen, Synapsen und aus Gliazellen
  • Ort der Informationsverarbeitung, neuronalen Verschaltung und "höheren" Hirnfunktionen wie Denken und Lernen
  • Besteht hauptsächlich aus Axonen, also den Fortsätzen von Nervenzellen
  • Besteht überwiegend aus myelinisierten Axonen, aber auch nicht myelinisierte Axone vorhanden
  • Dient der schnellen Informationsübertragung zwischen verschiedenen Hirnarealen und dem Rückenmark
  • Im Gehirn liegt sie unterhalb der grauen Substanz (Marklager), im Rückenmark außen um die graue Substanz herum
Graue und weiße Substanz
 Merke

Im peripheren Nervensystem (PNS) entsprechen Nerven funktionell der weißen Substanz, da sie überwiegend aus myelinisierten Axonen zur Signalweiterleitung bestehen
Ganglien entsprechen funktionell der grauen Substanz, da sie Ansammlungen von Nervenzellkörpern darstellen, in denen Verschaltung und Verarbeitung von Informationen erfolgt

Zuletzt aktualisiert am 25.06.2026
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