Inhalationsanästhetika werden insbesondere zur Aufrechterhaltung der Narkose im Rahmen einer balancierten Anästhesie eingesetzt. In der Kinderanästhesie werden sie auch zur inhalativen Einleitung (primär Sevofluran) eingesetzt. Alle Inhalationsnarkotika haben eine hypnotische Wirkung. Mit Ausnahme von Lachgas und Xenon haben sie keine analgetische Wirkung. Sie werden daher wie die Injektionsnarkotika zur intraoperativen Analgesie mit einem Opioid kombiniert. Außerdem werden sie über einen speziellen „Vapor“ (siehe Abbildung) verdampft und der Einatemluft zugeführt. Durch die Messung der Konzentration des Inhalationsanästhetikum in der ausgeatmeten Luft ist die Narkosetiefe gut steuerbar. Inhalationsanästhetika sind wirkungsvolle Treibhausgase und zerstören die Ozonschicht.
- S3-Leitlinie: Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin, Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
- Freissmuth et al.: Pharmakologie und Toxikologie. Springer 2012, ISBN: 978-3-642-12353-5.
- Karow, Lang-Roth: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2012
- Lüllmann et al.: Pharmakologie und Toxikologie. 15. Auflage Thieme 2002, ISBN: 3-133-68515-5
- Wehling: Klinische Pharmakologie. 2. Auflage Thieme 2011, ISBN: 978-3-131-60282-4



