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Herzmuskulatur

EP
2 Minuten Lesezeit
  • Größe: Eine einzelne Herzmuskelzelle (Kardiomyozyt) ist etwa 10–20 μm dick und 50–100 μm lang
  • Anordnung: verlaufen nicht streng parallel, sondern bilden ein verzweigtes Zellnetzwerk
  • Zellkontakte: über Glanzstreifen (Disci intercalares) miteinander verbunden
  • Funktionelles Synzytium: elektrische und mechanische Kopplung der durch Zellmembranen getrennten Kardiomyozyten über Glanzstreifen
  • Zellkern: meist ein zentral gelegener Zellkern, der die Myofibrillen spindelförmig an den Rand verdrängt
Aufbau der Herzmuskulatur
  • Der sarkomere Aufbau entspricht grundsätzlich dem der Skelettmuskulatur
  • Das T-System ist im Herzmuskel größer und verzweigter
  • Das L-System (sarkoplasmatisches Retikulum) ist weniger ausgeprägt
  • Statt Triaden wie im Skelettmuskel treten hier Diaden auf: Eine Diade besteht aus einem T-Tubulus und einem angrenzenden L-Tubulus
  • Das Sarkoplasma enthält besonders viele Mitochondrien, um den hohen Energiebedarf zu decken

Glanzstreifen (Disci intercalares):

  • Sorgen für eine enge Verbindung benachbarter Kardiomyozyten
  • Enthalten mechanische und elektrische Kopplungen
    • Fascia adhaerens und Desmosomen sorgen für mechanische Stabilität
    • Gap Junctions (Nexus) ermöglichen die Erregungsleitung zwischen Zellen

Längsschnitt durch die Herzmuskulatur:

Längsschnitt durch die Herzmuskulatur
 Merke
  • Kardiomyozyten (funktionelles Synzytium): elektrische und mechanische Kopplung der durch Zellmembranen getrennten Zellen über Glanzstreifen
  • Skelettmuskelzellen (anatomisches Synzytium): echte Verschmelzung vieler Myoblasten zu einer vielkernigen Muskelfaser ohne Zellgrenzen
Zuletzt aktualisiert am 13.10.2025
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